Eishockey - Oberliga Nord

Herner EV schießt sich gegen Tilburg an die Tabellenspitze

Michel Ackers und seine Teamkollegen vom Herner EV bleiben ungeschlagen. Das erste Topspiel des Wochenendes gewannen die Herner mit 4:3 gegen die Tilburg Trappers.

Michel Ackers und seine Teamkollegen vom Herner EV bleiben ungeschlagen. Das erste Topspiel des Wochenendes gewannen die Herner mit 4:3 gegen die Tilburg Trappers.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Der Herner EV gewinnt gegen Tilburg 4:3, übernimmt die Tabellenführung. Nach dem 3:3 findet der HEV eine blitzschnelle Antwort.

Mit dem fünften Sieg im fünften Spiel hat sich der Herner EV am Freitag an die Tabellenspitze der Oberliga Nord geschossen.

Vor 1607 Zuschauern in der Hannibal-Arena besiegten die Grün-Weiß-Roten die Tilburg Trappers mit 4:3 und profitierten gleichzeitig von der ersten Saisonniederlage ihres nächsten Gegners aus Leipzig (diesen Sonntag, 13. Oktober, 18 Uhr).

Sitztribüne rechtzeitig fertig zum Topspiel

Grün-Weiß-Rot – rechtzeitig zum Topspiel gegen den amtierenden Nordmeister prangte auch die Sitztribüne in den Herner Vereinsfarben. Nach mehrwöchigem Umbau waren die antiquierten gelben Sitzschalen endlich Vergangenheit, doch inspiriert wirkten die Gastgeber vom neuen Outfit ihrer Heimstätte zunächst nicht.

Die Niederländer übernahmen sofort die Initiative, störten gewohnt früh und aggressiv und sorgten im ersten Abschnitt für viele gefährliche Aktionen vor dem Tor von HEV-Goalie Björn Linda.

Erste Überzahl bringt die Gäste-Führung

Gleich die erste Überzahl brachte die verdiente Führung für die Gäste, die allerdings anschließend mit ihren Chancen hausieren gingen und auch eine über 90-sekündige 5:3-Überzahl nicht nutzen konnten.

„Wir hatten große Löcher, sind der Scheibe oft nur hinterhergelaufen und müssen Björn danken, dass es zur Pause nur 0:1 hieß“, fasste HEV-Trainer Danny Albrecht die ersten 20 Minuten zusammen, in denen seine Mannschaft im Spiel nach vorne wenig Zwingendes zustande gebracht hatte.

HEV-Goalie Björn Linda war im zweiten Abschnitt nicht zu überwinden

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Trappers den besseren Start, doch Linda war nicht zu überwinden. Allmählich stand die Defensive der Gastgeber allerdings besser und völlig überraschend kippte das Spiel von einer Minute zur anderen.

„Das 1:1 fiel aus dem Nichts und das 2:1 auch“, meinte Danny Albrecht hinterher, nachdem seine Mannschaft zweimal schnell umgeschaltet und erste Lücken in der Tilburger Defensive eiskalt ausgenutzt hatte. Und der HEV hatte die Chance auf mehr.

Nils Liesegang versenkt einen Penalty zum 3:1

Eine 5:3-Überzahl vergaben die Gastgeber noch, bevor Nils Liesegang einen Penalty zum 3:1 versenkte – spätestens jetzt waren die Gysenberger endgültig im Spiel angekommen.

Die Trappers gingen wütend wie ein angeschlagener Boxer ins letzte Drittel, verkürzten durch einen wie aus dem Lehrbuch ausgespielten Angriff auf 2:3 und glichen nach einem schweren Herner Abwehrfehler aus. Der befürchtete Zusammenbruch der Gastgeber nach diesem Patzer blieb jedoch aus.

27 Sekunden nach dem Tilburger Ausgleich trifft Patrick Asselin

Stattdessen traf Patrick Asselin nach einer starken Kombination des ersten Blocks nur 27 Sekunden später zur erneuten Herner Führung – was für eine Antwort.

Der HEV machte anschließend vor dem eigenen Gehäuse dicht, ließ keine klare Tilburger Möglichkeit mehr zu und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

HEV-Trainer Danny Albrecht freut sich nicht nur über die Moral seines Teams

Gästetrainer Bohuslav Subr sah die mangelhafte Chancenverwertung seines Teams in der überlegen geführten Anfangsphase als Hauptgrund für die Niederlage: „Wir hätten im ersten Drittel mehr Tore schießen müssen.“

Danny Albrecht freute sich nicht nur über die Moral seiner Mannschaft: „Wir haben unsere Chancen besser genutzt und es am Ende auch defensiv gut gemacht.“

Drittel: 0:1, 3:0, 1:2.

Tore: 0:1 (9:06, 5-4), 1:1 (23:23) Fominych (Pietschmann), 2:1 (24:57) C. Ziolkowski (Calabrese/Palka), 3:1 (31:19, Penalty) Liesegang, 3:2 (48:23), 3:3 (53:01), 4:3 (53:28) Asselin (Ackers/Liesegang).

Strafminuten: Herne 8 – Tilburg 8.

Leserkommentare (9) Kommentar schreiben