Fussball - Oberliga Westfalen

Update: Westfalia Herne spielt beim ASC auf Kunstrasen

Die Westfalia, vorne links Philipp Rößler, tritt beim ASC 09 Dortmund an.

Die Westfalia, vorne links Philipp Rößler, tritt beim ASC 09 Dortmund an.

Foto: Bastian Haumann / Funke Foto Services

Der SC Westfalia Herne schaut nach dem 0:3 gegen den neuen Tabellenführer Wiedenbrück wieder nach vorn und peilt Zählbares beim ASC Dortmund an.

Christian Knappmann wohnt in Ostwestfalen, hat auch zu seiner aktiven Zeit für Vereine dort gespielt und ist also nah dran an der dortigen Fußballszene. Kein Wunder also, dass er aus den Reihen des letzten Gegners, SC Wiedenbrück, noch ziemlich unmittelbar Rückmeldungen zum vergangenen Sonntag bekommen hat – und damit eine Bestätigung dafür, dass der Weg der vergangenen Partien des SC Westfalia Herne seit dem 2:1 beim TuS Ennepetal wohl nicht der verkehrteste ist.

Am Sonntag (15.30 Uhr) weist der Spielplan der Westfalia den Weg zum Auswärtsspiel beim ASC 09 Dortmund – dort wurde das Spiel auf den Kunstrasenplatz an der Schweizer Alle 29a verlegt. Einige anerkennende Worte gab’s für die Westfalia noch zum Wochenanfang vom letzten Kontrahenten.

Mit Einsatz und hohem Pressing beeindruckt

„Die Wiedenbrücker, mit denen ich danach gesprochen habe, haben mir gesagt, dass wir bis jetzt ihr unangenehmster Gegner gewesen sind“, berichtet SCW-Trainer Christian Knappmann. Mit dem Hinweis, dass diese Aussage von Seiten des neuen Tabellenführers der Oberliga Westfalen kommt.

Mit ihrem Anlaufen, dem kämpferischen Einsatz und dem hohen Pressing hatte die Westfalia in der Tat am Sonntag die Gäste aus Ostwestfalen in der ersten Halbzeit ziemlich beeindruckt.

Erhan Duyar und Felix Fuchs empfehlen sich im Training

Bis sich die Westfalia als Heimteam durch den Ballverlust von Nazzareno Ciccarelli, dem sich die 1:0-Führung der Wiedenbrücker anschloss, und die Gelb-Rote Karte gegen Nicolai Pakowski recht früh in Halbzeit zwei selbst aus dem Spiel nahm und die Wiedenbrücker bei ihrem 3:0-Erfolg ihre Stärken zeigten.

Gesperrt fallen auf Herner Seite für das Gastspiel in Dortmund Nicolai Pakowski und Maurice Haar aus. Dafür aber haben zuletzt vor allem zwei Westfalia-Spieler im Training für mögliche Einsätze geflaggt. So habe Erhan Duyar „überragend trainiert“, sagt Knappmann, ebenso Felix Fuchs: „Er ist wieder ganz der Alte. Zweikampfstark, präsent, mit guter Lautstärke auf dem Platz.“

Dortmunder holen ihre zwölf Punkte auf fremden Plätzen

Der Tabellenzehnte ASC 09 Dortmund hat seine bisherigen zwölf Punkte ausnahmslos auf fremdem Platz eingespielt, führt die Auswärtstabelle der Oberliga Westfalen an und ist mit null Punkten Schlusslicht der Heimtabelle.

Die Herner haben sieben ihrer neun Punkte in der Fremde eingespielt.

Eine zwangsläufige Rechnung ergibt sich für Christian Knappmann aus dieser Konstellation allerdings nicht („das hat nichts zu sagen“) – er preist nämlich noch den Faktor „typisch für uns“ ein.

„Typisch Westfalia“ soll’s nicht heißen

Er erinnert sich dabei an die Vorsaison, als die Herner bei RW Ahlen vorbeischauten. Die damaligen Gastgeber hatten schon länger nicht mehr vor eigenem Publikum gewonnen, bis Ende Oktober 2018 die Westfalia im Wersestadion aufkreuzte. 5:3 am Ende für Ahlen.

„Typisch Westfalia“ soll es am Sonntag also nicht heißen. Denn den Abstand zu den Dortmundern wolle er mit seiner Mannschaft zumindest nicht größer werden lassen, so Knappmann. Nach neun Spieltagen ist zunächst mal Rang fünf noch lediglich sechs Punkte entfernt für die Herner.

Nicht ausruhen und weiter punkten

Die haben zwar schon deutlich mehr Punkte als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, aber ausruhen sei nicht drin, sagt Hernes Trainer: „Dass wir noch mal dreißig Punkte in der Rückrunde wie in der vorigen Saison holen, ist ja nicht sicher“, sagt Christian Knappmann.

Wichtig ist’s bei Westfalia nicht nur auf dem Platz. Im Hintergrund laufen unterdessen die Vorbereitungen für die nächste, außerordentliche, Mitgliederversammlung des SC Westfalia Herne, bestätigt der Vorsitzende Uwe Heinecke.

Bis zur zweiten Novemberhälfte sollen die kompletten Bilanzen vorliegen – die Versammlung, so Heinecke, sei für den Zeitraum zwischen dem 20. und dem 28. November vorgesehen.