Eishockey

Weiter auf der Suche nach Konstanz

Für Wolfgang Brück ist bei den Roosters alles im grünen Bereich.

Für Wolfgang Brück ist bei den Roosters alles im grünen Bereich.

Foto: Foto: Oliver Bergmann

Iserlohn.  Vom neuen Roosters-Selbstvertrauen nach dem 5:1-Heimsieg ist in Köln wenig zu spüren.

Als Jason O’Leary, der Roosters-Coach, am trainingsfreien Montag das Übungsprogramnm der nächsten Tage festlegte, gehörte natürlich auch das Videostudium der Wochenendspiele zu seinem Programm. Dass die Niederlage in Köln mehr Gesprächsbedarf auslöste als der Sieg gegen Bremerhaven, lag auf den Hand. Denn wieder einmal gab ein Roosters-Auftritt Rätsel auf.

Von einer Mannschaft, die gerade ihre Durststrecke mit einem 5:1 gegen die Fischtown Pinguins beendet hat, erwartet man normalerweise gestärktes Selbstvertrauen und einen couragierten Auftritt. Doch den bekamen die Iserlohner in der Domstadt nur in der Anfangsphase hin. „Wir waren gut vorbereitet und wussten genau, wie die Kölner spielen würden und schaffen es dann nicht, diese dummen Gegentore zu verhindern“, ärgerte sich der Trainer und macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Das Spiel hat um 17 Uhr begonnen und nicht erst um 18 Uhr“, konnte die unübersehbare Steigerung vom zweiten Drittel an O’Leary nicht besänftigen.

Denn die fehlende Konstanz, die es regelmäßig verhindert, dass 60 Minuten auf gutem Niveau absolviert werden, zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Gleiches gilt für die Kritik an vermeintlichen Leistungsträgern. „Sie zeigen einfach nicht, was wir von ihnen erwarten“, meint O’Leary und will darauf mit Vertrauensentzug reagieren. „Deshalb bekommen die jungen Spieler mehr Eiszeit und auch mehr Verantwortung.“ Bei drei Punkten Abstand zum zehnten Platz sind die Roosters nach wie vor gut im Rennen, doch weil dieser Tabellenzehnte Grizzlys Wolfsburg am Freitag am Seilersee vorspielt, eröffnet sich den Roosters die große Chance, einen Schritt nach vorn zu machen. Sofern sie aus ihren Fehlern lernen.

Wenn es um die Bewertung einzelner Spieler geht, verweist Wolfgang Brück, der geschäftsführende Gesellschafter, grundsätzlich auf die sportliche Leitung, die dazu Stellung nehmen solle. Doch der Chef behält den Rahmen sehr wohl im Auge. „Wir sind eine Mannschaft, die man zwischen Platz zehn und vierzehn ansiedeln kann und haben keinen Grund, unruhig zu werden.“ Und weiter: „Wir wissen, wo wir her kommen und welches Budget wir haben.“ Für ihn liegt es auf der Hand, dass man mit dem einen oder anderen Flop rechnen muss, wenn man nur begrenzte Mittel zur Verfügung hat, aber er betont, dass es für eine Gesamtbewertung viel zu früh ist.

Zuschauerschnitt erfülltbisher Brücks Erwartungen

Wenn alles passen würde, wäre das bei siebzehn neuen Leuten schon ungewöhnlich.“ Er verweist auf die Ziele in diesem Übergangsjahr, zu denen ja auch die Integration der jungen Spieler gehört. Und mit der ist Brück sehr zufrieden.

„Ich habe den Eindruck, dass unsere Zuschauer diesen Weg mitgehen wollen“, ergänzt der Geschäftsführer und versichert in diesem Zusammenhang, mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden zu sein. Und er erwartet eine Steigerung in diesem Monat mit Heimspielen an Freitagen sowie rund um Weihnachten, von denen einige komplett oder fast ausverkauft sein dürften. Einige schwache und auch torlose Spiele haben sein Vertrauen in die Verantwortlichen jedenfalls nicht erschüttert. „Ich sehe ja, wie die Leute arbeiten und versuchen, Dinge zu verändern. Und das gefällt mir.“

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