Handball

HTV Hemer nach der Pause von der Rolle

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Selbst für Top-Torschützin des HTV Hemer, Johanna Becker (hier eine Szene aus dem Hinspiel), gab es beim zweiten Aufeinandertreffen mit der SG Kappelwindeck/Steinbach kaum ein Durchkommen.

Selbst für Top-Torschützin des HTV Hemer, Johanna Becker (hier eine Szene aus dem Hinspiel), gab es beim zweiten Aufeinandertreffen mit der SG Kappelwindeck/Steinbach kaum ein Durchkommen.

Foto: Max Winkler

Bühl/Iserlohn.  Die weibliche Handball-A-Jugend scheitert im Bundesliga-Achtelfinale.

Die Bundesliga-Reise der weiblichen Handball-A-Jugend des HTV Hemer ist für diese Saison zu Ende. Knackpunkt im Achtelfinal-Rückspiel am Sonntagnachmittag bei der SG Kappelwindeck/Steinbach war eine Serie der Gastgerinnen von 9:0 Toren in nicht einmal acht Minuten direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit.


Handball, weibliche A-Jugend-Bundesliga, Achtelfinal-Rückspiel: SG Kappelwindeck/Steinbach - HTV Hemer 28:18 (12:10).
Vier Gegentore in Überzahl, nur drei von sieben Siebenmeter verwandelt und bei den Abschlüssen viel zu häufig das Tor komplett verfehlt – beim HTV lief im Schwarzwald nicht viel zusammen. Dass es das Team von Trainer Ivan Kavran offensichtlich mit Gegnerinnen zu tun hatte, die aus ihrer 24:25-Hinspielniederlage die richtigen Schlüsse gezogen hatten, kommt noch hinzu.

Bezeichnend war auch, dass Sarah Remers Treffer zum 1:0 nach 69 Sekunden die einzige Hemeraner Führung bedeutete. Trotzdem war es im ersten Durchgang ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gastgeberinnen bestimmten zwar das Geschehen, schafften es aber zunächst nicht, sich mit mehr als drei Toren abzusetzen, was einmal mehr an Torhüterin Marie Remer lag. Sie überzeugte auch im Hinspiel.

Marie Remer hält den HTV Hemer lange im Spiel

Drei Paraden in Folge zeigte sie beim Stand von 3:3. Es war eine kritische Phase für den HTV, der knapp fünf Minuten ohne eigenes Tor blieb, danach dennoch in Rückstand geriet und nicht mehr ausglich. Doch so lange die SG in Sichtweite blieb, war potenziell noch etwas drin für die Hemeranerinnen.

Beim Stand von 10:12 aus heimischer Sicht ging es mit dieser Gewissheit dann auch in die Halbzeitpause. Aber was unmittelbar nach Wiederbeginn passierte, konnte Ivan Kavran auch knapp 90 Minuten nach Spielende noch nicht erklären. „Das muss ich für mich selbst erst einmal recherchieren“, sagte er. Eine Nachfrage bei seinen Spielerinnen vermied er zunächst: „So schnell bekommt man darauf keine Antwort, die Mädels sind natürlich geknickt, morgen und übermorgen vielleicht auch noch. Aber solche Erfahrungen gehören zum Sport dazu.“

Er wollte nicht ausschließen, dass einige gedanklich bereits bei ihren Abiturklausuren waren, die heute geschrieben werden – was er auch nachvollziehen konnte. Es brachte irgendwann auch nichts mehr, auf den Spielverlauf des Hinspiels zu schauen, um festzustellen, was eventuell möglich ist. Da sahen die Baden-Württembergerinnen zwischendurch auch wie die klaren Verlierer aus und zogen letztendlich unglücklich den Kürzeren. Aber vor einer Woche rannten sie maximal einem Sechs-Tore-Rückstand hinterher, während der HTV nach 48:28 Minuten mit zwölf Toren hinten lag (12:24). „Vielleicht sehen wir uns in der nächsten Saison wieder, und dann sind wir besser“, blickte Kavran bereits wieder nach vorne.

SG: Rahner, Strack; Bertele (3), Kaufmann (6/2), Klingler (1/1), Pfundstein (3), Baumann (4), Jülg (2), Bürger (1), Vierling (2), Klöpfer (1), Korinth, Schipper (1), Riedl (1).

HTV: M. Remer, Budde; Lupisella (1), Schäfer, Schroth (2/1), Becker (5), Brieden Silva-Marques-Pais (1/1), Schmöle, Stein, Bücker (2), Pokroppa, S. Remer (5/1), Kleinkes (2).

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