Eishockey

Iserlohn Roosters: Beim Spiel gegen Köln fliegen die Teddys

Wie viele seiner Artgenossen werden am 17. Dezember wohl aufs Iserlohner Eis fliegen?

Wie viele seiner Artgenossen werden am 17. Dezember wohl aufs Iserlohner Eis fliegen?

Foto: NRZ-BILD,

Iserlohn.  Das traditionelle kanadische Event „Teddy Toss“ gibt es jetzt bei den Iserlohn Roosters. Plüschtiere werden anschließend verschenkt.

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Konfetti zu Spielbeginn, in früheren (Raucher-) Zeiten in besonders hitzigen Phasen schon einmal Feuerzeuge und als Ausdruck großen Unmuts auch heutzutage gelegentlich Bierbecher: In der Eissporthalle landen immer wieder Gegenstände auf dem Eis, die dort eigentlich nicht hingehören. Am 17. Dezember wird das beim Heimspiel gegen Kölner anders sein, denn dann wird ausdrücklich zum Werfen aufgefordert – beim „Teddy Toss“.

Dabei handelt es sich um ein Event aus dem nordamerikanischen Profisport, bei dem die Zuschauer zu einem bestimmten Zeitpunkt gleichzeitig Kuscheltiere aufs Eis werfen. Auf Initiative der Krombacher Brauerei sollen jetzt auch in Iserlohn die Teddys (oder andere Stofftiere) fliegen, die dann eingesammelt und für einen wohltätigen Zweck gespendet werden.

Ursprünglich wollte die DEL eine solche Aktion gemeinsam mit dem WWF organisieren, aber das ließ sich nicht umsetzten. In Nürnberg gab es ein „Teddy Toss“ im Rahmen eines Familientages, und jetzt sorgen die Roosters bei einem Punktspiel für ein besonderes Intermezzo, das unmittelbar nach dem ersten Drittel stattfindet. Und wer aus den hinteren Rängen mit seinem Teddy nicht weit genug kommt, darf gewiss darauf bauen, dass ein Besucher aus vorderen Reihen den Rest erledigt.

„Wir haben sicherheitshalber die Liga mit ins Boot geholt, denn möglicherweise müssen wir die Drittelpause etwas verlängern, falls das Aufsammeln der Stofftiere mehr Zeit als gedacht in Anspruch nimmt“, erläuterte Roosters-Pressesprecher Felix Dötsch. Zahlreiche Helfer werden aber bereit stehen. Im Anschluss sorgt die Brauerei für eine fachgerechte Reinigung von Teddy & Co., und dann sollen die Kuscheltiere in Krankenhäusern, Kindertagesstätten oder bei der Flüchtlingshilfe verteilt werden. Die Roosters-Profis wollen noch vor Weihnachten eine Übergabe organisieren.

Als Ursprungsort des „Teddy Toss“ gilt Kitchener im kanadischen Ontario. Heute ist die Tradition am weitesten verbreitet bei Teams der Western Hockey-League. Der aktuelle Rekord wird den Fans der Calgary Hitmen zugeschrieben, die 2015 knapp 29.000 Teddybären und Plüschtiere auf die Eisfläche warfen. Üblicherweise ist das erste Tor der Heimmannschaft das Signal zum Teddywerfen, doch das ist in der DEL nicht zuletzt wegen der Fernsehübertragungen nicht praktikabel. Und bei den Roosters ist das mit Toren so eine Sache. Das Risiko, den Teddy wieder mit nach Hause nehmen zu müssen, ist schließlich nicht von der Hand zu weisen.

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