Rücken

Wettersche Physiotherapeut macht den Rückencheck

Physiotherapeut Uwe Schnitzler aus Wetter zeigt medizinisches Kraft- und Ausdauertraining (Zirkeltraining) mit modernen Milon-Geräten.

Physiotherapeut Uwe Schnitzler aus Wetter zeigt medizinisches Kraft- und Ausdauertraining (Zirkeltraining) mit modernen Milon-Geräten.

Foto: Veronika Szary / WP

Wetter.  Welcher Sport ist bei „Rücken“ geeignet? Physiotherapeut Uwe Schnitzler aus Wetter verrät, welche Sportarten schonend für den Rücken sind.

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Der Nacken ist nach einem langen Tag im Büro verspannt, morgens nach dem Aufwachen schmerzt das Kreuz. Viele Menschen haben „Rücken“ und erhoffen sich durch Sport Linderung. Welche Sportarten geeignet und schonend für die Rückenmuskulatur sind, verrät Physiotherapeut Uwe Schnitzler aus Wetter. „Wer länger an Rückenschmerzen leidet, geht zur genauen Diagnostik zum Arzt seines Vertrauens und wird dann häufig zum Physiotherapeuten überwiesen“, sagt Uwe Schnitzler.

„Ich untersuche das muskulosklettale System und spezifiziere das Problem. Liegt es am Gelenkverschleiß, an den Bandscheiben,und/oder an einer einseitigen Haltung? Einzelne Wirbelgelenke werden mobilisiert, verkürzte Muskulatur wird gedehnt, zu schwache Muskulatur wird gekräftigt“, erklärt der Physiotherapeut. Sobald sich die Symptome durch die Behandlung gebessert haben, beginnt die aktive Therapie. „Das ist besonders wichtig, denn: Bewegen heißt Leben. Man muss in Bewegung bleiben, am besten bevor es zu Schmerzen oder Problemen kommt“, betont Schnitzler. Häufig stellt sich dann die Frage nach dem geeignetesten Sport. Hier einige Möglichkeiten:

Krafttraining im Fitnessstudio

„Die Betreuung in den Fitnessstudios hat sich durch den Fitnessboom in den letzten Jahren deutlich verbessert. Eine qualifizierte Betreuung ist unbedingt erforderlich, um bei auftretenden Problemen direkt reagieren zu können und geeignete Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Uwe Schnitzler. Er selbst bietet in seiner Praxis in Wetter medizinisches Kraft- und Ausdauertraining (Zirkeltraining) mit modernen Milon-Geräten an. „Wir bieten professionelle Betreuung mindestens sieben Stunden täglich. In dieser Zeit ist dauerhaft ein Trainer für die Trainierenden unterstützend tätig. Man sollte mindestens zwei mal in zehn Tagen, besser zwei mal wöchentlich ein halbes Jahr lang trainieren, um die eigene Leistungsfähigkeit langsam durch Steigerung der Trainingsintensität zu verbessern.“

Schwimmen

„Die Auftriebskraft des Wassers wirkt auf der Körper entlastend, die Wärme empfinden wir als angenehm und die Bewegungen im Wasser sind weicher und geschmeidiger“, erklärt der Physiotherapeut. Rückenschwimmen (Entlastung der Lendenwirbelsäule) wird dabei laut dem Experten für den unteren Rücken angenehmer empfunden als Brustschwimmen (Belastung der Halswirbelsäule durch Überstreckung).

Yoga

Yoga ins laut Schnitzler vor allem dann geeignet, wenn es auf die Patienten individuell zugeschnitten ist. „Wir bieten in unserer Praxis seit kurzem Yoga an und legen viel Wert auf die Zusammenarbeit der Yogalehrerin mit den Physiotherapeuten. Die verschiedenen Yogakurse sind auf die körperlichen Beschwerden und der individuellen Ressourcen der Teilnehmer zugeschnitten“, erklärt Schnitzler. So bietet das Team in Wetter neben dem klassischen Yoga auf der Matte auch Yoga als Hockergruppe für Senioren oder Yoga für Menschen mit einer Hüftprothese an.

Radfahren

Radfahren dient in erster Linie der Steigerung der Ausdauerfähigkeit. „Durch die einseitige Haltung auf dem Fahrrad ist ein zusätzlicher Ausgleich zur Kräftigung der aufrichtenden Muskulatur wichtig“, betont der Experte.

Fußball

„Aus gesundheitlicher Sicht ist Fußball eher nicht zu empfehlen. Viele bekommen mit Mitte 30 Probleme mit den Gelenken. Aber es macht natürlich für viele einfach nur richtig Spaß gegen den Ball zu kicken“, erklärt Uwe Schnitzler.

Skifahren

Skifahren belastet in erster Linie die Beinmuskulatur. „Die meisten Skifahrer bereiten sich meiner Meinung nach intensiv durch Kräftigungs- und Koordinationsübungen auf den Skiurlaub vor, damit sich der Muskelkater durch die ungewohnte Belastung in Grenzen hält“, sagt Schnitzler.

Golf

Viele Golfer haben laut dem Therapeuten mit zunehmenden Alter Probleme mit der Lendenwirbelsäule, weil die Belastung beim Abschlag zu stark in die Drehung des unteren Rückens geht. Auch hier können spezielle physiotherapeutische Mobilisationsübungen helfen, diese Probleme zu minimieren.

Tennis/Badminton

Durch die ruckhaften Drehbewegungen des Rückens, des Beckens und der Gelenke der Beine ist die Belastung sehr hoch. „Aber auch hier sind natürlich Spaß und Freude an Bewegung ein wichtiger Faktor diesen Sport doch zu betreiben“, erklärt Schnitzler.

Laufen

Laufen ist laut Uwe Schnitzler gut für das Herz und zu empfehlen. Trotzdem sollte man durch einen Arztcheck mit Belastungs-EKG grünes Licht für die Dauer und Intensität des Lauftrainings holen. Daher ist ein Lauftraining mit Pulsüberwachung sinnvoll und wichtig, damit der Körper nicht durch übertriebenes Engagement geschädigt wird.

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