Basketball

Kangaroos-Nachwuchs auf dem richtigen Weg

Die U16, hier beim Korbwurf gegen die BG Hagen, spielte eine herausragende Regionalligasaison.

Die U16, hier beim Korbwurf gegen die BG Hagen, spielte eine herausragende Regionalligasaison.

Foto: maximilian karacic

Iserlohn.  Auch wenn es nicht überall zu Top-Platzierungen gereicht hat – die Entwicklung stimmt

Mit der Bewertung einer Saison bei Nachwuchssportlern ist das so eine Sache. Denn mit dem Blick auf die Abschlusstabelle oder die nackten Ergebnisse ist es häufig nicht getan. Vielmehr steht die Entwicklung der Jugendlichen im Vordergrund.

So sehen es grundsätzlich auch die Verantwortlichen der Iserlohn Kangaroos. Aber wenn Entwicklung und Ergebnisse stimmen, hat natürlich auch niemand etwas dagegen. Milos Stankovic, der in der letzten Serie neben dem Profi-Team auch die U16 trainierte, kann das von seinen Talenten behaupten. Sie marschierten in der Regionalliga souverän vorneweg, leisteten sich in 18 Spielen nur eine Niederlage.

Förderverträge für Metz, Majda und Marei

„Wir haben uns als Team weiterentwickelt, viele haben einen großen Schritt nach vorne gemacht“, lobt er und attestiert seinen Spielern, an ihre Grenzen gegangen zu sein. Stolz ist er auf Magnus Metz und Leonard Majda, die einen Fördervertrag erhalten haben. Paris Konstantinidis darf sich als U18-Trainer freuen, denn einige Leistungsträger rücken in seine Regionalligamannschaft auf. „Wir werden ein starkes Team bekommen“, frohlockt er, wenngleich völlig neu aufgebaut werden muss. Nur zwei Spieler bleiben, alle anderen rücken in den Seniorenbereich auf, darunter auch Elias Marei, der in den Kader des ProB-Teams drängt. Mit Platz drei hinter Bonn und Leverkusen kann er gut leben, obwohl man phasenweise vorneweg marschierte. „Man darf nicht vergessen, dass wir erst aufgestiegen sind. Unser Ziel war daher ein Platz im Mittelfeld, aber wir haben schnell gemerkt, dass wir mehr erreichen können. Um ganz oben zu bleiben, war aber der Kader zu klein.“ Erfolgreich spielte das Team auch im Pokalwettbewerb, in dem sie das Final 4 erreichte. Ob Konstantinidis den Neuaufbau begleiten wird, ist noch offen, möglicherweise tritt der 66-Jährige aus Altersgründen kürzer.

Die Entwicklung der Spieler in den Jahrgängen U10, U12 und U14 ist zuletzt Chefsache gewesen. Martin Miethling hat sie trainiert, vor einem Jahr ist er als Nachwuchskoordinator bei den Kangaroos eingestiegen. Mit Blick auf die U14, die in der höchsten Klasse, der Regionalliga mitgemischt hat, spricht er von einem harten Jahr. Erfolgserlebnisse gab es zunächst in elf Spielen nur zwei, was in der Zwölferliga Platz zehn bedeutete. In der anschließenden Platzierungsrunde setzte es in sechs Spielen sechs Niederlagen.„Sechs, sieben Teams waren uns körperlich einfach überlegen“, sagt er und nennt ein prägnantes Beispiel: „In Paderborn konnten mir vier Spieler in die Augen gucken – und ich bin 1,98 Meter groß. Aber das hat meine Mannschaft gut weggesteckt. Wir sind zusammengewachsen und haben als Team gespielt.“ Aus diesem stoßen maximal vier Spieler zur U16, „nur“, wie Miethling anfügt und erläutert. „Aber dabei handelt es sich um Leistungsträger.“

Regeländerungen machen Basketball attraktiver

Doch es gibt reichlich Nachwuchs. „Der U10- und U12-Bereich boomt, da gibt es einen Riesenzulauf“, freut er sich. Er führt das auf einige Regeländerungen zurück. „Gespielt wird in Achteln, und jeder Spieler muss zwei Achtel durchspielen.“ Das garantiert auch den schwächeren Spielern Einsatzzeit. „Außerdem wird Vier gegen Vier gespielt und die Sekundenbegrenzung ist weggefallen. Das hat sich alles gut etabliert.“

Sportlich reichte es zunächst für die U12 in der zweiten Jugendregionalliga nur zu Platz sieben, womit die Platzierungsrunde der sechs Besten verpasst wurde. „Ich habe das Team erst nach dem Sommer kennengelernt. Es hat dann nach einem schwierigen Start eine Mega-Entwicklung hingelegt.“ Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs lag es bei einem Spiel weniger auf Platz eins der Platzierungsrunde. Auch für die U10 sei mehr möglich gewesen. „Aber wir hatten vor allem in der Rückrunde mit Verletzungen zu kämpfen.“ So wurde in der Jugendoberliga, der höchstmöglichen Klasse, Platz acht von elf Teams erreicht.

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