Ausdauer-Wettkampf

Zum Debüt beim Hagener Triathlon in vier Monaten

Die Generation 2017 der „Couch Potatoes“: Sechs von acht Kursteilnehmern des Trainings unter Trainerin Heike Heuer (links) starteten nach vier Monaten Vorbereitung beim Hagener Triathlon  und kamen im Hengstey-Freibad ins Ziel.

Die Generation 2017 der „Couch Potatoes“: Sechs von acht Kursteilnehmern des Trainings unter Trainerin Heike Heuer (links) starteten nach vier Monaten Vorbereitung beim Hagener Triathlon und kamen im Hengstey-Freibad ins Ziel.

Foto: Axel Gaiser / WP

Hagen.  Wer hat Lust auf seinen ersten Triathlon-Start? Mit Kraul-Einsteiger- und „Couch Potato“-Kurs macht es das Tri-Team in vier Monaten möglich.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Lust auf den ersten Triathlon? Dann bitte den 17. Mai 2020 im Terminkalender dick anstreichen. Dann lädt das Tri-Team Hagen zum 30. Mal zum Ausdauer-Dreikampf rund um das Hengstey-Freibad - und erwartet wieder 950 Teilnehmer. Nicht nur erfahrene Ausdauer-Athleten sollen sich dann auf die Strecke beim Injoy Triathlon Hagen begeben, der Verein will auch „neue“ Triathleten gewinnen. „Mit Krauleinsteigerkurs und einem „Couch Potato Projekt“ möchten wir insbesondere Hagener Sportler begeistern, die bisher vielleicht noch eine Hemmschwelle hatten, sich an Triathlon zu versuchen“, erklärt Sportwart Jochen Baumann vom Tri-Team.

Es muss ja nicht gleich der Ironman sein. Für Triathlon-Neulinge bietet gerade der Hagener Wettkampf auch kürzere Distanzen, etwa den Volk-Triathlon. 500 Meter Schwimmen, 23 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen sind die Herausforderung, der sich auch in den letzten Jahren schon so genannte „Couch Potatoes“ nach viermonatigem Vorbereitungs-Training mit Tri-Team-Übungsleitern stellten. „Ihr werdet im Mai dazu lächelnd in der Lage sein“, hatte Klubchef Ralf Zeiler vor zweieinhalb Jahren den Kurs-Teilnehmern bei ihrem allerersten Triathlon-Training im Januar versprochen. Von acht „Couch Potatoes“ schafften es damals sechs ins Ziel des Hengstey-Freibads.

Wie das gelingen kann:

Kraul-Einsteigerkurs

Laufen und Radfahren können die meisten, das Schwimmen - gerade im Kraul-Stil - stellt für die auf dem Weg zum Marathon die größte Herausforderung dar. Als Angebot für Einsteiger bietet das Tri-Team im Westfalenbad ab dem 16. November einen Krauleinsteigerkurs mit den Lizenz-Schwimmtrainern Uwe Perkamps und Yannik Hillebrand an, vier Einheiten über jeweils 90 Minuten kosten 90 Euro. „Es sind noch Plätze frei“, sagte Baumann.

Anmeldungen unter Jochenbaumann1848@gmail.com, Informationen unter www.tri-team-hagen.de

„Couch Potato“-Projekt

Ab Januar/Februar plant das Tri-Team erneut einen „Couch Potato“-Kurs zur Vorbereitung auf den ersten Triathlon im Rahmen des 30. Injoy Triathlon Hagen am 17. Mai 2020. Zwischen sechs und zehn Plätze werden im Januar über die Homepage des Vereins vergeben. In vier Monaten Training sollen die Teilnehmer an ihren ersten Triathlon herangeführt werden, die ist das Ziel. Wobei sich das Angebot ausdrücklich auch an Interessierte richtet, die bisher wenig bis gar keinen Sport betrieben haben. Nur schwimmen können - Kraulen ist keine Voraussetzung - sollten die Teilnehmer und ein Fahrrad - es muss kein Rennrad sein - besitzen.

Das Training im Detail

Was die bisherigen „Couch Potatoes“ erwartet, zeigt der Rückblick auf den letzten Kurs dieser Art im Jahr 2017. Dienstags trafen sich die Kurs-Teilnehmer ab Mitte Januar auf der - am Anfang noch schneebedeckten - Laufbahn des Ischelandstadions zur regelmäßigen 90-minütigen Einheit. „Das Training hier im Stadion dient vor allem der Technik“, erläuterte Trainerin Heike Heuer, mit Lauf-ABC, Koordinations- und Stabilisationstraining, gefürchteten Intervall- und Stufen-Läufen schufen die Teilnehmer die Basis. Längere Läufe am Sonntag für die Ausdauer kamen als freiwillige Einheit dazu.

Am Mittwoch gehörten zwei Bahnen im Westfalenbad den „Couch Potatoes“, um auf die 500-m-Strecke beim Triathlon vorbereitet zu sein. Mit dem Ziel, den meist brustschwimmenden Teilnehmer den deutlich energiesparenderen Kraul-Stil beizubringen. „Die Wenigsten haben in ihrer Kindheit das Kraulschwimmen richtig erlernt“, weiß Trainer Matthias Bergermann: „Dabei ist Brustschwimmen technisch viel schwieriger und zudem auch noch ungesund für die Knie.“ Bahn um Bahn, mal mit Schwimmbrett, mal mit Pull-Boy, mal auf der Seite liegend, mal wie ein Hund paddelnd, zogen die Kurs-Teilnehmer durch das Bad. Bei ihrem Triathlon-Debüt kraulten dann fast alle.

Wechseln ist vierte Disziplin

Bei wärmerem Wetter im Frühjahr kam das Rad-Training hinzu, auf Rennrad oder Straßen-Bike. Vom Ischelandstadion in Richtung Boele, um dann am Hengsteysee die Wettkampfstrecke zu proben und die besonderen Bedingungen - etwa Laufen bis aus dem Bad hinaus, Überholverbot auf dem Berg übers Böhfeld - kennenzulernen. Im Lennetal standen dann noch besondere Einheiten, die nur im Triathlon eine Rolle spielen. „Das Wechseln ist eigentlich die vierte Disziplin“, formuliert es Ralf Zeiler, der Übergang in den Wechselzonen - gerade vom Rad in die Laufschuhe - muss beim so genannten Koppel-Training trainiert werden. Und sachdienliche Hinweise zur Wettkampfkleidung in gleich drei Disziplinen, zum An- und Ausziehen in den Wechselzonen, ergänzen die lange Vorbereitung auf den ersten Triathlon.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben