Wasserball

Im Finale reicht die Kraft nicht

Die SGW Iserlohn II (weiß) hatte gegen die SG Hagen II keine Probleme und gewann mit 23:2.

Die SGW Iserlohn II (weiß) hatte gegen die SG Hagen II keine Probleme und gewann mit 23:2.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Die SGW Iserlohn II landet beim Dieter-Mark-Gedächtnispokal auf Platz zwei. Lob gab es für die für Organisatoren.

Bei der im Schwimmzentrum Heidebad ausgetragenen Endrunde der Wasserballer um den Dieter-Mark-Gedächtnispokal scheiterte die zweite Mannschaft der SGW Iserlohn erst im Finale knapp mit 3:4 an Titelverteidiger SC RE Hamm. „Wir haben etwas unglücklich verloren“, befand Trainer Jürgen Kniese, der einräumte, dass Hamm seiner Favoritenrolle gerecht geworden und insbesondere im Abschluss effektiver gewesen sei. Dessen ungeachtet war Kniese nicht nur mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, denn obendrein erwiesen sich die Iserlohner als guter Gastgeber und erhielten nach Turnierende vom Verband ein großes Lob für die nahezu perfekte Organisation.

Heidebad erweist sich als idealer Austragungsort

„Das ist ein Austragungsort, der immer wieder bedenkenlos genommen wird“, versicherte der SGW-Trainer. „Alle kommen wirklich gern hierher“, ergänzte der sportliche Leiter Andreas Hiltmann. Auch die Tribüne war durch die aktiven Spieler und zahlreiche Angehörige während des Turniers gut gefüllt, gleichwohl war das Heidebad aufgrund des Wetters und vor allem wegen des Schützenfestes nicht so stark frequentiert wie in den Tagen zuvor.

Trotz einiger personeller Ausfälle zogen die Iserlohner ungeschlagen ins Finale ein. In der Vorrunde bezwangen sie die vierte Mannschaft des SV BW Bochum mit 7:6 und die Zweitvertretung der chancenlosen SG Hagen mit 23:2. Die dritte Partie wurde mit 10:0 für die Gastgeber gewertet, da wegen Terminverschiebungen Bochums Reserve am zweiten Turniertag nicht rechtzeitig angereist war.

Im Endspiel hatte sich die SGW zwar mehr ausgerechnet, doch neben Holger Tobi und Nils Ottensmeyer (beide krank) fiel mit Thomas Wiesemann aus privaten Gründen ein weiterer Leistungsträger aus, der in den Gruppenspielen noch mitmischte. „Wir haben uns trotzdem gut verkauft“, berichtete Kniese. Im Gegensatz zu Hamm und Bochum, die jeweils mit zwei Teams in der Endrunde vertreten waren und ihre Kader nach Bedarf untereinander aufstockten, fehlten den Iserlohnern personelle Alternativen. „So etwas ist normal,“ sah der SGW-Trainer darin keineswegs eine Wettbewerbsverzerrung. Am Ende ließ bei den Gastgebern im Finale folgerichtig die Kraft nach. „Die Jungs haben dennoch alles gegeben“, erklärte Kniese und sprach Schlussmann Hiltmann ein Sonderlob aus. Mit der Schlusssirene verabschiedeten sich die SGW-Wasserballer in die Sommerpause, in vier Wochen startet der Coach dann dann mit der Vorbereitung auf die neue Saison.

SGW II: Hiltmann; Reimann, M. Knaub, A. Hillebrand, Glagla, König, Bartkowiak, Kampe, Zimmermann, Wiesemann, Rosenthal, Beck.

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