Fussball - Oberliga

SC Westfalia Herne will noch Plätze gutmachen

Viel zu jubeln hatte der SC Westfalia Herne bisher in 2019 – wie hier Winter-Neuzugang Michael Smykacz.

Viel zu jubeln hatte der SC Westfalia Herne bisher in 2019 – wie hier Winter-Neuzugang Michael Smykacz.

Foto: Rainer Raffalski

Der SC Westfalia Herne hat sich nach den Erfolgen der vergangen Wochen noch ein sportliches Ziel gesteckt. Sonntag ist Holzwickede zu Gast.

Ungeschlagen in 2019, gut gepunktet, aber zurücklehnen, das gibt’s nicht bei Christian Knappmann, der kurz grinst und erklärt: „Ich will immer das Maximum erreichen und nicht nur das Minimum verhindern.“ Was für ihn daraus folgt, hat er seinen Spielern noch mal ausführlich erklärt, in dieser Woche vor dem Heimspiel am Sonntag (15.15 Uhr, real-Arena) gegen den Holzwickeder SC.

„Wir hatten eine Diskussion, aber es war eher ein Monolog: einfach um darauf hinzuweisen, dass wir zu Beginn der Rückserie ein komplettes Paket angeboten haben. Da haben wir überragend trainiert und sehr gut Fußball gespielt“, sagt der Westfalia-Trainer. Zuletzt hatte Knappmann da aber andere Beobachtungen gemacht: „Mittlerweile ist es so, dass wir es nicht mehr schaffen, in der Woche voll am Limit zu sein. Wir schaffen es, die Form in die Spiele zu retten. Aber wir müssen wieder besser und konzentrierter trainieren.“

Über die Ergebnisse in 2019 gebe es sowieso nichts zu meckern, und auch über die Einheit, die sich an die Diskussion in Monologform anschloss, konnte Knappmann feststellen: „Das Training danach war top.“

Platz im Westfalenpokal ist ein Ziel

Schließlich: „Das ist kein Selbstläufer“, so Christian Knappmann. „Ein gutes Spiel ist immer das Ergebnis guter Trainingseinheiten.“ Nach den bisherigen Spielen dieses Jahres und dem zuletzt stetigen Punkten kann die Westfalia durchaus nach einem möglichen Maximum schauen, und das lautet: einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, der die Qualifikation für den Westfalenpokalwettbewerb in der kommenden Saison bedeutet. Möglicherweise reicht dazu Rang acht in der Abschlusstabelle.

Bis dahin aber steht für die Westfalia die weitere Arbeit an der Serie aus 2019 an, was Christian Knappmann schon am Sonntag für schwer genug ist, wie die Westfalia schon beim 1:1 im Hinspiel erlebt hat. Stark im Eins gegen Eins, mit schnellem Umschaltspiel und taktisch gut eingestellt: der Aufsteiger, Tabellen-14., hat sich bislang immer über dem Strich halten können. Knappmann: „Sie sind eine Mannschaft, die nicht nach dem Motto ,Never change a winning team’ agiert, sondern auch auf den jeweiligen Gegner reagiert.“

Von den Abstiegsplätzen haben sich auch die Herner zuletzt ferngehalten, nach dem Sieg des FC Gütersloh allerdings hat sich der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Punkte verkleinert.

Andreas Ogrzall nach langer Pause wieder im Training

Für Hernes Trainer ist das Glas aber halb voll und nicht halb leer: „In der vergangenen Saison hatten wir zu diesem Zeitpunkt, also bei gleicher Spielzahl, gerade einmal vier Punkte mehr“, so der Westfalia-Trainer. „Deswegen wollen wir auch noch vier bis sechs Plätze gut machen.“

Für das Spiel gegen Holzwickede melden sich Nazzareno Ciccarelli, Kai Hatano und Felix Fuchs wieder zurück, hingegen fällt für diesen Sonntag gesperrt Maurice Haar aus. Nach langer Verletzungspause ist auch Andreas Ogrzall wieder zurück im Training, was Knappmann launig-freudig kommentiert: „Er macht das schon wieder richtig gut, dafür, dass er hundert Jahre ausgefallen ist.“