Basketball

Kangaroos vor den entscheidenden Spielen

Dennis Teucher, hier im Heimspiel gegen Schwelm, kann vorerst nicht für die Kangaroos punkten.

Dennis Teucher, hier im Heimspiel gegen Schwelm, kann vorerst nicht für die Kangaroos punkten.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Sechs Runden vor Schluss sinkt die Play-off-Chance

Dieser 16. Spieltag war ein Schlag ins Kontor beim Basketball-ProB-Ligisten Iserlohn Kangaroos. Musste man von der eigenen Niederlage in Itzehoe fast ausgehen, kamen Oldenburgs Sieg in Bernau und die Packung der Bochumer in Dresden doch unerwartet. Vor allem durch den Sieg der Sachsen sind die Play-off-Ränge sechs Spieltage vor Ende der Hauptrunde satte sechs Punkte entfernt – ein Rückstand, der kaum noch aufzuholen sein dürfte.

„So lange rechnerisch noch etwas möglich ist, glauben wir an unsere Chance“, heißt es fast schon stereotyp aus dem inneren sportlichen Zirkel der Kangaroos. Aber jetzt kommen die entscheidenden Spiele, beginnend mit dem Heimauftritt am Samstag gegen Dresden. Dort muss ein Sieg her. Und selbst wenn der nicht die Play-offs bringen sollte, geht es ab sofort darum, Punkte für eine möglichst gute Ausgangsposition in den Play-downs zu sammeln.

Play-downs laufen nach einem neuen Muster ab

Mit denen haben die Iserlohner keinerlei Erfahrung, und die laufen in dieser Saison laut Ausschreibung erstmals nach anderem Muster als bisher ab. Da in der ProA ausnahmsweise 17 Vereine spielen, gibt es drei statt zwei Absteiger. Dementsprechend müssen fünf Teams die beiden ProB-Staffeln verlassen. Wer das sein wird, hängst erstmals nicht von den Platzierungen, sondern von den in der Hauptrunde und in den Play-downs erreichten Punkten ab. Zwar laufen diese wie gehabt unterteilt nach Nord und Süd ab, doch am Ende werden die Tabellen verglichen und eine endgültige Reihung erstellt. Im Süden hat Schlusslicht Erfurt nur zwei Siege, Aufsteiger Oberhaching vier. Jeweils sechs Siege haben die Farmteams aus München, Frankfurt und Ulm.

Momentan sieht es im Norden so aus, als würden sich die Kangaroos vor allem mit Aufsteiger Düsseldorf um eine möglichst gute Ausgangsposition streiten. Stahnsdorf mit nur drei Siegen hat schlechte Karten. Der Klub aus der Landeshauptstadt hat zuletzt viel dafür getan, dem Abstieg zu entgehen. Drei neue Akteure wurden geholt, wobei vor allem Jamal Smith, der mit einem niederländischen Pass spielt, hervorragend einschlug. Insgesamt spielt Düsseldorf jetzt mit drei EU-Importen und einem US-Akteur. Zudem gab es einen Trainerwechsel. Der neue Mann heißt Kevin Magdowski und trainierte auch schon Phoenix Hagen in der ProA. Mit frischem Wind gelang es am Samstag, Schwelm zu ärgern. Am 8. Februar kommt es in Iserlohn zum direkten Duell.

Für die Kangaroos gibt es auf dem Spielermarkt keine Möglichkeiten mehr, tätig zu werden. Einen Tag vor der Verletzung von Dennis Teucher, ist die Wechselfrist am 10. Januar abgelaufen. Somit bleibt nur, sportlich noch enger zusammenzurücken, um die kritischste Situation der jüngeren Vereinsgeschichte zu meistern.

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