Rollhockey

Rollhockey-Damen am Ende nur auf Rang sechs

Die ERGI-Spielerinnen waren mit dem Abschneiden des deutschen Teams bei den World Roller Games nicht voll zufrieden.

Die ERGI-Spielerinnen waren mit dem Abschneiden des deutschen Teams bei den World Roller Games nicht voll zufrieden.

Barcelona/Iserlohn.  Unglückliche Vorrunde bei WM ausschlaggebend.

Die deutsche Rollhockey-Nationalmannschaft der Frauen hatte sich von ihrem Auftritt bei den World Roller Games in Barcelona gewiss mehr versprochen. Im WM-Turnier musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Quim Puigvert mit dem sechsten Platz zufrieden geben, nachdem die Vorrunde mit zwei ganz knappen Niederlagen höchst unglücklich verlaufen war. „So ist das in diesen engen Spielen. Manchmal gewinnt man sie, manchmal eben nicht. Da war Pech dabei“, meinte Spielführerin und ERGI-Spielertrainerin Maren Wichardt.

Als Gruppenletzter musste das deutsche Team mit den Iserlohnerinnen Katharina und Franziska Neubert das Viertelfinale gegen Spanien bestreiten und stand nach dem 0:7 in der Runde um Platz fünf. Hier gelang beim 3:2 (0:1) gegen Frankreich der ersehnte erste Sieg.

Im Spiel um Platz fünf schwindet am Ende die Kraft

Die Französinnen lagen in einer hart umkämpften Partie durch einen Konter in der ersten Halbzeit und durch einen abgefälschten Ball sechs Minuten nach Wiederbeginn mit 2:0 in Front, ehe Maren Wichardt für den Anschluss sorgte (25.). Nach dem Unterzahltor zum 2:2 durch Giersch (37., auf Wichardts Zuspiel) traf die Iserlohnerin selbst per Distanzschuss auch zum 3:2 (50.). Im Anschluss scheiterte Frankreich, das im Schlussspurt mächtig aufdrehte, noch mit einem Direkten, so dass die Puigvert-Schützlinge im Spiel um Platz fünf standen, das sie wie schon in der Gruppenphase gegen Portugal führte.

Anders als beim 1:2 vom Dienstag wurde es diesmal deutlicher. Beim 3:7 (3:4) startete das deutsche Team unkonzentriert, zog aber dennoch durch Maren Wichardt (6.) in Front. Doch dann wendete sich das Blatt. Portugal ging durch einen Doppelschlag innerhalb von acht Sekunden mit 2:1 in Führung und erarbeitete sich anschließend zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung, aber Wichardt verkürzte (3:2, 12. und 4:3 per Penalty, 22.). Sechs Minuten nach der Pause fiel das 5:2. Deutschland wehrte sich, doch allmählich machte sich der Substanzverlust bemerkbar und die Konzentration schwand.

Die Vorentscheidung war perfekt, als Portugal nach dem zehnten deutschen Teamfoul einen Direkten zum 6:3 (38.) nutzte. Der Schlusspunkt folgte vier Minuten vor dem Abpfiff. „Das war sicher unser schlechtestes Turnierspiel“, meinte Maren Wichardt und verwies auf die ansonsten so stabile Abwehr, die diesmal zahlreiche Lücken aufwies. Und das wurde bestraft. Im Spiel um Bronze setzte sich Chile mit 3:0 gegen Italien durch, während Spanien den Weltmeistertitel durch das 8:5 gegen Argentinien verteidigte.

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