WP-Konsolencup

Konsolencup: Er musste schon einige Controller beerdigen

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Der 2. WP-Konsolencup geht so langsam in die heiße Phase.

Der 2. WP-Konsolencup geht so langsam in die heiße Phase.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Um in das Finale 2. WP-Konsolencup einzuziehen hintergeht Handballer Justin Stolle sogar seinen Lieblingsverein. Er erklärt wieso.

Es wird ein Emster Derby, allerdings ein sportartenübergreifendes: Handballer Justin Stolle (ECD Hagen) tritt im Achtelfinale des 2. WP-Konsolencups gegen Fußballer Fabio Hengesbach (SpVg. Hagen 11) an.

Stolle nimmt zum ersten Mal beim Fifa-Turnier der Westfalenpost teil und ist schon jetzt begeistert: „Für mich ist es ein Riesenerlebnis, aber auch für den Verein.“ Doch wie fiel die Entscheidung, dass er für die Spielgemeinschaft an den Start gehen darf? „Ein Mannschaftskamerad hatte den Beitrag der WP in unsere Whatsapp-Gruppe gestellt mit dem Kommentar: Justin ist das nicht was für dich?“ Zwar zeigten auch andere Mannschaftskollegen kurzzeitig Interesse, doch schon früh galt Stolle intern als bester Kandidat für den Posten: „Am Ende überließen sie mir den Vortritt. Wahrscheinlich waren sie noch geplagt von den letzten Pleiten“, berichtet er. Und der Erfolg gibt ihm bisher Recht. Mit nur einer knappen Niederlage und zwei deutlichen Siegen belegte Stolle souverän den zweiten Platz in der Gruppe B und sicherte sich den Einzug ins Achtelfinale.

Hat der 21-Jährige ein Erfolgsrezept? „Eher nicht. Ich gehe es ganz gelassen an und versuche, auch wenn es das Spiel nicht immer zulässt, Spaß zu haben.“ Handballern wird eine gewisse Härte nachgesagt, die Stolle nicht nur auf dem Feld, sondern auch an der Konsole zeigen will: „Ich denke schon, dass wir Handballer sehr ehrgeizig und hart im Nehmen sind. Das kann einem beim Zocken schon behilflich sein. Trotzdem muss man auch sagen, dass dieser Ehrgeiz und die dazugehörige Härte schon den einen oder anderen Controller beerdigt haben.“ Während des Konsolencups hielt sich die Zerstörungswut des HSG-Spielers bisher allerdings noch in Grenzen.

Mit dem Achtelfinale gegen Fabio Hengesbach steht die nächste Herausforderung an: „Fabio ist der klare Favorit, dadurch dass er Fußballer ist, hat er im Taktischen durchaus Vorteile. Trotzdem ist es ein Derby, und im Derby ist alles möglich.“

Bayern statt Dortmund

Doch es bleibt eine wichtige Frage zu klären. Wieso entschied sich der bekennende BVB-Fan dazu, mit der Mannschaft vom Erzrivalen Bayern München anzutreten? „Ich werde jetzt wahrscheinlich ein paar Freunde verlieren. Bayern habe ich aus taktischen Gründen gewählt, da diese mit Pavard und Hernandez im Spiel zwei große Außenverteidiger haben und diese sich mit einem 90er Tempo super in der Innenverteidigung machen.“ Bleibt zu hoffen, dass sich dieser Verrat am eigenen Team am Ende auszahlt.

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