Basketball

Kangaroos nach Fehlstart am Ende glücklos

Die Kangaroos verloren auch ihr Heimspiel gegen Bochum.

Die Kangaroos verloren auch ihr Heimspiel gegen Bochum.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  85:87-Niederlage gegen Bochum mit der Schlusssirene. Ehrung für Ex-Kapitän Kristof Schwarz.

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Basketball-ProB-Ligist Iserlohn Kangaroos kommt aus der Krise nicht heraus. Auch das so wichtige Heimspiel gegen den Westrivalen Bochum wurde in letzter Sekunde verloren. Es war die fünfte Niederlage in Folge. Das ist ein neuer Negativrekord seit dem Wiederaufstieg 2014, zudem war es die dritte Heimpleite in Serie.


2. Basketball-Bundesliga ProB Nord: Iserlohn Kangaroos – VfL SparkassenStars Bochum 85:87 (11:30/34:49/ 58:74). Keine Frage: Vor knapp 1000 Zuschauern in der Matthias-Grothe-Halle, die, sofern sie es mit den Gastgebern hielten, ihr Team bedingungslos unterstützten, bewahrheitete sich erneut die Erkenntnis, dass das Glück fehlt, wenn man im Tabellenkeller steht. Allerdings trugen die Hausherren auch ihren Teil dazu bei, dass die Gäste stets mit breiter Brust durch den Abend gingen.

14 Fouls gegen Iserlohnund nur vier gegen Bochum

Ein katastrophales Auftaktviertel erinnerte an den letzten Auftritt gegen Münster. 0:6, 3:20, 11:30 waren die Eckdaten der ersten zehn Minuten, in denen die Kangaroos nach Ansicht von Manager Michael Dahmen und Trainer Milos Stankovic allerdings auch von anderer Seite Knüppel zwischen die Beine geworfen bekamen. Das Schiedsrichtergespann Rostam/Sellering pfiff vor der Pause 14 Fouls gegen Iserlohn, je fünf davon in kurzer Folge zum Viertelauftakt, so dass Bochum unzählige Freiwürfe erhielt. Bei mit gleicher Intensität zu Werke gehenden Bochumern waren es nur vier Fouls insgesamt, Iserlohner Freiwürfe Fehlanzeige. „Wir durften in der ersten Halbzeit nicht verteidigen“, befand Michael Dahmen nach der Partie, in der sich sein Team im ersten Viertel auch acht Ballverluste leistete.

Erst im zweiten Abschnitt, in dem die Iserlohner schnell auf 20:30 verkürzten, schien Besserung in Sicht. Doch Bochum war bald wieder da und punktete phasenweise nach Belieben, so dass zur Pause eine 15-Punkte-Hypothek blieb.

Im dritten Durchgang wirkten die Kangaroos entschlossener. Jetzt war aber auch nicht gleich jeder Kontakt ein Foul. Auf der Anzeigetafel ließ sich diese Steigerung aber nicht ablesen, beim 40:63 (25.) war der höchste Rückstand erreicht. Immerhin gab es wenig später die ersten beiden Freiwürfe für die Hausherren, und zumindest Elijah Allen lief jetzt in der Offensive heiß. 20 seiner 28 Punkte steuert er in den ersten zehn Minuten nach der Pause bei. Am Rückstand änderte das aber noch nichts. Mit einem 58:74 ging es ins letzte Viertel.

Dort war Iserlohn gleich am Drücker und senkte den Rückstand unter die magische Zehn-Punkte-Schallmauer (66:74). Doch Bochum blieb dran, verschaffte sich mit US-Center Haney mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln immer wieder Luft. Spätestens beim 70:81 (37.) wurde es Zeit für eine Aufholjagd. Und die kam trotz weiterhin hoher individueller Fehlerquote.

Jozo Brkic mit seinem einzigen Feldkorb, Ruben Dahmen mit zwei Dreiern, erneut Brkic und Allen mit Freiwürfen sowie Joshua Dahmen trafen zum 82:83 16 Sekunden vor Schluss. Dann ging Kamp an die Linie und traf beide Würfe. Auf der anderen Seite wurde R. Dahmen sofort gefoult und verwandelte einen Wurf. Dennis Teucher tippte den zweiten Ball ins Netz, so dass es zwölf Sekunden vor Schluss 85:85 hieß. Die Verlängerung schien möglich, doch Bochum hatte den Ball, und Bilski verwandelte aus der Mitteldistanz mit der Sirene zum Bochumer Sieg.

Überragend war nach diesem Tiefschlag die Reaktion der Fans. Sie blieben, um Kristof Schwarz am Ende seines letzten Spiels für die Kangaroos nach acht Jahren einen tollen Rahmen zur Verabschiedung zu bieten. Die erlebte ihren Höhepunkt, als sein Trikot mit der Nummer fünf unter die Hallendecke gezogen wurde. Diese Nummer wird künftig nicht mehr vergeben.

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