Fußball

Bezirksliga-Kellerderby findet keinen Sieger

Sinopspor und Hennen trennen sich 1:1. Gäste agieren in Unterzahl deutlich gefährlicher.  

Sinopspor und Hennen trennen sich 1:1. Gäste agieren in Unterzahl deutlich gefährlicher.  

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Sinopspor und Hennen trennen sich 1:1. Die Gäste agieren in Unterzahl deutlich gefährlicher.

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Eine Punkteteilung, die niemandem weiterhilft, kam am Sonntag beim Bezirksliga-Derby zwischen dem Vorletzten Sinopspor Iserlohn und dem SC Hennen zustande. Die Gäste haben durch das 1:1 nunmehr sechs Punkte Abstand auf den ersten Abstiegsplatz.


Fußball-Bezirksliga: Sinopspor Iserlohn - SC Hennen 1:1 (0:0). Als Sinopspors Mittelfeldspieler Serkan Gündüz nach dem Halbzeitpfiff auf dem Weg in die Kabine war, schüttelte er fassungslos den Kopf und schimpfte: „Der Torwart holt vier Hundertprozentige raus.“ Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten mit vielen Fehlpässen und jeder Menge Hektik kam der SC Hennen als erster in der Partie an. Bei der Mannschaft von Trainer Holger Stemmann lief der Ball besser, Sinopspor kam dagegen vor allem durch Standardsituationen zu Chancen – und die hatten es in sich.

Sinopspor nach der Pause trotz Überzahlspiels harmloser

Zweimal wehrte Hennens Schlussmann Jonas Krause brandgefährliche Schüsse von Furkan Cetiner zu Eckbällen ab (27. und 29.), zwei Minuten später blieb Krause Sieger gegen Faik Yilmaz, kurz darauf auch gegen Gündüz, und Mesut Yilmaz traf nur den Pfosten. Die Führung für Sinopspor lag in der eiskalten Luft – erst recht nachdem Hennens Haris Elezovic eine unsportliche Bemerkung in Richtung des Schiedsrichters abgab und deswegen vom Platz flog. Bis zur Halbzeit hielt sich der SC schadlos. Michael Weigelt gab im Namen der Zebras sogar den letzten Torschuss ab. Aus der Pause kamen Weigelt, der im Laufe der vergangenen Woche Vater einer Tochter wurde, und seine Mitspieler mit breiter Brust. Teilweise verlagerten sie das Spielgeschehen sogar in die Sinopspor-Hälfte.

Die ganz großen Chancen blieben jedoch zunächst aus. Die Gastgeber setzten nach gut einer Stunde zu einem vielversprechenden Angriff an, der jedoch abrupt endete, als Hennens Nils Krawczyk den Ball im Strafraum an den Arm bekam. Die Schussdistanz war zwar kurz, der Arm jedoch alles andere als angelegt. Glück für Hennen, dass es keinen Elfmeter gab. Sechs Minuten später nutzte Weigelt das durch eine Ecke von Hassan Boulakhrif verursachte Chaos in Sinopspors Hintermannschaft zur Hennener Führung, die aber nur sieben Minuten hielt. Dmitrij Gikst wuchtete einen Cetiner-Freistoß zum 1:1 ins Tor, womit Holger Stemmann haderte. „Ausgerechnet nach einem Standard fällt das Tor. In solchen Situationen ist es egal ob du in Unterzahl spielst.“

Ohne wirklich zwingend zu werden, blieb Sinopspor bis Spielende optisch überlegen, doch die besten Chancen ließ der SC aus. Dominik Essmann schoss aus zentraler Position drüber, der eingewechselte Weinrich traf in der 94. Minute nur die Latte. Beide Chancen bereitete der quirlige Boulakhrif vor.

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