Fussball - Westfalenpokal

DSC Wanne-Eickel schießt sich mit 6:1 in die nächste Runde

Siegertänzchen: die Spieler des DSC Wanne-Eickel nach dem 6:1 über Concordia Wiemelhausen.

Siegertänzchen: die Spieler des DSC Wanne-Eickel nach dem 6:1 über Concordia Wiemelhausen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

In der zweiten Halbzeit dreht der DSC Wanne-Eickel auf: mit einem 6:1 über Concordia Wiemalhausen erreicht das Westerhoff-Team die nächste Runde.

Ja, da blüht der Flachs beim DSC Wanne-Eickel. Es gab da so eine kurze Szene beim 6:1 (1:1)-Sieg des DSC in der zweiten Runde des Westfalenpokalwettbewerbs über Concordia Wiemelhausen. Die rundet das Bild ab, das die Wanner zurzeit mit ihrem flotten Flachgepasse aufs Grün zaubern.

Damian Bartsch gab da scharf herein von rechts. Folgenlos, aber Bartsch und Dawid Ginczek nahmen’s locker.

Ginczek grinste: „Sag nicht, das war ein Pass.“ Bartsch grinste zurück: „Ein guter Stürmer steht da.“ Gelächter der beiden Wanner. Für Wiemelhausen war es ein ernsterer Abend. 4:1 stand es zu diesem Zeitpunkt schon.

Unentschieden 1:1 war’s für beide Teams in die Pause gegangen. Es war schnell klar, dass die Gewissheit der Wanner, dass es ein anderes Spiel werden würde als zuletzt beim 8:0-Sieg in der Liga über den FC Lennestadt – zumindest in der ersten Halbzeit. Denn zwischen den Sechzehnern lieferten die Wiemelhauser dem DSC ein engagiertes Ringen um die Räume. So dass die Offensiven beider Teams erst mal nicht in die jeweils vorderste Zone kamen.

Aus dem wechselseitigen Räume-besetzen im Mittelfeld spielten sich die Gastgeber als erste gefährlich vor das Concordia-Tor. Marvin Piechottka schickte einen steilen Ball in den Lauf von Dawid Ginczek, aber Wiemelhausens Torhüter Thorben Schmidt war im eigenen Fünfer den einen Schritt schneller am Ball (20.).

Wiemelhausen gleicht schnell aus nach Ginczeks 1:0

Nach fast einer halben Stunde passte das Timing zwischen Vorlagengeber und Stürmer. Von der rechten Seite aus schaute Sven Preissing aus seinem Lauf kurz auf und flankte zum langen Pfosten zu Dawid Ginczek – der köpfte in den langen Winkel, zum 1:0 nach 29 Minuten.

Wiemelhausen setzte aber schnell dagegen. 35. Spielminute, ein Konter der Gäste und Tom Franke schloss frei durch zum Ausgleich ab.

Fuß auf dem Gaspedal

Die Wanner zogen schon vor der Halbzeit ihr offensives Tempo wieder an, nach einem Eckball konnte Nicolai Lux aber den Ball nicht unter Kontrolle bringen, traf ihn kurz vor dem Fünfmeterraum nur mit dem Knie. Was sich die Wanne-Eickeler in der Halbzeit vorgenommen hatten, zeigten sie direkt nach dem Beginn der zweiten Halbzeit, mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Doch zweimal verpasste der eingewechselte Rene Michen, jeweils freigespielt von der Strafraumgrenze aus, die erneute Führung für den DSC: zunächst mit einem Schuss an die Unterkante der Latte (47.), dann übers Tor (49.).

Der Offensiv-Fuß der Gelb-Schwarzen blieb an seinem Platz. Nach einer Stunde kombinierten sich die Gastgeber nach vorne, Johannes Engel startete, mit schnellem Doppelpass mit Ginczek vor dem Sechzehner, und der Ex-Sinsener schob dem Concordia-Torhüter Schmidt den Ball durch die Beine.

Wanner erhöhen noch mal die Drehzahl

2:1, und die Wanner erhöhten jetzt noch mal die Drehzahl. Foul im Strafraum an Dawid Ginczek, der verwandelt den Elfmeter selbst zum 3:1 (65.), legt noch zwei Minuten später den vierten Wanner Treffer drauf (4:1/67.). Marco Kampmann (75.) erhöht auf 5:1. Zeit für Wannes Fans zu fragen: „Wer ist unser Bester?“ – die Antwort singen sie direkt hinterher: „Wester, Wester“.

Das halbe Dutzend vollendete dann Damian Bartsch, 6:1 in der 89..

Mit Tempo und mit Ruhe am Ball

Das Tempo des DSC Wanne in der zweiten Halbzeit war das eine. Aber dazu gehörte auch, so Trainer Sebastian Westerhoff: „Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass sie am Ball ruhiger sein sollen, so haben wir sicherer nach vorne gespielt. In der ersten Halbzeit war mir das Spiel zu hektisch, da haben wir uns auch vom Gegner anstecken lassen.“

Aber die Hektik und den Gegner ließen die Wanner in der zweiten Halbzeit locker hinter sich.

Tore: 1:0 (29.) Ginczek, 1:1 (35.) Franke, 2:1 (60.) Engel, 3:1 (65./FE) Ginczek, 4:1 (67.) Ginczek, 5:1 (75.) Kampmann, 6:1 (89.) Bartsch.

DSC Wanne: Simpson; Gerick (72. Robert), Schlüter (72. Füllgrabe), Basile, Koymali – Bartsch, S. Preissing – Piechottka, Lux (46. Michen), Engel (62. Kampmann)– Ginczek.

Wiemelhausen: Th. Schmidt; Chr. Schmidt (19. Leone), Danabas, Nkam (62. Friedberg), Kern, Scherff, Bousouf (68. Constanzino), Wartala (60. Simsek), Franke, Gumpert, Sundermann.

Schiedsrichter: Tendyck (Gelsenkirchen).

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