Kriminalität

Stadt setzt auf Null-Toleranz-Linie

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Die Graffiti-Schmiererei am Vereinsheim der Iserlohner TS ist eine von mehreren Vorfällen auf Iserlohner Sportplätzen der jüngeren Vergangenheit.

Die Graffiti-Schmiererei am Vereinsheim der Iserlohner TS ist eine von mehreren Vorfällen auf Iserlohner Sportplätzen der jüngeren Vergangenheit.

Foto: Oliver Bergmann

Iserlohn.  Beschädigungen auf Sportplätzen nehmen in der jüngeren Vergangenheit wieder zu.

Polizeisprecher Dietmar Boronowski berichtet von zwei 18-Jährigen, einem Hemeraner und einem Iserlohner, gegen die momentan ermittelt wird. Die Strafanzeige stellte die Stadt Iserlohn. Die beiden jungen Männer sollen am Mittwoch, 21. März, dabei ertappt worden sein, wie sie mit ihren Motorrädern der 125ccm-Klasse über den Kunstrasenplatz der Garant-Personal-Arena gefahren sind und ihn dabei beschädigt haben.

Das ist nur einer von mehreren Fällen verschiedenen Ausmaßes, die momentan das Sportbüro der Stadt Iserlohn beschäftigen. Dessen Mitarbeiter Sascha Will muss feststellen, dass Beschädigungen in der jüngeren Vergangenheit wieder zugenommen haben.

Am Hemberg-Südhang musste die Schranke dran glauben

Er weiß von frischem Gaffiti am Vereinsheim der Iserlohner TS in der Grüne, auf das es Unbekannte sowieso häufiger abgesehen haben, und von einer abgebrochenen Schranke am Hemberg-Südhang. Auch über diesen Fall ist die Polizei informiert. „Am Sonntag, 29. März, berichtete uns zwischen 20 und 21 Uhr der Hausmeister von der Schranke, die zuvor noch völlig intakt war“, schildert Boronowski.

Zerstörungen, die begangen werden, ziehen umgehend eineAnzeige nach sich. Und, wie die beiden 18-Jährigen es derzeit erleben müssen, kommen die Täter nicht immer unerkannt davon. „Bei uns gibt es eine Null-Toleranz-Grenze“, sagt Will. Jede einzelne Beschädigung werde angezeigt. „Wir öffnen die Stätten, damit Kinder und Jugendliche dort Sport treiben können, und dann passiert so ein Mist.“

Im Fall des Sümmeraner Kunstrasens ist die Sache noch glimpflich ausgegangen. Mitarbeiter des Märkischen Stadtbetriebs Iserlohn/Hemer haben das Fußballfeld neu gebürstet und die Spuren der Motorrad-Aktion waren beseitigt. „Rund 300 Euro hat uns das trotzdem gekostet“, ärgert sich Sascha Will.

Die missbräuchliche Nutzung der Sportanlagen ist kein neues Phänomen. Im Sommer vergangenen Jahres häufte sich klagen der Vereine über Partys in den warmen Sommernächten. Momentan ist es zwar spätestens nach Sonnenuntergang empfindlich kühl, gefeiert und gesoffen wird auf den Anlagen aber weiterhin. „Erst kürzlich haben wir vom ASSV Letmathe von einer Party im Waldstadion erfahren, in Sümmern ist Ähnliches auch schon vorgefallen.“ Will weiß: Solange dieses Problem nicht aus der Welt geschafft ist, wird es die Diskussion um eine Schließung der Sportstätten geben. Es kann keine Rede davon sein, dass das seitens des Sportbüros gewollt ist, aber man ist auch nicht mehr bereit, die mutwillige Zerstörung hinzunehmen.

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