Schwimmen

SV Albatros Letmathe übt sich in Geduld

Lesedauer: 3 Minuten
Das Aquamathe ist die sportliche Heimat des SV Albatros Letmathe. Doch trainiert werden konnte hier in den vergangenen 13 Monaten nur noch sporadisch.

Das Aquamathe ist die sportliche Heimat des SV Albatros Letmathe. Doch trainiert werden konnte hier in den vergangenen 13 Monaten nur noch sporadisch.

Foto: Michael May

Letmathe.  Bei der Jahreshauptversammlung hat es im Vorstand nur eine Änderung gegeben.

Jahreshauptversammlungen sind längst nicht nur dazu da, um Posten zu vergeben, Berichte zu verlesen, gegebenenfalls Anpassungen an der Satzung vorzunehmen und Aktivitäten zu planen. In Corona-Zeiten kommt noch ein Schuss Emotionalität hinzu. „2020 – ein Jahr an das sich keiner gerne erinnern möchte!“ Mit diesen Worten begrüßte Natascha Larisch, die Geschäftsführerin des Schwimmvereins Albatros Letmathe die Mitglieder zur längst überfälligen Jahreshauptversammlung.

Die wurde im vergangenen Jahr erst verschoben und dann ganz abgesagt, obwohl Vorstandswahlen auf der Tagesordnung standen. Nun ging die Angelegenheit virtuell vonstatten und beinahe war alles wie immer, nur dass im Rückblick das vorletzte Jahr eine größere Rolle als üblich spielte.

19 Mitglieder weniger sorgen nicht für Beunruhigung

Natascha Larisch ging unter anderem auf das 50-jährige Bestehen des Aquamathe ein, der Sportliche Leiter Philipp Behr rief das 65. Jugend- und Masterschwimmfest im Erinnerung. 578 Starts gab es dabei, 82 entfielen auf die Albatrosse. Dazu kam es, weil die eigene Wettkampfgruppe im letzten Vor-Corona-Jahr nochmals größer wurde. Insgesamt 191 Mitglieder gehörten zum Jahresende dem Verein an. Dass diese Zahl im Laufe des Folgejahres nur um 19 Mitglieder schrumpfte, sehen die Letmather als Erfolg an. Natascha Larisch begründet die Entwicklung mit fehlenden Neuanmeldungen: „Je nachdem wie die Schulferien fallen, bieten wir fünf bis sechs Schwimmkurse für bis zu zwölf Kinder an, von denen erfahrungsgemäß die Hälfte danach mindestens ein Jahr bei uns bleibt.“

Doch 2020 war das Aquamathe nur bis Mitte März normal geöffnet und dann nochmals unter Auflagen von Juni bis Ende Oktober. Seitdem ruht der Trainings- und Wettkampfbetrieb erneut. Die Geschäftsführerin sieht es als problematisch an, auf die Öffnung der Iserlohner Freibäder zu hoffen, „weil wir keine Kooperation mit anderen Vereinen haben“. Ausnahmegenehmigungen für das Aquamathe sind nicht in Sicht. „Mit Sicherheit sind die Verbände aktiv, um Erleichterungen zu erreichen, aber ein Schwimmbadbetrieb lässt sich nicht von jetzt auf gleich wieder hochfahren. Ohne Training machen jedoch auch Wettkämpfe keinen Sinn.“

Beim SV Albatros ist die Hoffnung auf eine Öffnungsperspektive auch deshalb groß, weil 2021 ein Jubiläumsjahr ist. Der Verein feiert sein 25-jähriges Bestehen und dazu soll es eigentlich „ein großes Highlight“ geben. Am Liebsten wäre den Verantwortlichen als Rahmen die 66. Auflage des Jugend- und Masterschwimmfestes im Spätsommer, dem Saisonhöhepunkt.

Verantwortung im Verein tragen mit einer Ausnahme dieselben Leute wie vor der Jahreshauptversammlung. Das bedeutet: Kai Hansen ist als Vorsitzender wiedergewählt worden und mit ihm auch vier weitere von fünf Vorstandsmitgliedern. Zweiter Vorsitzender ist Joachim Penger, Geschäftsführerin Natascha Larisch, Sportlicher Leiter ist nach wie vor Philipp Behr und als Kassenwartin ist Vanessa Maas wiedergewählt worden. Neue Sozialwartin ist Anne Butzkamm, sie übernahm das Amt von Gerald Becker.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Iserlohn Hemer Letmathe

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben