Eishockey

Iserlohn Roosters: Bei Brad Tapper überwiegt der Stolz

Lesedauer: 3 Minuten
Der Gejagte: Joe Whitney (hier im Heimspiel gegen Augsburg) steht ganz oben in der Scorerliste und bereitete auch in Mannheim das Tor der Roosters zum zwischenzeitlichen 1:1 vor.

Der Gejagte: Joe Whitney (hier im Heimspiel gegen Augsburg) steht ganz oben in der Scorerliste und bereitete auch in Mannheim das Tor der Roosters zum zwischenzeitlichen 1:1 vor.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Vor dem heutigen Heimspiel gegen Mannheim lobt der Trainer sein Team für dessen Einsatz.

Die Fans der Iserlohn Roosters wissen in diesen Tagen nicht, ob sie lachen oder weinen sollen. Einerseits haben ihre Lieblinge jeweils starke Auftritte bei Top-Team Adler Mannheim (1:2 n.V.) und bei den heimstarken Schwenninger Wild Wings (2:3 n.V.) hingelegt, andererseits passte der Ertrag nicht zu Aufwand und Einsatz.

Nur zwei Punkte wurden mit in die Heimat genommen, ohne zu übertreiben hätten es auch gut und gerne fünf sein können. In Schwenningen fehlten 40 Sekunden zum Sieg in der regulären Spielzeit und 24 Stunden zuvor in Mannheim wurden reihenweise Großchancen in der Verlängerung ungenutzt gelassen.

Schwenningen-Spiel erinnert Brad Tapper an die Play-offs

Trainer Brad Tapper verglich die Partie bei den Wild Wings unmittelbar nach Spielende mit einem Play-off-Spiel. Das machte er an der Einstellung der beiden Kontrahenten fest. „Es ist natürlich enttäuschend, in der Verlängerung zu verlieren, beide Mannschaften hatten viel Präsenz vor dem Tor.“ Die Schwenninger hätten zudem einen guten Job gemacht. Aber auch das ist eine Erkenntnis der vergangenen Spieltage: Um die Roosters momentan besiegen zu können, müssen die Gegner an ihre Leistungsgrenze gehen und ein hohes Risiko in Kauf nehmen.

Nach der Heimkehr überwog bei Tapper der Stolz auf das Geleistete. Die beiden Punkte, mutmaßte er, könnten noch sehr wichtig werden. Er sagte aber auch, dass „der Hockeygott leider nicht auf unserer Seite“ war. Das fand er besonders schade für die Fans, die sich an beiden Abenden im „Roosters-Autokino im Sauerlandpark“ versammelt hatten, um die Partien zumindest gefühlt in einer Gemeinschaft zu verfolgen.

Den Mittwoch bekamen die Spieler frei. Kraft tanken und entspannen war angesagt, denn heute um 19.30 Uhr kommt es bereits zum Rückspiel gegen die Mannheimer. Gegen sie wird Iserlohn in unveränderter Formation auflaufen. „Es passte doch eigentlich alles. Deswegen sehe ich keinen Grund, das Line-up zu ändern.“ Daraus ist zu schließen, dass alle eingesetzten Akteure die strapaziöse Doppelschicht verletzungsfrei überstanden haben. Auf der Liste der fehlenden Spieler steht also nur Dieter Orendorz, der weiterhin wegen einer Handverletzung außer Gefecht gesetzt ist. „Das wird auch noch etwas dauern, bis er zurückkommt.“

Tapper gefiel besonders, wie seine Spieler trotz nachlassender Kräfte unermüdlich füreinander arbeiteten. „Die waren nach dem Schwenningen-Spiel einfach nur platt.“ Und dass sie nicht lange mit den Erlebnissen der Overtime hadern müssen, sondern sich rasch wieder auf das nächste zu konzentrieren haben, ist aus Tappers Sicht kein Nachteil. „Wir haben vielmehr bewiesen, dass wir mit jedem Gegner mindestens mithalten können, wenn wir weiterhin so stark zusammenspielen.“

Nach dem heutigen Spiel dauert es immerhin bis Ostersonntag, ehe wieder eine Doppelschicht ansteht - zunächst geht es zum ERC Ingolstadt (19.30 Uhr) und an Ostermontag an den Straubinger Pulverturm.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben