Basketball

Leufroy trifft für Phoenix Hagen in letzter Sekunde zum Sieg

Kyle Leufroy (links neben Assistenztrainer Alex Nolte) war mit 18 Zählern Topscorer beim Phoenix-Sieg in Quakenbrück.

Kyle Leufroy (links neben Assistenztrainer Alex Nolte) war mit 18 Zählern Topscorer beim Phoenix-Sieg in Quakenbrück.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Quakenbrück.  Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen gewinnt sein Vorbereitungsspiel bei Ligakonkurrent Artland Dragons mit 75:73. Leufroy ist Held des Abends.

Wenn nur noch 0,4 Sekunden auf der Spieluhr stehen, ist es im Basketball fast unmöglich, zu punkten. Aber eben nur fast. NBA-Star Derek Fisher hat das vor 15 Jahren mal geschafft, als er mit der Sirene zum 74:73-Sieg der Los Angeles Lakers gegen die San Antonio Spurs traf. Phoenix Hagens Kyle Leufroy machte es ihm beim Testspiel in Quakenbrück nach: Beim Stand von 73:73 fing der US-Neuzugang den perfekten Einwurf von Jannik Looders und tippte den Ball zum 75:73 (36:37)-Sieg ins Netz.

Ein Schritt nach vorne

Der Auswärtserfolg beim Konkurrenten der Zweiten Liga (ProA) war für Phoenix ein Schritt nach vorne in einer durchwachsenen Vorbereitung. Am Sonntag verlor Phoenix nach schwacher Leistung mit 73:84 gegen Schalke 04. „Die Jungs waren sehr aktiv, haben bis zum Ende gekämpft. Die Leistung war schon besser“, sagte Phoenix-Trainer Chris Harris, der auch die Nervenstärke seiner Spieler lobte.

Gilmore perfekt von der Freiwurflinie

Man habe wichtige Freiwürfe getroffen, allen voran Michael Gilmore, der von zehn Versuchen nicht einen verlegte. Der athletische Flügel kam auf 15 Punkte, foulte sich nach 20 Minuten allerdings aus dem Spiel. Leufroy war mit 18 Punkten Topscorer der Partie.

Dem 1,90 Meter großen Shooting Guard dürfte der Treffer in letzter Sekunde Selbstvertrauen gegeben haben. Selbstvertrauen, das er gebrauchen kann, schließlich wird Leufroy in der kommenden Saison hin und wieder in entscheidenden Phasen den Ball bekommen. Chris Harris warnte jedoch davor, vom jungen Guard zu viel zu erwarten. „Klar muss er für uns punkten, aber er ist ein Rookie. Wir dürfen keine 30 Punkte von ihm erwarten“, sagte Harris. „Kyle macht auch viele andere Sachen für uns. Er holt Rebounds, passt, macht Druck in der Verteidigung.“

Dominik Spohr blieb wegen einer Erkältung zu Hause.

Phoenix: Gilmore (15), Leufroy (18), Giese, Günther, Geske (11), Aminu (6), Lodders (8), Grof (13), Baumann (4).

Das nächste Testspiel steht für die Volmestädter an diesem Wochenende an. Beim Phoenix Cup in der Krollmann Arena trifft das Team von Chris Harris am Samstag um 18 Uhr auf Bundesligist Gießen 46ers. Zuvor spielt Jena gegen Paderborn (15 Uhr). Die Gewinner der beiden Partien treffen am Sonntag um 15 Uhr aufeinander, die Verlierer um 12 Uhr.

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