Corona

Das kollektive Warten auf die Corona-Schutzverordnung

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Viele Sportplätze, wie hier die Personal-Garant-Arena in Sümmern, sind weiterhin geschlossen.

Viele Sportplätze, wie hier die Personal-Garant-Arena in Sümmern, sind weiterhin geschlossen.

Foto: Markus WASSMUTH

Iserlohn.  Die angekündigten Öffnungsschritte stoßen weitgehend auf Zurückhaltung.

Der Märkische Kreis gehört aktuell zu den vier Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen, in denen die Inzidenz noch über dem Wert von 100 liegt, der in den neuen Corona-Beschlüssen der Bundesregierung eine wichtige Rolle spielt. Sinkt diese Zahl dauerhaft (also mindestens sieben Tage) unter die 100, sieht der nun vorgelegte „Öffnungsplan Corona“ der Bundesregierung auch für den Sport Schritt für Schritt den Wiedereinstieg vor.

Noch ungeklärt ist aber bislang die in diesem Zusammenhang verwendete Bezeichnung „regional“. Sollte diese für jeden Kreis oder jede kreisfreie Stadt einzeln gemeint sein, würde sich im Märkischen Kreis mit einer Inzidenz von 124,1 vorerst nichts tun. Wären jedoch die Zahlen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen maßgeblich, könnten auch die Sportler in MK von einer möglichen Entwicklung profitieren.

Grundsätzlich gilt jedoch für alle, die weitere Informationen zu möglichen Lockerungen herbeisehnen, die in diesen Tagen erscheinende neue Corona-Schutzverordnung des Landes abzuwarten. Dort werden die konkreten Rahmenbedingungen genannt.

Als erste können gerade die Aktiven in den Genuss von Lockerungen, frühestens ab 8. März kommen, die kontaktfreien Sport unter freiem Himmel betreiben. Bei einem Inzidenzwert der mindestens sieben Tage unter 50 liegt, könnten das draußen bis zu maximal zehn Personen sein. Der Öffnungsplan reicht dann mit den weiteren Schritten bis zum Kontaktsport in der Halle, der im günstigsten Fall in einer fünften Öffnungsstufe bei einer von Anfang an dauerhaften Inzidenz unter 50, frühestens ab dem 5. April möglich wäre. In der Abstufung der Inzidenz von 50 bis 100 könnte zu diesem Zeitpunkt wieder kontaktfreier Sport in der Halle und Kontaktsport draußen ohne tagesaktuellen Schnelltest möglich sein.

Heimische Sportfunktionäre reagieren zurückhaltend

Bewerten wollten heimische Sportfunktionäre die neuen Regelungen auch deshalb noch nicht, weil ihnen die neue Corona-Verordnung noch nicht vorlag. Günther Nülle, der Vorsitzende des Kreissportbundes, sprach aber von einem Hoffnungsschimmer. Ansgar Bochynek, Vorsitzender des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses und Vereinschef beim LAZ Iserlohn, erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass er sich mit seinen Mitstreitern in den Startlöchern befinde, um die Möglichkeiten, die sich bieten, schnell mit Leben zu erfüllen. Man bemühe sich derzeit intensiv, den Kontakt online zu den Mitgliedern zu halten, echtes Training sei aber nicht zu ersetzen.

Als echten Hoffnungsschimmer sieht der Fußball-Kreisvorsitzende Horst Reimann den nun vorgelegten Plan für seine Sportart nicht. Er geht davon aus, dass die Inzidenzzahlen in den Kreisen maßgeblich sein werden, was für ihn einen „Flickenteppich“ nach sich zieht. „Bei mir schwindet die Hoffnung langsam, dass wir die Saison sportlich zu Ende bringen“, so Reimann. Dennoch werde er alles versuchen, damit das gelingt.

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