Basketball Europapokal

Hernes Abschied vom Europapokal: Klare Ansage vom Trainer

In eigener Halle bekamen Adelina Abaiburova und der Herner TC von den Belgierinnen klar die Grenzen aufgezeigt – auswärts wollen die Hernerinnen es besser machen.

In eigener Halle bekamen Adelina Abaiburova und der Herner TC von den Belgierinnen klar die Grenzen aufgezeigt – auswärts wollen die Hernerinnen es besser machen.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Herne.  Bei Hema Basket SKW fällt am Donnerstag der Vorhang für die Basketballerinnen der Herner TC. Für den Trainer geht es um mehr als die Statistik.

Staunend und voller Vorfreude haben die Basketballerinnen des Herner TC vor sieben Wochen die europäische Bühne betreten, an diesem Donnerstagabend nun fällt für sie im belgischen Sint Katelijne Waver der letzte Vorhang. Auch wenn das Spiel hauptsächlich statistischen Wert hat – Trainer Marek Piotrowski macht eine klare Ansage.

Schon vor dem Schlussakt wissen die Hernerinnen, dass sich der Beifall in Grenzen halten wird. Was sie nicht daran hindern sollte, ihre Rolle mit Anstand zu Ende zu spielen. Selbst wenn die HTC-Damen ihr letztes Spiel im Fiba-EuroCup bei Basket Hema SKW (Sprungball 20.30 Uhr, Heiveld Hall 3) gewinnen sollten, werden sie die Gruppenphase auf Platz vier beenden und sind damit ausgeschieden.

Piotrowski: „Wir haben noch was gutzumachen“

Was erwartet Trainer Marek Piotrowski also von seinen Schützlingen, wie motiviert er sie? Für sein Verständnis von Sportsgeist, so klingt es durch, sind solche Fragen fast obsolet.

Wir haben das Hinspiel mit neun Punkten verloren, wir haben noch was gutzumachen“, antwortet der 60-Jährige. „Auch wenn manche Leute meinen, es ginge um nichts: Für uns geht es um den Sieg, wir wollen gewinnen.“ Klare Ansage, aber das wird schwer.

Siege über Keltern und Szekszard: Hema SKW ist sehr heimstark

Dass die Belgierinnen zuhause Keltern mit zehn, die Ungarinnen aus Szekszard sogar mit 29 Punkten weggeputzt haben, blendet Piotrowski keineswegs aus. „Hema ist unheimlich heimstark, das wissen wir. Aber trotzdem wollen wir sehen, was wir mitnehmen können, auch im Hinblick auf das nächste Bundesligaspiel in Freiburg.“

Auch das Team freue sich über jede Möglichkeit, sich mit guten Mannschaften zu messen. Gerne hätte Piotrowski alle Spielerinnen dabei in Flandern, aber Laura Zolper und Sarah Polleros können im Abi-Jahr der Schule nicht schon wieder drei Tage fernbleiben.

Bereits am Mittwochmittag brach der HTC-Tross auf, um sich in der nahe Mechelen gelegenen, 20.000 Einwohner großen Gemeinde auf ihren letzten Auftritt in Europa vorzubereiten. Die Rückkehr ist für Freitagmittag vorgesehen.

Belgierinnen können sich noch den Spitzenplatz sichern

Dass die HTC-Spielerinnen dann wirklich zwei Punkte im Gepäck haben, ist angesichts der Klasse des jungen belgischen Teams um die Zwillingsschwestern Becky und Billie Massey nicht unbedingt zu erwarten.

Zumal Hema Basket, das Platz zwei bereits sicher hat, mit einem Sieg noch auf Rang eins vorstoßen kann, falls Szekszard in Keltern verliert. „Aber wir wollen uns auf jeden Fall würdig verabschieden“, beharrt Piotrowski.

Vielleicht reicht es ja doch zu einem warmen Schlussapplaus.

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