Fussball - Kreispokalfinale

DSC Wanne-Eickel hat Bock auf den kleineren Titel

Der DSC Wanne-Eickel (M. Davide Basile

Der DSC Wanne-Eickel (M. Davide Basile

Foto: Rainer Raffalski

Der DSC Wanne-Eickel spielt Donnerstag im Kreispokalfinale in Obercastrop. Trainer Flossbach plant besonderen Abschied Sonntag vom Heimpublikum.

Drei Schlusspfiffe sind es noch, die Holger Flossbach als Trainer des DSC Wanne-Eickel erleben wird, und jedesmal, natürlich, soll seine Mannschaft diejenige sein, die den Ton angibt und jubelt. Das erste Mal an diesem Donnerstag (19 Uhr, Erin-Kampfbahn), wenn Westfalenligist DSC Wanne-Eickel im Kreispokalfinale beim Landesligateam des SV Wacker Obercastrop antritt.

Verabschieden möchte sich Holger Flossbach, ab der kommenden Saison Trainer beim Bezirksligisten SF Merfeld, mit dem Gewinn des Kreispokals: „Das wäre dann der kleinere Titel. Einen hat sich die Mannschaft in dieser Saison in jedem Fall verdient.“

Die Wanner wären gerne auch noch im Rennen um den anderen Platz eins, den in der Westfalenliga. Die bisher so starke Rückrunde hat noch einmal gezeigt, was für die Wanner möglich gewesen wäre ohne die personellen Unwägbarkeiten der Spiele bis zum Jahreswechsel.

DSC Wanne will den Drive aus der Liga mitnehmen

Ein Detail greift sich Flossbach mal raus, über die Ausfälle von Josse Gerrick und Christian Melcher bis Weihnachten hinaus: „Sven Preissing hat vier Spiele in dieser Saison gemacht. Zwei davon in der Rückrunde in Meinerzhagen und in Sinsen, und diese beiden Spiele haben wir gewonnen.“ Beim Tabellenersten und beim Tabellenzweiten – ein Hinweis, dass auch die Ausfälle die Ambitionen der Wanner in dieser Saison ausgebremst haben. Zuletzt aber auch die nicht gewonnenen Spiele wie gegen den SV Horst-Emscher (2:2) und beim Lüner SV (2:3).

Die Chance auf den Kreispokalgewinn und die Teilnahme am Westfalenpokalwettbewerb aber haben die Wanne-Eickeler genutzt, sich im Halbfinale mit 1:0 beim Landesligisten SpVgg Horsthausen durchgesetzt. Mit diesem Ergebnis hat auch der SV Wacker Obercastrop im Halbfinale beim SV Wanne 11 gewonnen.

Dass eine Spielklasse die beiden Endspielteilnehmer trennt, bedeutet für Holger Flossbach gar nichts, was auch der hart umkämpfte Halbfinalerfolg bei der wehrhaften SpVgg Horsthausen unterstrichen hat. Trotzdem: „Die Jungs haben Bock auf den Pokal, in der Meisterschaft läuft es gut und diesen Drive wollen wir auch in dieses Endspiel mitnehmen. Dabei schauen wir aber zuallererst auf unser Spiel.“

Dreimal nach den noch anstehenden Schlusspfiffen dieser Saison will der Trainer mit seiner Mannschaft als Sieger vom Platz gehen.

Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Mondpalastarena) steht gegen Concordia Wiemelhausen das letzte Heimspiel dieser Saison an, und nach Spielende verabschiedet sich Holger Flossbach auf seine Weise vom Wanne-Eickeler Publikum: der Trainer hat private Kontakte genutzt, und so wird am Sonntag nach dem Spiel die australische Rockband „Mixed up everything“ zu Holger Flossbachs Abschied spielen.

Sebastian Westerhoff, spielender Co-Trainer des DSC Wanne-Eickel, wird den Westfalenligisten zur kommenden Saison als Nachfolger von Holger Flossbach übernehmen. Bisher zwei Neuzugänge für die Spielzeit 2019/2020 haben die Wanne-Eickeler bekannt gegeben.

Vom Niederrhein-Oberligisten SpVgg. Schonnebeck wechselt Mittelfeldspieler Damian Bartsch (27) zum DSC. Er spielte zuvor bei RW Essen, dort auch zusammen mit DSC-Abwehrspieler Alexander Schlüter. Abwehrspieler Orkun Koymali kommt vom Westfalenliga-Nachbarn DJK TuS Hordel nach Wanne-Eickel. Der 21-Jährige wurde in der Jugend beim VfL Bochum und bei Preußen Münster ausgebildet.

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