Eishockey

Iserlohn Roosters sind zurück im Rampenlicht

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Einen Kämpfertypen wie Marko Friedrich hilft jeder Mannschaft. Gegen Nürnberg und Straubing spielen Tim Fleisch und Julian Lautenschlager an seiner Seite.

Einen Kämpfertypen wie Marko Friedrich hilft jeder Mannschaft. Gegen Nürnberg und Straubing spielen Tim Fleisch und Julian Lautenschlager an seiner Seite.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Die ersten Heimspielgegner nach dem österlichen Corona-Chaos heißen Nürnberg und Straubing.

Bei den Iserlohn Roosters steht der Sport wieder im Mittelpunkt. Die volle Konzentration gilt der Verteidigung des Play-off-Platzes und dem Heimspiel-Doppelpack gegen die Nürnberg Ice Tigers (heute, 18.30 Uhr) und die Straubing Tigers (Freitag, 19.30 Uhr). Ein Ausblick auf diese beiden Partien war aber ohne den Blick in den Rückspiegel nicht möglich, als sich Trainer Brad Tapper am frühen Mittwochnachmittag im ECD-Retro-Kaputzenpulli den Fragen der Journalisten stellte.

Denn so lange nicht geklärt, was mit dem ausgefallenen Gastspiel der Roosters bei den Straubingern passiert, hallen die turbulenten Ereignisse des Osterwochenendes noch nach. Eine Option wäre der Tausch des Heimrechts gewesen. Schließlich sind die Niederbayern am Freitag vor Ort – warum sollte man sie also nicht in einem Hotel unterbringen, so dass am Samstag gleich nochmals gegeneinander gespielt werden kann?

Doppelpack gegen Straubing erteilt Tapper eine Absage

„Nein“, sagte Brad Tapper zu dieser Idee. „Das wäre zu viel für die Spieler.“ Zu groß ist seine Sorge, dass sie diesen Viererpack nicht unbeschadet überstehen, schließlich warten am Sonntag bereits die Augsburger Panther auf die Roosters, und überhaupt stehen, beginnend mit der Partie gegen Nürnberg, sieben Spiele in elf Tagen an. Da helfe es auch nicht, dreimal in Folge zuhause spielen zu dürfen. Am 18. April geht die Hauptrunde mit dem Spiel in München zu Ende. Tapper geht es dabei in erster Linie noch nicht einmal um die Belastungen durch die Spiele, sondern um die fehlende Regenerationszeit, die wiederum körperliche Folgen nach sich ziehen könnte.

Heiß sei seine Mannschaft jedenfalls. Das sollte man zwar von einer ambitionierten Profi-Truppe generell erwarten dürfen, aber die Freude, wieder aufs Eis zu dürfen, war während der maximal 60 Minuten lagen Einheiten an den vergangenen beiden Tagen außergewöhnlich groß und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Tatenlos blieben die Spieler auch während der knapp 72-stündigen Quarantäne nicht. Tapper sorgte dafür, dass sich jeder seiner Schützlinge per Video auf die nächsten Gegner gefasst machen konnte.

Den Nürnbergern spricht er eine außergewöhnliche physische Stärke zu, bei seinem eigenen Team freut ihn indes die Entwicklung, dass es nicht mehr so statisch spielt. „Im Vergleich zum Saisonbeginn ist bei uns viel mehr Bewegung drin.“

Umstellungen und eine unangenehme Entscheidung

Er kündigte zudem bereits einige Umstellungen an. Marko Friedrich, Julian Lautenschlager und Tim Fleischer werden die vierte Angriffsreihe bilden, Jake Weidner verbleibt als einziger Stürmer im Vergleich zum jüngsten Spiel gegen Mannheim in Reihe drei, da auch Yannik Proske nicht neben ihm auflaufen kann. Der 17-Jährige ist zu einem Lehrgang der U18-Nationalmannschaft eingeladen worden, er wird erst am Montag zurück am Seilersee erwartet. Und eine unangenehme Entscheidung ist auch noch zu treffen: Entweder für Nils Elten oder Erik Buschmann wird es keinen Platz im Kader geben. Im Tor setzt Tapper erneut auf Andreas Jenike.

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