Hockey

Der Hockey-Höhenflug soll weiter anhalten

Die Hockey-Damen von Trainerin Judith Pusch (stehend, rechts) sind gut in die Hallensaison gestartet. 

Die Hockey-Damen von Trainerin Judith Pusch (stehend, rechts) sind gut in die Hallensaison gestartet. 

Foto: Privat

Iserlohn.  Die Abteilung des TuS Iserlohn blüht seit einigen Jahren wieder auf. Jetzt startet die Hallensaison.

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Die Vorfreude auf eine Hallensaison war in der Hockeyabteilung des TuS Iserlohn seit Jahren nicht so ausgeprägt wie in diesen Tagen. Die Abteilung boomt, im Nachwuchs sind vier Mannschaften in der Oberliga am Start, und bei Männern und Frauen ist die Durststrecke definitiv Vergangenheit.

Die Trendwende begann, als einige Ehemalige in einer Hobbyliga wieder Spaß an diesem Sport entwickelten, woraus vor zwei Jahren mit schmalem Aufgebot der Start in der 3. Verbandsliga entstand. „Danach ist es eigentlich nur noch aufwärts gegangen“, freut sich Abteilungschef Hans-Jürgen Becker.

Ehemalige bringen die Abteilung wieder auf Kurs

Immer mehr Ex-Spieler kehrten zurück, der Kader füllte sich kontinuierlich und besaß reichlich Qualität, um den Höhenflug zu starten. In der letzten Saison waren die TuS-Herren in der Halle eine Klasse für sich, gewannen alle Spiele und stiegen ungefährdet in die 2. Verbandsliga auf. Danach gab es weitere Neuzugänge, so dass auch eine Formation für die Saison auf dem Feld gestellt werden konnte, die – wie sollte es anders sein – als Herbstmeister die erste Serie beendet hat.

Jetzt geht es wieder in die Halle, wo am kommenden Sonntag der Punktekampf eingeläutet wird – wegen der üppigen Personaldecke sogar mit zwei Mannschaften. Die Erstvertretung will in der 2. Verbandsliga durchstarten, die „Zweite“ in der 4. Verbandsliga Fuß fassen. Wie man erfolgreich startet, haben die Frauen am letzten Wochenende vorgemacht. Die hatten auf dem Feld noch Schwierigkeiten, können in der Halle dank vieler Neuzugänge aber als reines TuS-Team antreten und werden ab April wohl auch im zweiten Teil der Feldserie für Furore sorgen.
Der Boom in allen Bereichen kann in die gewünschten Bahnen gelenkt werden, weil dem TuS mit der neuen Gesamtschulsporthalle eine zweite Spiel- und Trainingsstätte (neben der Matthias-Grothe-Halle) zur Verfügung steht. „Die ist für unsere Belange ideal, Kunststoffboden ist für Hockey besser als Parkett, und die neue Bande ist hervorragend“, lobt Hans-Jürgen Becker. Dass man einiges vom Equipment nun doppelt vorhalten muss, um nicht permanent hin und her transportieren zu müssen, nimmt man gern in Kauf. „In der Halle ist es einfach nicht praktikabel, wenn zwei Mannschaften zeitgleich trainieren müssen. Die Ausweitung der Kapazitäten hilft uns enorm“, erläutert der Abteilungschef. „Im letzten Jahr hatten wir oft über 40 Kinder in der Halle, und da ist zielgerichtetes Arbeiten schwer.“ Doch genau darum geht es den Machern beim TuS mehr denn je. Sie wollen weiter wachsen und Erfolge einfahren. Bei den Männern ist die Oberliga das Ziel, und weil in Kürze talentierte Jugendliche aufrücken, dürfte für Kontinuität gesorgt sein. Schließlich neigt sich die Karriere manches Routiniers, der den Aufschwung eingeleitet hat, allmählich dem Ende zu.

Derzeit hat Hans-Jürgen Becker 15 Trainer beschäftigt, wobei fast alle Mannschaften auf eine Doppelbesetzung bauen können. Die gute Betreuung soll eine dauerhaft qualifizierte Nachwuchsförderung garantieren, die auch in der Kooperationen mit Schulen zum Ausdruck kommt. Das neue Hoch der Hockeyabteilung ruht somit auf einem soliden Fundament, so dass die Erfolgsgeschichte wohl noch um einige Kapitel weitergeschrieben werden kann.

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