Basketball

Nun Ehrenmitglied auf Lebenszeit

Emotional verlief die Verabschiedung von Kris Schwarz.

Emotional verlief die Verabschiedung von Kris Schwarz.

Foto: Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Gelungene Verabschiedung von Kristof Schwarz nach Derbyniederlage.

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Er hätte sich sicher günstigere Umstände gewünscht als die fünfte Niederlage in Folge, doch einen besseren Rahmen hätte es für die Verabschiedung von Kristof Schwarz bei den ProB-Basketballern der Iserlohn Kangaroos nicht geben können. Die meisten der rund 1000 Zuschauer blieben ebenso in der Halle wie die Spieler der Gäste.

Flankiert von der Mannschaft ergriff Manager Michael Dahmen das Wort und beschrieb die Bemühungen und die Freude, als es 2011 endlich gelungen war, den Spielmacher nach Iserlohn zu lotsen. Kris Schwarz wirkte, begleitet von seiner Frau Nathalie, sichtlich berührt und freute sich, dass auch langjährige Mitspieler wie Jonas Grof, Niklas Geske und Torben Paulsen gekommen waren, um ihn vor Beginn seines neuen Lebensabschnitts in den USA zu verabschieden.

„Es waren definitiv die schönsten acht Jahre meiner Karriere“, sagte Schwarz schließlich und war überrascht, dass sein Trikot zum Abschluss der Ehrung unter die Hallendecke gezogen wurde. Doch damit nicht genug, denn der bei den Fans überaus beliebte Akteur musste trotz Niederlage mit seinem Team die „Humba“ anstimmen und wurde zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt. Fortan kann er wie die Gründungsväter des Vereins die Spiele besuchen, ohne zu zahlen.

In den 40 Minuten zuvor war Kris Schwarz, der 2:38 Minuten zum Einsatz kam und einen Dreier zur ersten kleinen Aufholjagd der Kangaroos zum 20:30 beisteuerte, auf eine letzte Berg- und Talfahrt mit seinem Team gegangen. Die endete beinahe tragisch, weil man nach dem 85:85 zwölf Sekunden vor Schluss den letzten Angriff der Bochumer nicht entscheidend verteidigt bekam und die Partie verlor.

Mit dieser Schlappe geraten die Iserlohner immer mehr in die Bredouille und müssen nun unbedingt punkten. Das wird vor allem im nächsten Auswärtsspiel in Wedel alles andere als leicht, aber auch das nächste Heimspiel gegen Oldenburg am 7. Dezember ist kein Selbstläufer. Die ebenfalls am Tabellenende herumdümpelnden Niedersachsen haben bereits Ex-Kangaroo Marcel Keßen aus dem Bundesligateam in die ProB-Mannschaft beordert. In Münster hätte das beinahe schon zum Erfolg geführt. Am Ende gab es eine knappe 56:58-Niederlage.

Bei den Kangaroos selbst beschwört man derweil weiter den Teamgeist. „Die Mannschaft hat ihren Charakter gezeigt“, freute sich Michael Dahmen über die starke Aufholjagd und bleibt davon überzeugt, dass man aus der prekären Situation wieder herauskommt.

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