Kreissportbund

Beim KSB lernen junge Leute fürs Leben

Stabübergabe: Für Vanessa Stabenau (links) endet das FSJ in wenigen Wochen, dann steigt Lukas Glingener beim KSB ein. Auch er wird eng mit Patrick Krone (Mitte) zusammenarbeiten.

Stabübergabe: Für Vanessa Stabenau (links) endet das FSJ in wenigen Wochen, dann steigt Lukas Glingener beim KSB ein. Auch er wird eng mit Patrick Krone (Mitte) zusammenarbeiten.

Foto: Oliver Bergmann

Iserlohn.  Als Anbieter eines Freiwilligen Sozialen Jahres ist der Kreissportbund MK längst kein Geheimtipp mehr.

Die Zeiten, in denen das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als Beschäftigungsprogramm für junge Menschen verschrien war, die keinen Plan für die Zeit nach dem Schulabschluss hatten, sind vorbei. Wer sich heute für ein solches Jahr entscheidet, weiß, dass Erfahrungen gesammelt werden, von denen später im Beruf oder bei der Ausübung eines Ehrenamtes gezehrt werden kann. Vanessa Stabenau und Lukas Glingener, beide 20 und aus Iserlohn, verkörpern diesen neuen FSJ-Typus. Während sie in Kürze ihr Jahr beim Kreissportbund Märkischer Kreis (KSB) abschließt, stehen Glingener die zwölf spannenden Monate noch bevor. Zusammen mit Patrick Krone, dem KSB-Referenten Jugendarbeit und Zuständigen für „Qualifizierung“ und „Sport im Ganztag“ haben sie über ihre Erfahrungen und Erwartungen gesprochen.

Warum habt Ihr Euch für ein FSJ entschieden?

Stabenau: Ich musste nach dem Abitur, das ich 2017 am MGI gemacht habe, aus gesundheitlichen Gründen ein Jahr überbrücken.
Glingener: Bei mir war es so, dass ich nach dem Abitur 2018 am Privaten Aufbaugymnasium zunächst ein Studium begonnen hatte. Allerdings habe ich schon im ersten Semester gemerkt, dass das nichts für mich ist. Daraufhin hatte ich mich hier beworben.

Seid Ihr auch sonst sportlich aktiv?

Stabenau: Ich mache Krafttraining in einem Fitnessstudio.
Glingener: Ich spiele Fußball in der dritten Mannschaft des SC Hennen, bin dort Sportlicher Leiter der G- bis C-Jugend und als B-Lizenz-Inhaber trainiere ich die C-Jugend auch.

Und wie kam der KSB ins Spiel?

Stabenau: Meine beste Freundin hatte hier ihren Bundesfreiwilligendienst geleistet und war so begeistert, dass ich mich daraufhin beworben habe und angenommen wurde.
Glingener: Ich bin ja sowieso sportlich unterwegs und in diesem Bereich auch ganz gut vernetzt. Auf Instagram habe ich dann die Ausschreibung gesehen und mich beworben.
Krone: Die Anzeige hatte Vanessa kurz zuvor dort eingestellt.

Was waren und sind denn Eure Erwartungen?

Stabenau: Ich beginne am 1. September eine Ausbildung zur Industriekauffrau, deswegen war es mir wichtig, den Büroalltag kennenzulernen, also E-Mails schreiben und zu telefonieren. Die sportliche Seite war genauso interessant. Hier habe ich meinen Übungsleiter-Schein gemacht und bleibe also als Lehrteamerin dabei. Das bedeutet, dass ich Übungsleiter ausbilden darf.
Glingener: Die Praxis kenne ich ja schon vom Fußballplatz, trotzdem ist es mir wichtig, dass das FSJ an die Praxis angebunden ist. Hier möchte ich außerdem die andere Seite des Sports kennenlernen und ein Verständnis vom KSB bekommen. Von vielem, was hier gearbeitet wird, bekommt man ja sonst nichts mit.

Was macht man denn als FSJler konkret beim KSB?

Stabenau: Durch den Übungsleiterschein durfte ich entsprechende Tätigkeiten im OGS-Bereich an Schulen und Vereinen übernehmen. Es standen immer andere Sachen an. Ich war unter anderem bei der „Sportplatz-Kommune-Testung“ dabei. Es ging darum, Kinder aus dem zweiten und vierten Schuljahr auf ihre motorischen Fähigkeiten zu überprüfen.
Krone: Vanessa hat viel organisiert, sie hat für die „Sportplatz-Kommune-Testung“ Helfer engagiert und betreut und sie hat auch auf den Sportaktionstag, den wir Ende Juni in der Matthias-Grothe-Halle ausgerichtet haben, sehr lange hingearbeitet.

Herr Krone, was sollte ein FSJler mitbringen, der sich beim Kreissportbund bewirbt?

Krone: Gute Frage. Ein Hang zum Sport ist schon wichtig, man sollte sich schon damit identifizieren. Jemand, der lieber anpackt, ist aber auch nicht verkehrt. Es ist bis jetzt immer so gewesen, dass man mehr schafft als zunächst angenommen. Die Leute entwickeln sich und wachsen mit ihren Aufgaben. Wir hatten seit dem Start im Jahr 2014 immer gute FSJler. Vanessa hat diese junge Tradition fortgesetzt und bei Lukas wird das auch so sein.

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