Handball

Engpässe prägen bisher die HTV-Vorbereitung

HTV-Trainer Tihomir Knez bestreitet eine schwierige Saisonvorbereitung.

HTV-Trainer Tihomir Knez bestreitet eine schwierige Saisonvorbereitung.

Foto: Michael May

Hemer.  Neuzugänge sind erst im Anflug, dazu kommen Verletzungen. Trainer Tihomir Knez kann kaum Taktik schulen.

Reibungslos verläuft die Vorbereitung beim Handball-Oberligisten HTV Hemer derzeit nicht. Am Donnerstag musste das Mannschaftstraining kurzfristig ausfallen, weil das Grohe-Forum anderweitig belegt war. Somit rückte ersatzweise individuelles Lauftraining auf den Plan. An diesem Samstag ist ein Intensivprogramm vorgesehen, zu dem auch ein Testspiel gehören soll.

Nach dem Vormittagstraining in Hemer will der HTV beim Verbandsligaabsteiger Westfalia Halingen seinen ersten Test bestreiten, doch ob der Anwurf tatsächlich wie vorgesehen um 17 Uhr erfolgt, ist nicht sicher. Denn nach wie vor sind nicht alle Neuzugänge spielberechtigt, und der Kader ist aktuell dünn besetzt. Nur Karol Zechmeister und Torben Voigt haben bislang grünes Licht bekommen, für Jonas Brieden und Bozko Bjelanovic wird es täglich erwartet. Bei Letzterem fehlt noch die Freigabe durch den DHB, was auch daran liegt, dass wegen des Wechsels aus Portugal der europäische Verband eingeschaltet ist. „Wir mussten eine Gebühr überweisen und warten nun darauf, dass der Zahlungseingang bestätigt wird“, erläuterte der HTV-Vorsitzende Olaf Klein, der in der nächsten Woche einen slowakischen Linksaußen präsentieren will, der vor Ort eine Arbeitsstelle antreten wird.

Aktuell ist die Mannschaftnoch ohne einen Linkshänder

Neuzugang Nummer fünf, der aus Menden gekommene chilenische Juniorennationalspieler Matias Paya, liegt mit einer Knieverletzung weiter auf Eis. „Ich habe keinen Kontakt zu ihm und weiß nicht, wann er einsteigt“, sagt Trainer Tihomir Knez. Er bescheinigt seiner Mannschaft zwar eine gute konditionelle Grundlage, aber es fehlt eben das gemeinsame Training am Ball. „Handball ist nun einmal ein Mannschaftssport, und da geht es um Zusammenspiel und taktische Schulung. Aber wenn so wenige Leute beim Training sind, ist das schwierig“, erläutert Knez.

Sechs gegen sechs habe man noch nie spielen können, einmal zumindest fünf gegen fünf, wobei er selbst mitwirken musste. Der Engpass verschärfte sich, weil Philip Trattner nach seinem Kreuzbandriss noch nicht wieder an Mannschaftstraining denken kann und Lars Henkels wegen seiner Meisterprüfung eine Weile aussetzen musste. Ein Lichtblick war Max Burschiks Comeback, der das Training komplett absolvierte, mit dem man wegen der ungewissen beruflichen Zukunft aber in der Saison nicht zuverlässig planen kann.

Weil sich die Hoffnung, Thorsten Becker zum Weitermachen überreden zu können, durch dessen Zusage in Wickede zerschlagen hat, steht der HTV ohne Linkshänder da. An dieser Vakanz wird gearbeitet, doch der Coach stellt sich bereits auf das Szenario ein, den Rückraum mit drei Rechtshändern zu besetzen. „Aber das muss man trainieren, und dazu brauchen wir mehr Leute im Training.“ Von den A-Jugendlichen, die eigentlich für die Erste vorgesehen waren, ist nach wie vor nichts zu sehen, so dass Engpässe wohl die Regel bleiben. Knez nimmt es gelassen: „Ich hätte es mir anders gewünscht, aber wir alle mussten ja damit rechnen, dass es so kommen würde.“

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