Sportplätze

Neue Corona-Verordnung wirft Fragen auf

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Es droht die nächste Sperrung der Sportplätze.

Es droht die nächste Sperrung der Sportplätze.

Foto: Foto: Markus WASSMUTH

Iserlohn.  Vor Ort bleiben die Sportplätze bis Montag geöffnet, aber das weitere Vorgehen ist ungewiss.

Bis Sonntag gilt noch die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes, die Sport im Freien unter anderem für bis zu 20 Kinder und Jugendliche erlaubt, sofern sie nicht älter als 14 Jahre sind. Und davon wird auch Gebrauch gemacht, auf den Sportplätzen vor Ort ist nachmittags regelmäßig Betrieb. Ob Fußballer, Hockeyspieler oder Leichtathleten: Sie alle nutzten diese Trainingsmöglichkeit.

Auch die Handballer wechselten wegen nach wie vor verschlossener Hallen ins Freie. So sind fünf Mannschaften des HTV Hemer auf der Außenanlage des Woeste-Gymnasiums aktiv. „Vor allem die Kleinen wollen wieder gemeinsam trainieren“, berichtet Jugendleiter Lars Heierhoff. Noch vor drei Wochen durfte er über eine Rückkehr in die Halle nachdenken, denn zu den damals geplanten Öffnungsschritten gehörte für die letzte Märzwoche auch kontaktfreier Sport in der Halle, je nach Inzidenzwert nach einem tagesaktuellen Schnelltest. Davon spricht heute niemand mehr.

Die Schnelltests könnten auch ein Thema werden, wenn ab Montag die neue Corona-Schutzverordnung gültig wird. Darin gibt es zunächst einmal keine Änderungen zum Thema Sport im Freien. Die Voraussetzung: Der Inzidenzwert liegt unter 100. Ist das nicht der Fall, greift die Corona-Notbremse. Und die sieht vor, dass Kinder- und Jugendtraining dann nur noch in bis zu zehnköpfigen Gruppen durchgeführt werden kann.

Andererseits räumt das Land den Kommunen aber die Möglichkeit ein, die aktuell geltende Regelung beizubehalten, wenn ein tagesaktueller Corona-Schnelltest vorgelegt wird. „Wie soll man das an den Plätzen kontrollieren“, fragt Iserlohns Sportbüroleiter Ralf Horstmann. Er will am Montag mit dem Bürgermeister über das weitere Vorgehen beraten. Für diesen Tag muss noch kein Training abgesagt werden, aber was dann kommt, ist offen.

Ziemlich gleichgültig kann es dem Hockey-Nachwuchs des TuS Iserlohn sein, denn der hat schon am Mittwoch den Trainingsbetrieb am Hemberg wieder eingestellt. „Wenn die Schulen geschlossen werden, hat das keinen Sinn mehr“, sagt Abteilungsleiter Hans-Jürgen Becker. Ihm gingen die Lockerungsschritte ohnehin zu weit, er setzte von vornherein lieber auf Vorsicht. So mussten am Rande des Spielfeldes Masken getragen und Abstände eingehalten werden. Und auf Zweikämpfe wurde bei den Übungseinheiten ganz verzichtet.

Die neue Verordnung gilt bis zum 18. April, und sie beinhaltet auch, dass es bis Ende Mai keine Veranstaltungen geben soll. An eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, etwa im Fußball, ist somit eher nicht zu denken.

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