Schulsport

Gesamtschule festigt Kooperation mit Samurai

Als sich die Skaterhockey-AG am Mittwoch in der Heidehalle traf, war der Teilnehmerkreis überschaubar. Doch das tat der Spielfreude keinen Abbruch.

Als sich die Skaterhockey-AG am Mittwoch in der Heidehalle traf, war der Teilnehmerkreis überschaubar. Doch das tat der Spielfreude keinen Abbruch.

Foto: Oliver Bergmann

Iserlohn.   Die Skaterhockey-AG erfreut sich bei Fünft- und Sechstklässlern seit Jahren großer Beliebtheit.

Von langen Schultagen können die Schüler der Gesamtschule Iserlohn ein Lied singen. Doch den Nachmittagsunterricht pauschal verteufeln – dazu haben sie keinen Grund. Mittwochs stehen für die Fünft- und Sechstklässler die Arbeitsgemeinschaften auf dem Stundenplan. Dann wird je nach Neigung getöpfert, getrommelt oder Sport getrieben. Tischtennis ist im Angebot, dazu kooperiert die Schule mit dem TTV Letmathe, beim Basketball sind die Kangaroos mit im Boot und großer Beliebtheit erfreut sich auch die Skaterhockey-AG, die in Zusammenarbeit mit den IH Samurai Iserlohn realisiert wird.

„Das machen wir seit acht Jahren, seit Neuestem auf Basis eines Kooperationsvertrages. Davor gab es immer mündliche Vereinbarungen“, sagt Gregor Linne, der für die Gesamtschule die Arbeitsgemeinschaften organisiert. Iserlohn sei schließlich eine Hockeystadt, zudem sehe er, wieviel Spaß die Schüler haben, die regelmäßig in der Heidehalle zu Schläger und Inlineskates greifen.

Das liegt gewiss nicht allein an der Sportart, sondern auch daran, wie Jan-Luca Otte die Schüler an das Skaterhockey heranführt – mit gerade einmal 17 Jahren. Trotz seiner Jugend bringt er viel Erfahrung mit. Otte ist U19-Nationalspieler, kommt entweder bei den Junioren oder in der zweiten Herrenmannschaft zum Einsatz, er besitzt die Trainer-Einsteiger-Lizenz und möchte mittelfristig den C-Schein erwerben. „Dann könnte ich theoretisch die Herren trainieren“, sagt er. Ein gutes Gespür für das, was er seinen Schülern abverlangen kann, hat er bereits.

Jan-Luca Ottes Training kommt bei den Schülern gut an

„Nach einem langen Schultag ist der Kopf zu, deswegen wird in der letzten halben Stunde immer gespielt.“ Von 15 bis 16.20 Uhr ist Trainingszeit. Erst wird sich warmgelaufen, dann stehen Übungen mit dem Ball an. Doch das ist nicht das Einzige, was bei den Schülern ankommt. „Man kann ja hier auch Musik machen“, sagt Marwa. Die Sechstklässlerin hat versehentlich ihren Helm vergessen. Deswegen verfolgt sie das Geschen diesmal von der Bande aus und lässt die Lautsprecher dröhnen, ähnlich wie das bei den Samurai-Heimspielen der Fall ist. Adi, German und Valentin sind ebenfalls in der sechsten Klasse und mit Freude dabei. „Am Besten gefällt mir das Spiel zum Abschluss“, sagt Valentin. Einziger Wermutstropfen: In vier Wochen ist das sechste Schuljahr für sie zu Ende, und in Klasse sieben gibt es diese AG nicht mehr.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben