Fußball

ITS und Hemers Reserve am Ziel

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Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.   Nach zwei nervenaufreibenden Partien werden die A-Liga-Aufstiege gefeiert.

Wie sich die Bilder gleichen: Am Ende feierten auf beiden B-Liga-Schauplätzen die Teams, die auch als Tabellenführer ins letzte Saisonspiel gegangen waren. Die Iserlohner Turnerschaft und die SG Hemer II mühten sich jedoch zu ihren benötigten Siegen und durften am Ende jeweils den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A feiern.

VfK Iserlohn II - Iserlohner Turnerschaft 0:5 (0:0). Nach Spielschluss mutierte Referee Dieter Woltermann zum Staffelleiter und überreichte den feiernden ITS-Kickern die Meisterurkunde. „Ihr seid ein aufstrebender Verein, ich verfolge Eure Entwicklung und freue mich für Euch“, so der Ligenchef, dessen Worte natürlich gut ankamen.

ITS-Trainer Theo Pantazis, der personell ein wenig rotiert hatte, sagte: „Das ist ein wichtiger Tag für uns und den Verein.“ Er lobte die Moral der Mannschaft, die auch am letzten Spieltag noch eine Kaderstärke von 25 Spielern aufwies. Den ganz schwachen Start seiner Elf führte er darauf zurück, dass die Kulisse von rund 300 Zuschauern dazu beigetragen habe, dass man sehr nervös gewesen sei. Zudem verletzte sich Bogucanin früh und musste ersetzt werden. So blieb es bis zur Pause bei einer optischen Überlegenheit, zwei Chancen von Schwabauer und einem Pfostenschuss.

Eingewechselter Tasdemir trifft mit erstem Ballkontakt

Direkt nach der Pause schufen die Gäste Fakten und markierten durch den gerade eingewechselten Tasdemir sofort die Führung. Dann sah VfK-Akteur Thonert nach einem Wortgefecht die rote Karte (57.). Nur eine Minute später markierte Kurtaj das 0:2. Eng hätte es noch einmal werden können, als Araujo köpfte und ITS-Keeper Becker den Ball an die Latte lenkte, doch spätestens nach Utkus 0:3 (69.) war alles klar. Schwabauer (70.) und Milicevic (86.) schraubten das Resultat noch in die Höhe, dann wurde gefeiert.

ITS: Becker; Kurtaj, Tsiolis, Rau, Houlehel, Abikebashi, Schwabauer, Bogucanin, Ayadi, M. Milicevic, D. Milicevic, Maifeld, Tasdemir, Morgenbrodt.

SG Hemer II - Olympos Menden 4:2 (1:1). „Ein unfassbares Spiel“, fand Markus Heggemann, der Trainer der Hemeraner, angemessene Worte nach dem Abpfiff. Der Titel in der B-Ost durfte nach dem Doppelschlag von Ruberg und Goseberg in der Schlussphase gefeiert werden, aber die Art und Weise des „Spielfilms“ war bemerkenswert.

Mit nur neun Akteuren war Olympos Menden angetreten. Die Hausherren rannten konfus und übernervös gegen das griechische Abwehrbollwerk an. Cooler die Gäste: Erster Angriff, und nach einem Foulspiel im Strafraum verwandelte Pavlos den Strafstoß sicher zum 0:1 (26.). Kurz darauf bekamen die Hemeraner einen ebenfalls berechtigten Handelfmeter zugesprochen, aber Keitmann jagte das Leder ins benachbarte Schwimmbad (34.). Der Ausgleich fiel noch vor dem Seitenwechsel, als Schepper einen Alleingang mustergültig abschloss (1:1, 39.).

Nach Wiederanpfiff schien die Partie ihren erwarteten Verlauf zu nehmen, als Westig nach Böttchers Zuspiel zum 2:1 einköpfte (49.). Aber die „Angst vor dem Aufstieg“ überwog weiterhin in den Köpfen der Hemeraner Spieler. Ausgerechnet Torwart Werner sah nach einem Handspiel außerhalb des Strafraum die rote Karte (63.). Westig ging ins Tor. Es waren nur noch „zehn gegen neun“, und die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste witterten Morgenluft. Und das Unglaubliche passierte tatsächlich: Pavlos schloss einen Alleingang zum 2:2 ab (72.). Erst in der Schlussviertelstunde besannen sich die Hemeraner: Nach Rubergs Kopfball nach einem Freistoß (75.) und Gosebergs 4:2 (77.) wurde der A-Liga-Aufstieg gefeiert.

SG Hemer II: Werner, Loschek, Fuchs, Rubert, Goseberg, Keitmann, Smarsly, Moffa, Yildiz, Schwepper, Westig, Böttcher, Klusch, Wiemann.

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