Sportstätten

Lichte Kammer soll attraktiver Sportlertreff werden

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Iserlohn.  Initiative zur sinnvollen Nutzung des alten Sportplatzes gestartet. Discgolf, Mountainbike-Strecke und Soccerfeld geplant

Es war wohl nie angesagter, über geeignete Sportmöglichkeiten im Freien nachzudenken als in Pandemiezeiten. Hier werden echte Aktivitäten in größeren Gruppen sehr viel früher möglich sein als in Hallen, auch wenn sich die Politik mit der Einsicht schwer tut, dass ein Sportverbot an der frischen Luft mehr Schaden als Nutzen beschert.

Unter diesem Aspekt betrachtet ist die Initiative in der Iserlohnerheide besonders bemerkenswert, denn die widmet sich dem ehemaligen Sportplatz Lichte Kammer, der seit sieben Jahren zunehmend verwahrlost, weil es keine organisierte Nutzung gibt. Das soll sich ändern. Heiner Hofmann hatte einen Ortstermin initiiert, an dem Vertreter von Politik, Sport sowie der benachbarten Offenen Ganztagsschule und des Kindergartens teilnahmen.

15.000 Quadratmeter Fläche, auf der die rote Asche allmählich immer grüner wird, sollen endlich sinnvoll genutzt werden. Und das möglichst schnell, denn der Platz wird wahrscheinlich nicht dauerhaft als Sportanlage zur Verfügung stehen. Ein geplanter Neubau des Schulgebäudes könnte an dieser Stelle in Angriff genommen werden. Es geht also darum, die vorhandene Fläche in einen akzeptablen Zustand zu bringen und anschließen dort Einrichtungen für diverse Aktivitäten zu schaffen.

Die Förderanträge sindbereits gestellt

So soll hier Discgolf angeboten werden, und der Mendener Peter Hennecke nutzte die Gelegenheit, um diesen Sport den Anwesenden vor Ort zu demonstrieren. Der Standort sagt ihm zu, und die diversen Gerätschaften könnten in einem Container auf dem Gelände gelagert werden. Auch durch das Engagement des TuS soll gelingen, Discgolf in Iserlohn zu etablieren.

Ebenfalls aus den Reihen des TuS, konkret aus dessen Mountainbike-Abteilung, ist Hilfestellung zu erwarten, wenn es um die Errichtung eines Mountainbike-Parcours an der Lichten Kammer geht. Heiner Hofmann: „Die brauchen viel Erde, um eine Strecke zu bauen, und wenn am Kindergarten angebaut wird, könnte man den Erdaushub gleich hierhin schaffen:“

Die größte Investition würde eine weitere Nutzungsidee erforderlich machen, denn auch ein Soccercourt ist angedacht. Hier muss mit 10.000 Euro für eine ordentliche Anlage kalkuliert werden. Darüber hinaus wird der ehemalige Fußballplatz auch als idealer Standort angesehen, um hier eine der für Iserlohn geplanten Sport-Boxen zu errichten. Die enthalten diverse Trainingsgeräte zur individuellen Nutzung.

Dass eine attraktiv gestaltete Sportfläche im Stadtteil gut frequentiert würde, ist für alle Beteiligten naheliegend, nicht allein wegen der angrenzenden Schule. Geklärt werden müssen jedoch der gesamte Finanzbedarf für das Projekt sowie die Fördermöglichkeiten. „Anträge sind bereits gestellt“, versicherte die Schulausschussvorsitzende Delia Imhoff, die auf eine Bewilligung in den nächsten Wochen hofft. Die ebenfalls beim Ortstermin anwesend Sportausschussvorsitzende Sylvia Patscher sagte ihre Unterstützung zu, und Günther Nülle, der Chef des Kreissportbundes, kann sich vorstellen, dass auch die vom Land initiierte Förderung für Outdoor-Sportanlagen ein Thema wird. Zumal mobile Einrichtungen, die nach einigen Jahren an anderer Stelle weitergenutzt werden können, nicht von der Förderung ausgenommen sind.

Heiner Hofmann ist jedenfalls zuversichtlich, dass nun etwas in Gang kommt. „Wir müssen natürlich mit KIM über die Themen Versicherung und Unterhalt der Anlage sprechen. Aber wenn sich so viele Interessenvertreter einig sind und an einem Strang ziehen, dann wird hier etwas in Gang kommen. Je schneller, desto besser.“

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