Eishockey

Kleine Serie der Iserlohn Roosters reißt

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Alex Grenier wurde von den Mannheimern erfolgreich in Schach gehalten.

Alex Grenier wurde von den Mannheimern erfolgreich in Schach gehalten.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Lange Zeit begegnete das Team von Coach Brad Tapper den Adler Mannheim auf Augenhöhe.

Vier Spiele in Folge punkteten die Iserlohn Roosters zuletzt, aber diese kleine Serie ist am Gründonnerstag gerissen. Hauptverantwortlich dafür waren die Adler Mannheim mit ihrer unbestritten hohen Qualität. Doch mit mit einem auch nur halbwegs so gefährlichem Powerplayspiel, wie es die Roosters in dieser Saison schon mehrfach aufs Eis gebracht haben, wäre wahrscheinlich mehr drin gewesen.


Eishockey, DEL: Iserlohn Roosters - Adler Mannheim 2:4 (1:1, 0:2, 1:1). 2:4 hieß es am Seilersee nach 60 Minuten. Die Gäste gingen durch David Wolf (2.) früh in Führung, zu diesem Zeitpunkt spielten sie bereits in Überzahl. Die Roosters zählten beim ersten Wechsel nicht richtig durch, so dass zu viele Spieler auf dem Eis standen. Nur wenige Minuten später musste Casey Bailey eine Strafe verbüßen, doch in Unterzahl traf Joel Lowry nach Zuspiel von Brent Raedeke zum Ausgleich (7.). In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichtem Chancenplus für die Hausherren.

Chancen wie am Fließband im zweiten Drittel

Besser aus der ersten Pause kam aber der Titelanwärter aus der Kurpfalz, der Pech hatte, als Stefan Loibls Schuss an den Innenpfosten nicht die Torlinie überquerte. Auf der anderen Seite scheiterte Brent Aubin aus kurzer Distanz. Ausgerechnet in In Iserlohns zweiter Powerplayphase machte Andy Jenike drei große Mannheimer Chancen zunichte. Kaum waren die Gäste wieder vollzählig, wurden die zum zweiten Mal in dieser Saison in Rot spielenden Hausherren ebenfalls dreimal hintereinander gefährlich, Erst vergab Marko Friedrich, dann Steve Whitney und schließlich Jake Weidner. Das Tor, das förmlich in der Luft lag, erzielten aber die Adler, nach exakt 33 Minuten war erneut Wolf zur Stelle. Jetzt wollte Mannheim mehr. Gegen Sean Collins war Jenike noch zur Stelle, aber beim 1:3 durch Tommi Huhtala (38.), war er machtlos. In der Entstehung dieses Tores sahen alle Roosters ganz schlecht aus.

Es war eine gewaltige Hypothek, mit der Iserlohn ins Schlussdrittel ging. Für Hoffnung sorgte ein Fünf-gegen-Drei-Überzahlspiel, doch sie erwies sich als unbegründet. Statt den Anschlusstreffer zu erzielen, kassierte das Team von Brad Tapper in der 43. Minute das 1:4. Trotz der deutlichen Tendenz wurde die Begegnung immer zerfahrener. Es gab allein in diesem letzten Abschnitt fünf Zeitstrafen gegen die Roosters und drei gegen Mannheim. Das letzte Überzahlspiel nutzte schließlich Casey Bailey zum Schlusspunkt (59.). Ausführlicher Bericht folgt.


Iserlohn Roosters: Jenike - Ankert, Reinhart; O’Connor, Raymond; Riefers, Baxmann; Buschmann - S. Whitney, Raedeke, Lowry; Bailey, Grenier, J. Whitney; Proske, Weidner, Lautenschlager; Aubin, Jentzsch, Friedrich.

Adler Mannheim: Endras - Larkin, Lehtivuori; Reul, Akdag, Krupp, Katic; Wirtz - Plachta, Smith, Wolf; Krämmer, Desjardins, Leier; Shinnimin; Collins, Eisenschmid; Huhtala, Loibl, Elias.

Tore: 0:1 (1:33) Wolf (Katic, Collins/5-4), 1:1 (6:00) Lowry (Raedeke, Ankert/4-5), 1:2 (33:00) Wolf (Larkin, Smith), 1:3 (37:00) Huhtala (Loibl), 1:4 (42:23) Shinnimin (Collins, Larkin), 2:4 (58:26) Bailey (Reinhart, Whitney).

Schiedsrichter: Kohlmüller, Schrader - Strafminuten: 14 + 10 (O’Connor) + 10 (Bailey) - 16

Brad Tapper (Iserlohn): „Ich bin stolz auf die Jungs. Sie und überhaupt das ganze Team sind ganz eng zusammen gerückt und haben sich in den letzten sechs Wochen gegen die besten Teams der Liga behauptet. Die Mannschaft hat extrem hart gearbeitet und alles gegeben. In den Eins-zu-Eins-Situationen müssen wir uns aber noch besser behaupten.“

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