Handball

Spitzenreiter Hamm II deklassiert den HTV

Der HTV Hemer (hier gegen Bergkamen) hatte in Hamm nicht den Hauch einer Chance.

Der HTV Hemer (hier gegen Bergkamen) hatte in Hamm nicht den Hauch einer Chance.

Foto: Michael May

Hamm.  Überforderte Hemeraner haben nicht den Hauch einer Chance und sind schon früh geschlagen.

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Die Niederlage war absehbar, und sie fiel deftig aus. Der Spitzenreiter ließ dem HTV nicht den Hauch einer Chance, war in allen Belangen überlegen und demonstrierte phasenweise seine Extraklasse.


Handball-Oberliga: ASV Hamm II - HTV Hemer 37:24 (20:14). Durch die beiden jüngsten Pleiten, die ja nicht unausweichlich waren, hatte das Selbstvertrauen der Hemeraner gelitten, was keine gute Voraussetzung vor diesem Duell war. Hamm übernahm sofort das Kommando, setzte sich kontinuierlich ab und hatte im Grunde schon zur Pause die Partie entschieden. Danach uferte der Rückstand der Gäste immer weiter aus, und dass das Gegenhalten letztlich überschaubar blieb, passte Trainer Tihomir Knez überhaupt nicht. „So hoch hätte es nicht sein müssen. Aber wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, die eine Klassemannschaft natürlich nutzt.“

Während der HTV in seiner Spielweise aus personellen Gründen limitiert ist, schöpft der Spitzenreiter aus dem Vollen. „Die haben vier Linkshänder, wir nur einen, und der ist A-Jugendlicher“, strich der Coach einen Unterschied heraus. Extrem war die Unterlegenheit der Hemeraner im Rückraum, der (von Jonas Brieden abgesehen) ohne Wirkung blieb, während am Kreis mit den neun Treffern von Voigt und Henkels in etwa Gleichstand herrschte.

Mit im Kader standen diesmal auch die Nachwuchskräfte Wizy und Lübbering, und sein Debüt gab der aus Halingen gekommene Neuzugang Florian Stracke, der aber verständlicherweise noch Anpassungsprobleme offenbarte.

Hamm II: Krömer, Wesemann; Wolff, Pretzewofsky (11/8), Zyska (2), Krieg (2), Sorg (3), Runkel, Gudat (2), Fernandez (10), Kölsch (1), Spieckermann (4), Bihler (2). - HTV: Spiller, Müller, Wizy; Voigt (5), Henkels (4), Trattner, Briatka (5/1), Bjelanovic (2), Stracke, Lübbering (2), Sahlmann, Brieden (6), Frenzel. - Spielverlauf: 4:1 (6.), 6:2 (10.), 10:3 (15.), 13:6 (20.), 16:9 (24.), 19:11 (27.), 19:14 (29.), 23:17 (37.), 28:17 (41.), 32:20 (50.), 35:22 (55.). - Strafzeiten: Hamm 4 - HTV 3.

HTV-Trainer Tihomir Knez: „Es ist schon unglaublich, mit welcher Besetzung eine Mannschaft wie Hamm aufläuft. Die sind nicht ohne Grund der Topfavorit. Wir hatten nicht den Hauch einer Chance, weil wir zu ängstlich agiert und viele Fehler gemacht haben. Die Abwehrarbeit war nicht gut, und deshalb ist es auch so deutlich geworden.“

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