Kinderturnen

Mit Spaß Ängste überwinden

Beim „Rollenden Kibaz“, dem Kinderbewegungsabzeichen, war Radfahren mit viel Geschick und Feingefühl gefragt. Die Eltern durften den Nachwuchs dabei kräftig unterstützen. 

Beim „Rollenden Kibaz“, dem Kinderbewegungsabzeichen, war Radfahren mit viel Geschick und Feingefühl gefragt. Die Eltern durften den Nachwuchs dabei kräftig unterstützen. 

Foto: Miriam Mandt-Böckelmann

Iserlohn.  Die Kinder-Turngruppen des TuS Iserlohn weichen kurz vor den Ferien auf das Fahrrad aus.

Die kleine Emma schaut ängstlich auf den Hindernis-Parcours vor sich: Wird sie es schaffen, die losen Holzbretter und die Rampe mit ihrem Kinder-Fahrrad zu überwinden? Emmas Mama macht ihr Mut, aber die Fünfjährige bleibt skeptisch. Dann, ein Blick in Papas aufmunterndes Gesicht, und Emma legt los: Mit Schwung drehen ihre Beine die Kurbel, sie steuert genau und meistert den Parcours souverän – so wie auch die anderen neun Stationen des „Rollenden Kibaz“, des Kinderbewegungsabzeichens mit Rollern, Lauf- oder Fahrrädern, das die Übungsleiterinnen der Kinder-Turngruppen des TuS Iserlohn an zwei Nachmittagen am Hemberg-Stadion organisiert haben.

Übungsleiterin Claudia Becker erklärt: „Anfang März hatten wir coronabedingt das letzte Mal Turnen und wir wollten die Kinder wenigstens noch einmal vor den Ferien sehen. Hier draußen ist viel Platz und wir können mit Abstand zusammen Sport treiben.“ Die verschiedenen Stationen von der „Pylonen-Fahrt“ über den „Rad-Limbo“ bis zum „Fahrrad-Memory“ stellen unterschiedliche Anforderungen an die Kinder: „Wir schulen mit den Übungen das Balance- und Reaktionsvermögen, das Gefühl für Geschwindigkeit – und natürlich das soziale Miteinander“, so die Übungsleiterin.

Das Erfolgserlebnis stärke die Kinder und mache ihnen Mut, sich selbst etwas zuzutrauen. Und nicht nur das: „Kinder haben feine Antennen. Sie spüren, dass die momentane Situation die Eltern belastet und entwickeln selbst Ängste. An so einem Spiele-Nachmittag ist das alles vergessen, die Kinder sollen einfach nur Spaß haben“, sagt Claudia Becker. Und wie es sich für einen Wettbewerb gehört, darf auch eine richtige Urkunde nicht fehlen. Emma hält sie stolz in die Kamera. Sie hat ihre Ängste überwunden und ist eine echte Siegerin.

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