Basketball

Gruppenspiele für die Iserlohn Kangaroos statt der Play-offs

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Kangaroos-Chefcoach Stephan Völkel (li.) rechnet fest mit dem Erreichen der Endrunde.

Kangaroos-Chefcoach Stephan Völkel (li.) rechnet fest mit dem Erreichen der Endrunde.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Die 2. Basketball-Bundesliga Pro B gibt neuen Modus bekannt und setzt den Abstieg für die laufende Saison aus.

Elf Nachholspiele im Süden, acht im Norden und das Ende der Hauptrunde in etwas mehr als drei Wochen: Diese Fakten haben die Vereine der 2. Basketball-Bundesliga ProB dazu veranlasst, wesentliche Anpassungen am ursprünglich vorgesehenen Saisonplan vorzunehmen.

Auf Basis der Diskussionen mit den Vereinen kamen die Ligenleitung und die Klub-Vertreter mehrheitlich überein, von der üblichen Play-off-Serie (Achtel-, Viertel- und Halbfinale im Modus Best of three, Finale in Hin- und Rückspiel) abzuweichen und stattdessen in einem alternativen Verfahren die beiden Aufsteiger in die ProA zu ermitteln.

Demnach werden zunächst vier Play-off-Vierergruppen mit je zwei Vereinen aus dem Norden und dem Süden nach einem bereits festgelegten Schlüssel gebildet. Alle Vereine dieser Gruppen spielen je einmal gegeneinander. Je zwei Klubs haben zwei Heimspiele, die anderen dürfen nur einmal in eigener Halle antreten und müssen zweimal reisen.

Dahmen wäre ursprüngliche Regelung lieber gewesen

Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe erreichen die zweite Play-off-Runde, in der zwei Vierergruppen gebildet werden. Wieder wird eine Einfachrunde nach gleichem Modus wie in Runde eins ausgetragen. Die jeweils beiden Erstplatzierten spielen in Hin- und Rückspiel die beiden Aufsteiger in die ProA aus, die anschließend noch in Hin- und Rückspiel den Pro-B-Meister ermitteln werden.

Michael Dahmen, Manager der Iserlohn Kangaroos, macht keinen Hehl daraus, dass er lieber an der ursprünglichen Regelung festgehalten hätte. Weil die Liga gleichzeitig mit oben genannter Regelung auch den Abstieg aus der ProA und ProB ausgesetzt hat, endet die Saison für die Waldstädter möglicherweise schon am 13. März mit dem Heimspiel gegen die BSW Sixers.

Für die Mannschaft von Trainer Stephan Völkel geht es also nur dann weiter, wenn sie mindestens Achter wird und die Play-offs erreicht. Die Hauptrunde wurde von der Liga wegen der vielen Nachholspiele bis zum 21. März verlängert. Die neu gestaltete Endrunde beginnt am 28. März.

Der Iserlohner Coach blendet den neuen Modus und ein damit verbundenes, möglicherweise frühes Saisonende ohne Play-downs allerdings aus, denn das Ziel der Kangaroos bleibt das Erreichen der Play-offs. Bis dahin dürfte es für einige Teams noch Dauerstress geben. Im Norden müssen Hamburg und Stahnsdorf noch jeweils drei Nachholpartien bestreiten. Im Süden muss Speyer noch fünfmal ran, Erfurt noch viermal. Für die ProA wurden ebenfalls Anpassungen diskutiert, die aber noch nicht beschlossen wurden.

Nach dem aktuellen Stand würden die Kangaroos als Sechster in Gruppe vier auf Münster (Nord-Zweiter), Dresden (Süd-Dritter) und Karlsruhe (Süd-Siebter) treffen. Die weitere Einteilung:

Gruppe 1: Erster und Fünfter der Nordgruppe, Vierter und Achter der Südgruppe.

Gruppe 2: Dritter und Siebter der Nordgruppe, Zweiter und Sechster der Südgruppe.

Gruppe 3: Vierter und Achter der Nordgruppe, Erster und Fünfter der Südgruppe.

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