Schach

Schachverein startet in der „Quarantäne-Liga“

Der Schachverein Hemer ist jetzt in der Quarantäneliga aktiv.

Der Schachverein Hemer ist jetzt in der Quarantäneliga aktiv.

Foto: Privat

Hemer.  Hemeraner landen zum Auftakt auf dem zweiten Platz und sind gleich in die nächsthöhere Klasse aufgestiegen.

Während momentan nicht absehbar ist, wann Schachturniere und Mannschaftsspiele wieder an richtigen Schachbrettern ausgetragen werden können, hat sich im Internet ein reger Spielbetrieb für Vereine und sonstige Spielgemeinschaften entwickelt.

Seit Mitte März existiert die so genannte „Quarantäne Liga“, in der zweimal wöchentlich für je zwei Stunden in mittlerweile neun Ligen insgesamt über 20 Zehnergruppen starten. Nahmen dort zunächst überwiegend deutsche Vereine teil, die auch im normalen Spielbetrieb mit ihren Mannschaften aktiv sind, ist das Niveau durch die Teilnahme ganzer Bezirksauswahlteams oder ausländischer Spielgemeinschaften deutlich gestiegen.

Der Schachverein Hemer startete am vergangenen Sonntag in das Turniergeschehen. Von den 16 angetretenen Akteuren wurden die besten sechs gewertet. Für Hemer nahmen unter anderem die beiden Großmeisterinnen Luminita Cosma und Carmen Voicu-Jagodzinsky teil. Unter den drei weiteren Spielerinnen der Frauenmannschaft war auch die 13-jährige NRW-Meisterin Linda Becker, und der amtierende U18-NRW-Meister Moritz Runte gehörte ebenfalls zum Kader. Als einziger Spieler des Teams verfügte Reiner Klüting über Spielpraxis in dem Wettbewerb, hatte er doch in den letzten Wochen für Bochum sogar in der ersten Liga gespielt, war aber kurz vor Turnierstart zu seinem richtigen Verein „gewechselt“.

In den zwei Spielstunden geht es dann darum, viele Punkte gegen die gegnerischen Spieler zu sammeln. Dazu ist es hilfreich, möglichst schnell zu spielen. Das gelang einer neuformierten indischen Mannschaft am besten, so dass Hemer sich nach etwa 20 Minuten mit hoffnungslosem Rückstand auf die Inder auf dem vorletzten Platz der Gruppe befand.

Aber schnell passten sich vor allem die Großmeisterinnen den Turniererfordernissen an. Zudem überzeugten auch Klüting, Runte, der 16-jährige Timo Leonard und Mannschaftskapitän Marc Störing. Den Rückstand zur Spitze holte Hemer zwar nicht mehr auf, aber am Ende stieg man als Tabellenzweiter in die 8. Liga auf, in der es an diesem Donnerstag weitergeht.

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