Fußball

SG Hemer wartet geduldig auf neuen Rasen

So präsentierte sich die Overhoff-Arena am Damm am Mittwochmittag. Der alte Kunstrasen ist bereits entfernt, der neue aber noch nicht verlegt.

So präsentierte sich die Overhoff-Arena am Damm am Mittwochmittag. Der alte Kunstrasen ist bereits entfernt, der neue aber noch nicht verlegt.

Foto: Oliver Bergmann

Hemer.  Mannschaften werden nicht auf Biegen und Brechen den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen.

Die SG Hemer übt sich in Geduld. Beim Fußball-A-Kreisligisten sind nach der Aufweichung des Kontaktsportverbots nicht sofort die Bälle hervorgeholt und aufgepumpt worden. Wo sollten die Teams auch trainieren? Die heimische Overhoff-Arena am Damm erhält bekanntlich einen neuen Kunstrasen. Totale Ruhe herrscht im Verein trotzdem nicht, denn kurioserweise befeuerte ein Dementi ein Gerücht: dass nämlich die zweite Mannschaft aus der Liga zurückgezogen werden soll. „Bei unserem Trainerteam Markus und Martin Hegemann stand zuletzt das Telefon nicht mehr still“, wunderte sich Odenhausen.

Zweite Mannschaft hat wichtige Funktionen inne

Er begründet, weshalb die zweite Mannschaft so wichtig ist: „Alle Spieler, die aus unserer eigenen A-Jugend kommen, wollen wir in den Seniorenbereich integrieren. Als ,Unterbau’ ist eine Mannschaft, die auch in der A-Liga spielt, eine gute Sache. Nur das vereinsinterne Duell ist nicht optimal und auch für uns etwas merkwürdig.“ Odenhausen könnte sich natürlich um eine Ausweichstätte bemühen, macht das aber bewusst nicht. „Noch nicht einmal Kindergärten und Schulen haben ihren Regelbetrieb wieder aufgenommen. So lange können wir mit dem Training auch noch warten.“ Das hat auch mit Vorsicht zu tun, sportlicher Erfolg soll nicht über die Gesundheit der Beteiligten gestellt werden.

Für Ende Juli wurde der SG die Rückkehr auf ihre Platzanlage in Aussicht gestellt. Doch die Arbeiten schreiten laut Odenhausen prächtig voran, eventuell ist der neue Kunstrasen schon deutlich früher bespielbar. Dann soll dort ein Trainingslager mit allen Mannschaften aufgeschlagen werden. Ein Hygienekonzept ist eigens dafür aufgestellt worden.

Trainieren würde dann auch die neue D-Jugend, die immer noch nicht weiß, ob sie in der Bezirks- oder Kreisliga antreten wird. Nach derzeitigem Stand wird wie berichtet das Los darüber entscheiden, doch Odenhausen hofft, dass es dazu doch nicht kommt. „Unser Vorschlag ist, dass Dröschede und wir aufsteigen dürfen, und dass es nächstes Jahr einen zusätzlichen Absteiger aus der Bezirksliga gibt. Wir könnten aber auch gut mit einem Entscheidungsspiel leben, das die neuformierten Mannschaften bestreiten.“ Michael Lange, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses, kann Odenhausens Wünsche nachvollziehen, sie aber kaum erfüllen. Um die Zahl der Aufsteiger aus Iserlohn zu erhöhen, müssten andere Kreise ihre Zustimmung geben, und ein Entscheidungsspiel scheitert an der Corona-Schutzverordnung für NRW. Lange verweist auf Paragraf 9, in dem der „nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb sowie jeder Wettkampfbetrieb“ untersagt wird. Laut Lange gilt dieses Verbot bis 31. August.

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