Sportstätten

Investitionen in Iserlohner Sportstätten auch 2021

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Die alte Sporthalle in Hennen soll bald Geschichte sein.

Die alte Sporthalle in Hennen soll bald Geschichte sein.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Die neue Halle in Hennen steht obenan, aber auch die Sanierung des Kunstrasens am Hemberg soll erfolgen.

Dass in Zeiten des Lockdowns der organisierte Vereinssport fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, zählt zu den bitteren Erfahrungen des Corona-Jahres. Aber irgendwann werden die Sportlerinnen und Sportler in Iserlohn wieder ihren Aktivitäten nachgehen. Unter den gewohnten oder veränderten Rahmenbedingungen? Was ist in den Monaten des Stillstandes aus dem Sportstättenentwicklungsplan geworden? Welche Investitionen für den Sport wird es angesichts angespannter Kassenlage im Jahr 2021 überhaupt geben?

Im Fachgremium können solche Themen am 24. Februar behandelt werden, denn dann steht die nächste Sitzung des Sportausschusses an. Dessen Vorsitzende Sylvia Patscher (SPD) will sich aber schon vorher dafür einsetzen, dass man sich mit den bisherigen Erkenntnissen der Sportstättenentwicklungsplanung beschäftigt und die nächsten Schritte einleitet. „Da ist einiges eingeschlafen, und es hätte mehr passieren können.“

Die finanzielle Situation der Stadt bereitet ihr nach eigener Aussage durchaus Bauchschmerzen, aber sie hält es für dringend erforderlich, in die Erhaltung des Bestandes zu investieren. „Da müssen wir aktiv sein, ansonsten wird es später noch teurer.“ Gleichzeitig wirbt sie dafür, an die bei der Hochschulstudie als qualitativ ausbaufähig bewerteten Anlagen vor Ort Hand anzulegen und in einen guten Zustand zu versetzen. „Dann können wir in Iserlohn mit unseren Sportstätten nämlich wirklich zufrieden sein.“

Für sie ist es auch ganz wichtig, Projekte für die Zukunft zu entwickeln. „Wir sollten vorbereitet sein und Pläne in der Schublade haben, wenn Förderprogramme aufgelegt werden.“ Der Erhalt der Lehrschwimmbecken ist ihr in diesem Zusammenhang ein Anliegen.

Wo ist eine Fläche für einen weiteren Fußballplatz?

Ein Dorn im Auge ist Sylvia Patscher, dass man auf der Suche nach einer geeigneten Fläche für einen weiteren Fußballplatz im Stadtgebiet nicht weiterkommt. Sie regt an, sich noch einmal intensiv mit dem Hemberg-Nordhang auseinanderzusetzen und klarzustellen, ob es wirklich unmöglich ist, hier einen weiteren Platz zu errichten.

Diesen Standort sieht auch Thorsten Schick, Vorsitzender des Stadtsportverbandes und CDU-Landtagsabgeordneter, als prinzipiell ideal an. Er betont aber, dass der Nordhang nicht in Frage komme. „Wenn man dort noch einen Platz errichten wollte, würde man in den Bereich der Deponie kommen. Bei Bewegungen im Untergrund hätte man bei einem Kunstrasenplatz echte Probleme.“

Dass die Verwaltung noch keine Alternative anbieten konnte, quittiert er mit Verständnis. „Es müssen viele Projekte gleichzeitig erledigt werden, aber wir werden das Thema Sportplatz immer wieder anmahnen. Und irgendwann ist auch einmal der Sport zuerst dran.“

Nach seiner Aussage sind für 2021 vier größere Investitionen fest eingeplant. Das ist zunächst die Sporthalle in Hennen. „Der Verein hat lange dafür gekämpft, und die Politik muss Verlässlichkeit zeigen.“ Inklusive Abriss der Schule geht es um Kosten von rund sieben Millionen Euro. Rund 300.000 Euro sind für die Renovierung des Kunstrasens am Hemberg-Nordhang einkalkuliert. Dazu kommen noch die Dachsanierung der Sporthalle am Nußberg sowie eine neue Flutlichtanlage für das ESO-Stadion in Dröschede für 50.000 Euro.

Im neuen Jahr läuft auch die Aktion „Moderne Sportstätte 2022“ weiter. In Iserlohn gibt es unerledigte Fälle, einige Vereine werden noch Zuschüsse für ihre Renovierungsarbeiten bekommen. Schick spricht auch das Thema Sporthalle in Sümmern an. „Es geht darum, wie ein Antrag gestaltet werden muss, um Bundesgeld abrufen zu können.“ Es könnte um einen Neubau oder um die Erweiterung eines bestehenden Gebäudes gehen. Der Landtagsabgeordnete weiter: „Eine Förderung wird es aber nur für substanzielle Veränderungen geben.“

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