Eishockey - Oberliga Playoffs

Den Herner EV trennt noch ein Sieg vom Finale

In der Eishockey Oberliga begegneten sich der Herner EV und Tilburg Trappers am 14.04.2018 FUNKE Foto Services / Klaus Pollkläsener

In der Eishockey Oberliga begegneten sich der Herner EV und Tilburg Trappers am 14.04.2018 FUNKE Foto Services / Klaus Pollkläsener

Foto: Klaus Pollkläsener

Der Herner EV geht auch gegen den Titelverteidiger aus Tilburg mit 2:0 in Führung. Späte Tore verwandeln die Hannibal-Arena in ein Tollhaus.

Jetzt wird es auch für den Titelverteidiger eng. Nach dem Sieg am Freitag in der Höhle des Löwen gewann der HEV Sonntag auch das zweite Halbfinalspiel gegen die Tilburg Trappers und ist nur noch einen Schritt vom Playoff-Finale entfernt.

Herner EV - Tilburg Trappers 4:3. 3709 Zuschauer sorgten am Sonntag für eine ausverkaufte Hannibal-Arena und bekamen erneut einen Playoff-Krimi mit allen Höhen und Tiefen geboten. Auf der Achterbahn der Gefühle ging es für die HEV-Fans sofort steil nach oben. Patrick Asselin staubte früh zum 1:0 ab, hielt kurz danach bei einem Schuss von Mike Schmitz die Kelle rein und es hieß 2:0 für die Playoff-Monster vom Gysenberg.

Das war zumindest schon mal eine Ansage, doch der Oberliga-Meister der letzten drei Jahre zeigte sich wenig beeindruckt. Ungerührt spulten die Niederländer ihr Programm ab, doch zunächst hielt die Herner Defensivabteilung die Gästeangreifer gut vom eigenen Tor fern. Gefährlich wurde es für den HEV erst, nachdem Brad Snetsinger gleich dreifach bestraft wurde. Zwei Minuten wegen Stockschlags, zwei weitere plus zehn für einen Check gegen den Kopf – die Überzahlchance ließen sich die Gelb-Blauen nicht entgehen.

Aber sie trafen vor der ersten Pause nur einmal, doch der wichtigste Herner Feldspieler fehlte seinem Team auch im zweiten Drittel für lange und bange Minuten. Dem HEV fiel es immer schwerer, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu bringen und der Ausgleich fiel beinahe zwangsläufig.

Herner EV wackelt, doch er fällt nicht

Die Gäste setzten erbarmungslos nach, gingen weiter volles Tempo und nagelten die Gysenberger im Schlussdrittel am eigenen Tor regelrecht fest. Das 2:3 fiel zwar unglücklich für den HEV, doch wie der Nord-Erste drei weitere Riesenchancen frei vor Björn Lindas Tor ausließ, war grob fahrlässig und wurde am Ende bitter bestraft. Der HEV wackelte bedenklich, doch er fiel nicht. Bisher hatte das Team von Trainer Danny Albrecht in den Playoffs auf jede brenzlige Situation eine Antwort gehabt und so war es auch diesmal. Nils Liesegang zog ins Zentrum und überwand Ian Meierdres mit einem Schuss aus dem Handgelenk zum 3:3 – die Gastgeber waren zurück im Spiel.

Verlängerung oder Lucky Punch? Die Trappers suchten ihn mit aller Macht, vernachlässigten dabei die Defensive und liefen ins offene Messer. Liesegang schickte Marcus Marsall und der ließ Meierdres keine Chance – die Hannibal-Arena war endgültig zum Tollhaus geworden.

Drittel: 2:1, 0:1, 2:1.

Tore: 1:0 (8:17) Asselin (Kuhnekath/Snetsinger), 2:0 (11:11) Asselin (M. Schmitz/Snetsinger), 2:1 (17:28, 5-4), 2:2 (26:59), 2:3 (46:12), 3:3 (50:06) Liesegang (Ackers/Marsall), 4:3 (56:05) Marsall (Liesegang/Kolb).

Strafminuten: Herne 6 plus 10 (Snetsinger) – Tilburg 8.

Außerdem:

EV Landshut – Hannover Scorpions 8:4

Hannover Scorpions - EV Landshut 1:4

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