Fußball Westfalenliga

Aufsteiger SV Sodingen sucht den Weg aus der Ergebniskrise

Viel zu selten sind solche Bilder. Bislang hatten die Sodinger nicht viele Gelegenheiten zu jubeln.

Viel zu selten sind solche Bilder. Bislang hatten die Sodinger nicht viele Gelegenheiten zu jubeln.

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Erst zwei Punkte hat der SV Sodingen auf seinem Westfalenliga-Konto. Am Sonntag reist der Aufsteiger zum Tabellenzweiten nach Lennestadt.

Man kann es von zwei Seiten sehen. Etwa so: Der Tabellenzweite FC Lennestadt empfängt den sieglosen Aufsteiger SV Sodingen – dann ist die Favoritenrolle eindeutig vergeben. Oder so: Es treffen zwei Teams aufeinander, die sich in der Westfalenliga halten wollen – dann ist es ein Duell auf Augenhöhe. Ganz egal, die Wahrheit liegt auf dem Platz. Und zwar auf dem Kunstrasen des Hensel-Stadions in Lennestadt, wo Fabian Bierau die Partie am Sonntag um 15.30 Uhr anpfeifen wird.

Was Vorabeinschätzungen nach Tabellenlage wert sind, haben die Lennestädter am letzten Sonntag erfahren. Mit zwölf Punkten aus vier Spielen reisten sie als Tabellenführer nach Wanne-Eickel, wie begossene Pudel fuhren sie nach der 0:8-Klatsche wieder heim. Ein „munteres Scheibenschießen“ sah Lennestadts Sportlicher Leiter, sprach von einer „riesigen Enttäuschung“. Sollten die Spieler sich diese Worte zu Herzen nehmen, werden die Gäste aus Sodingen einiges auszubaden haben.

Lieber schlecht spielen, aber gewinnen

Die aber schauen weniger auf den Gegner, als auf sich selbst. „Ich nenne es mal Ergebniskrise“, sagt Stefan Gosing, der Sportliche Leiter, zur aktuellen Lage beim SV Sodingen. „Grundsätzlich haben wir gar nicht so viel zu kritisieren und sind mit der Spielanlage auch zufrieden. Aber am Ende haben wir erst zwei Punkte auf dem Konto“, so Gosing weiter. Er warnt davor, sich alles schönzureden, will aber ebenso wenig in Panik ausbrechen. Gern würde er mal die gute B-Note zu Gunsten der Punkte opfern. „Lieber mal schlecht spielen, aber gewinnen“, heißt seine Devise für den Augenblick. Wobei er gegen ein gutes Spiel auch nichts einzuwenden hätte.

Ähnlich sieht es Trainer Timo Erkenberg. „Was wir brauchen, ist ein Erfolgserlebnis. Irgendwann muss einfach mal ein Sieg her.“ Mit voller Kapelle könne er nicht ins Sauerland reisen, besonders in der Abwehr wird es wegen der Ausfälle von Ali Yilmaz, Moritz Felber und Maurice Post eng. „Aber wir haben einen breiten Kader. Und die, die auflaufen, sind auch imstande, drei Punkte zu holen“, ist Erkenberg überzeugt.

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