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DSC bekommt Revanche zu spüren

Mit Josse Gerick (am Ball) kam nach dem Seitenwechsel frischer Wind ins DSC-Spiel. Aber lange dauerte dieser nicht an, am Ende ging Wanne-Eickel bei Concordia Wiemelhausen mit 0:4 als klarer Verlierer vom Platz.

Mit Josse Gerick (am Ball) kam nach dem Seitenwechsel frischer Wind ins DSC-Spiel. Aber lange dauerte dieser nicht an, am Ende ging Wanne-Eickel bei Concordia Wiemelhausen mit 0:4 als klarer Verlierer vom Platz.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Gerade hat der DSC Wanne-Eickel im Westfalenpokal 6:1 gegen Concordia Wiemelhausen gewonnen. In der Liga aber gelingt den Bochumern die Revanche.

Autsch. Der Bumerang, mit dem der DSC Wanne-Eickel noch drei Tage zuvor Concordia Wiemelhausen im Westfalenpokal mit 6:1 weggemäht hatte, kam am Sonntag mit voller Wucht zurück. 0:4 (0:2) hieß es diesmal für die Jungs von Trainer Sebastian Westerhoff – gegen den selben Gegner.

Trotz schönsten Sonnenscheins: Diesmal waren es die Wanner, die bedröppelt vom Feld schlichen. Und die die Liga durchaus aufhorchen lassen.

Hinten nicht so griffig und vorne ohne Durchschlagskraft

Gleich vorweg: Das DSC-Spiel war nicht unerwartet und angsteinflößend stümperhaft, wie es das Resultat vielleicht vermuten lässt. „So sehr, sehr schlecht waren wir nicht“, fand Trainer Sebastian Westerhoff den Auftritt in Bochum. Hinten nicht so griffig und vorne ohne Durchschlagskraft, so lautete das Fazit des DSC-Coachs. Concordia wiederum zeigte sehenswerten Konterfußball und langte effektiv zu.

„Wir konnten uns bislang eigentlich darauf verlassen, dass wir defensiv gut stehen und vorne unsere Angriffe fahren“, so Westerhoff. Nicht so allerdings am Sonntag. Die Gelben agierten zu oft ein wenig zu weit weg vom Gegner und wenn sie dann einmal einen vielversprechenden Angriff starten konnten, fällten sie wiederholt die falschen Entscheidungen. Westerhoff: „Und wir haben auch wichtige Zweikämpfe nicht gewonnen.“ An allen Ecken und Enden fehlten damit ein paar Prozentpunkte.

Zehn Minuten langes Hoffen

In der Halbzeitpause, als man sich durch Gegentore von Tom Franke (20.) und Xhino Kadiu (23.) bereits mit 0:2 im Hintertreffen befand, versuchte man sich noch einmal aufzurappeln. Gute zehn Minuten lang konnte man daraufhin auch den Eindruck gewinnen, dass der DSC die Spielkontrolle übernehmen könnte und eventuell noch etwas geht. Leise Hoffnung machte sich im Lager der Wanne-Eickeler breit.

Vier, fünf Situationen mit schnellem Spiel über die Außen entstanden. „Aber diesmal haben wir keinen von uns in der Mitte erreicht“, so Westerhoff. „Sonst kommen wir ja eigentlich immer zum Torabschluss. Aber diesmal eben nicht. Stattdessen hat Wiemelhausen echt gut gekontert.“

Ampelkarte gegen Davide Basile

Abermals Xhino Kadiu (55.) und schließlich Henning Wartala (76.) machten die erste DSC-Niederlage in dieser Spielzeit perfekt. Davide Basile handelte sich am Ende noch die Ampelkarte (87.) ein.

„Das war nicht Wiemelhausen vom Donnerstag“, lobte Sebastian Westerhoff den Gegner, ohne dabei zu verhehlen, dass die deftige 0:4-Niederlage natürlich auch einen kleinen Rückschlag für seine stürmischen Wanner darstellt.

Nächsten Sonntag das „normale“ Gesicht zeigen

„Die Niederlage wird aber nicht zu Riesen-Veränderungen führen, dazu lassen wir uns jetzt nicht hinreißen“, so der Coach. „Wir wissen, was wir können und wir werden nächsten Sonntag definitiv wieder ein anderes Gesicht zeigen. Unser normales Gesicht.“

Der DSC empfängt als nunmehr Vierter (10 Punkte) am kommenden Sonntag Tabellennachbar SC Neheim (6./9 Punkte) in der Mondpalast-Arena im Sportpark.

Tore: 1:0 (20.) Franke, 2:0 (23.) Kadiu, 3:0 (55.) Kadiu, 4:0 (76.) Wartala.

Wiemelhausen: T. Schmidt; C. Schmidt, Nkam, Kern, Leone, Scherff (84. Gumpert), Wartala, Franke (69. Schwindt), Simsek (77. Sundermann), Kadiu, Friedberg (65. Bousouf).

Wanne: Krol; Schlüter, Basile, Koymali - Karatas (61. Engel), Bartsch - Liguda (46. Gerick), Hildwein (51. Piechottka), Kampmann - Ruppert (79. S. Preissing), Ginczek.

Schiedsrichter: Dominic Nosing.

Zuschauer: 200

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