Eishockey

Iserlohn Roosters stehen vor zwei Mammutaufgaben

Zwei Hoffnungsträger: Die Offensivstärken von Alex Grenier (li.) und Mike Halmo sind gefragt.

Zwei Hoffnungsträger: Die Offensivstärken von Alex Grenier (li.) und Mike Halmo sind gefragt.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Mit Straubing und Mannheim geht es für die Iserlohn Roosters an diesem Eishockey-Wochenende gegen zwei Top-Teams der Liga.

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Komplett verflogen ist der Hauch von Euphorie, mit denen die Iserlohn Roosters vor zwei Wochen in die Deutschland-Cup-Pause gingen. Die haben sie nach starken Auftritten und guten Ergebnissen auf Platz zehn verbracht. Doch das anschließende Null-Punkte-Wochenende wirkte wie ein Schlag in die Magengegend – einhergehend mit dem Sturz auf Platz 13. Davon muss sich das Team schnell wieder erholen. Das heutige Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers (Platz zwei) und das Heimspiel am Sonntag gegen die auf Rang drei liegenden Adler Mannheim haben es in sich.

Roosters-Trainer Jason O’Leary war im Laufe der Woche daher verstärkt als Psychologe gefragt. Vor allem gegen Ingolstadt blieben hochkarätige Torchancen ungenutzt, das nagt am Selbstvertrauen der betroffenen Spieler. „Aber es bringt nichts, wenn man deswegen frustriert ist. Hätten wir 4:1 geführt, wären die Dinger drin gewesen.“ Mehr spielen, weniger überlegen, empfiehlt O’Leary. „Und wir dürfen nicht zu sehr auf die Resultate schauen, sondern müssen mehr auf die die Art und Weise blicken, wie wir spielen.“

In Gesprächen die Spieler wieder aufbauen

Als Beispiel erinnert er an die erfolgreiche Partie gegen Nürnberg zu Monatsbeginn. „Das war eigentlich auch kein Spiel, das gut für uns lief, aber wir haben Selbstvertrauen gezeigt.“ Ganz anders die Ingolstadt-Partie. „Da hat uns das Unterzahlspiel das Momentum genommen.“ Das alles war Gegenstand vieler Gespräche, die Trainer und Spieler miteinander geführt haben. „Auf dem Weg, den wir eingeschlagen haben, müssen wir bleiben, aber wir müssen den Kurs korrigieren.“

Zu der mental schwierigen Situation gesellen sich personelle Probleme. Hinter den Einsätzen von Marko Friedrich, Michael Clarke, Alex Petan und Brett Findlay stehen Fragezeichen, Jake Weidner fehlt definitiv. Diese Situation wirkt sich nicht nur auf das Spieltagsaufgebot aus, sie erschwert auch die Trainingsarbeit, da ständig neue Formationen gefunden werden müssen, was sich vor allem negativ auf das Powerplayspiel auswirkt.

Umso intensiver wurde daran in den vergangenen Tagen gearbeitet. „Nehmen wir Alex Grenier. Er hat jetzt sieben Spiele für uns gemacht, aber er muss jetzt schon zum zweiten Mal mit jemand anderem zusammenspielen. Es braucht Zeit, bis es funktioniert.“ Doch auch aus dieser Situation zieht Jason O’Leary etwas Positives. „Die Jungs haben sehr gut trainiert.“

Den heutigen Gegner Straubing beschreibt er kurz und präzise: „Sie spielen schnell, aggressiv und sie sind offensivstark.“ Das ist noch freundlich ausgedrückt. 76 Mal ließen es die Tigers krachen, bei ihnen handelt es sich um das mit Abstand torgefährlichste Team der Liga. Eine persönliche Erwartung für das Gastspiel in Bayern lieferte O’Leary gleich mit: „Wir müssen diszipliniert, konstant und mit Herz spielen.“ Das hat in dieser Saison immer dann besonders gut funktioniert, wenn die Wenigsten etwas von den Roosters erwarteten.

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