Eishockey

Verletzungspech trifft die Roosters

Schon gegen Ingolstadt lief es bei den Roosters nicht.

Schon gegen Ingolstadt lief es bei den Roosters nicht.

Foto: Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Weitere Ausfälle in den Wochenendpartien, und das Problem in der Offensive bleibt.

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Mit einem guten Gefühl gingen die Roosters nach dem 4:1 gegen Nürnberg in die Länderspielpause, aus der sie mit neuem Schwung erfolgreich starten wollten. Doch in der Realität steht ein Null-Punkte-Wochenende zu Buche. Und einmal mehr wurde das Kernproblem der Mannschaft deutlich. Gegen Ingolstadt ließ sie gute Chancen aus und wurde bestraft, in Berlin hätte sie zumindest in der guten Phase im ersten Drittel den Gegner aus dem Konzept bringen können. 42 Treffer in 19 Spielen - das ist (zusammen mit Köln) der schlechteste Wert der Liga. Und die 13 Punkte, die der aktuelle Topscorer Mike Halmo aufweist, werden von keiner anderen Mannschaft unterboten.

Matte Leistung in Berlingibt O’Leary Rätsel auf

„In jedem Spiel gibt es unterschiedliche Phasen. Und wenn man in seinen guten die Möglichkeiten nicht nutzt, wird es schwierig“, spricht Trainer Jason O’Leary das 2:3 in Ingolstadt an, in dem etliche Strafen und ein Gegentreffer in Unterzahl das Konzept durchkreuzten. Die Ursachenforschung für das 0:4 und die Chancenlosigkeit in Berlin hat der Coach noch nicht abgeschlossen. „Wir waren irgendwie nicht bereit, und das kann ich mir nicht erklären.“ Dass es angesichts des Spielbeginns um 14 Uhr keine kurze Trainingseinheit am Vormittag gab, kann nach seiner Einschätzung nicht der Grund gewesen sein. „Und Berlin hat vorher auch nichts gemacht.“ Schon eher zu einem Thema wurden die personellen Probleme. Zu dem schon vor dem Wochenende feststehenden Ausfall von Jake Weidner gesellte sich während des Ingolstadt-Spiels Alex Petan, im Anschluss musste Brett Findlay passen. Und in Berlin war für Marko Friedrich nach dem ersten und für Michael Clarke nach dem zweiten Drittel Schluss. Im Eishockeyjargon werden die vier Wochenendblessuren mit einmal Unterkörper- und dreimal Oberkörperverletzung gewohnt nebulös umschrieben.

Die medizinische Abteilung hat in dieser Woche auf jeden Fall gut zu tun, und O’Leary ist ziemlich sicher, dass sich mit Blick auf die nächsten Spiele zu Weidner nicht vier weitere Ausfälle gesellen. „Wenn es gut läuft, kehren drei Spieler zurück.“

Zufrieden war der Trainer mit dem Debütanten Janik Möser, der am Freitag in der Abwehr und am Sonntag im Angriff auflief. „Als Verteidiger findet er sich in einer neuen Mannschaft natürlich leichter zurecht, aber ich bin in unserer Situation froh, dass er auch im Sturm spielen kann“, sagt O’Leary.

Derzeit gibt es am Seilersee also genügend Baustellen, nur auf der Torhüterposition haben die Roosters keine Sorgen. Am Sonntag stand wieder einmal Andreas Jenike zwischen den Pfosten und zeigte eine starke Leistung. „Er hat länger nicht gespielt und war sofort voll da,“ lobt Torwarttrainer Anders Palm. Aber gute Torhüter allein garantieren den Roosters derzeit nicht den Erfolg, ohne eine bessere Angriffsleistung könnte der Abstand zum zehnten Platz sehr bald ziemlich groß werden. Denn am Freitag geht es zum Tabellenzweiten Straubing, und am Sonntag kommt der Tabellendritte Mannheim.

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