Westfalenliga

Hohenlimburg 10 sieht sich bei 1:2 im Topspiel benachteiligt

Finnentrops Tim Schrage stellt die Zehner-Abwehr - links Murat Kaya. rechts Oguzhan Ulusoy - vor Probleme.

Finnentrops Tim Schrage stellt die Zehner-Abwehr - links Murat Kaya. rechts Oguzhan Ulusoy - vor Probleme.

Foto: Axel Gaiser

Hagen.  Im Westfalenliga-Spitzenspiel unterliegt Hohenlimburg 10 gegen Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamneohl mit 1:2 (1:0) - und sieht sich benachteiligt.

Im Hohenlimburger Dauerregen strauchelte der Tabellenführer, stürzte aber nicht. Aufsteiger SV Hohenlimburg 10 führte zur Pause im Spitzenspiel der Fußball-Westfalenliga durchaus verdient mit 1:0 gegen die SG Finnentrop/Bamenohl, am Ende aber setzten sich weiter ungeschlagenen Gäste mit 2:1 durch. Auch weil zwei umstrittene Entscheidungen des Unparteiischen Julian Engelmann (Iserlohn) in spielentscheidenden Situationen ihnen halfen. „Ohne Schiri habt ihr keine Chance“, skandierten die Zehner-Fans nach der hitzigen Partie. Und Zehner-Coach Michael Erzen befand: „Wenn der Schiedsrichter nicht eingreift, geht das Spiel 1:0 für uns aus.“

Auf tiefem Rasen im Kirchenberg-Stadion überließen die Gastgeber dem Spitzenreiter weitgehend die Initiative, setzten auf schnelle Konter. Und erarbeiteten sich so die erste Chance, als Saffet Davulcu per Kopfball nach Flanke von Antonio Porrello das Tor verpasste (11. Minute). Erstmals gefährlich für das eigene Tor wurde es in der 18. Minute, als Zehner-Torwart Alexander Klur einen Distanzschuss von Hasan Dogrusöz über die Latte lenkte. Auch in der Folge drückte Finnentrop, klare Chancen ergaben sich aber gegen die disziplinierte Hohenlimburger Abwehr nicht. Die hatte auf der Gegenseite Vincenco Porrello, der bei einem Konter an SG-Torhüter Ingmar Klose scheiterte (45.). Bei der nachfolgenden Ecke aber machte es Teamkollege Marcel Weiß besser, nach zu kurzer Faustabwehr Kloses traf er aus zentraler Position zum 1:0 fast mit dem Pausenpfiff.

Und beinahe hätten die Zehner nach dem Wechsel sogar das 2:0 nachgelegt, als nach einer Flanke von Weiß Finnentrops Christopher Hennes den Ball fast ins eigene Tor ablenkte. Stattdessen schlugen die Gäste zurück, als Tim Schrage am Strafraum-Rand gefoult wurde und Phillip Hennes den fälligen Freistoß aus 25 Metern verwandelte (56.). Wobei Zehner-Keeper Klur sich verschätze, als der Ball nicht im Eck sondern über ihm einschlug. Die Gastgeber indes erregten sich über die Szene direkt vor dem Freistoß als Schrage mit hochgerissenen Armen einen langen Ball vor Sven Höltke abfing, der Schiedsrichter aber keineswegs Handspiel pfiff. „Das hat jeder im Stadion gesehen“, schimpfte Erzen: „Wenn die vorher nicht Handball spielen, fällt das Tor nicht.“

Zweite Niederlage der Zehner

Nun wurde die Partie hitziger, beide Teams spielten mit offenem Visier. Zunächst verpasste Vincenzo Porrello das mögliche 2:1, als Klose seinen Schuss hielt (59.), dann erhöhte Finnentrop den Druck. Einen Distanzschuss von Nicola Herrmann wehrte Klur ab (80.), auch beim Nachschuss von Phillipp Hennes war er auf dem Posten. Dann aber drang erneut der agile Tim Schrage in den Zehner-Strafraum ein - und fiel nach einem Kontakt wie vom Blitz getroffen. Referee Engelmann entschied trotz wütender Proteste der Gastgeber auf Strafstoß, den Christopher Hennes ganz sicher verwandelte (86.). In der Folge warfen die Hohenlimburger alles nach vorne, eine Torchance konnten sie sich aber nicht mehr erarbeiten, die zweite Saisonniederlage des starken Aufsteigers im elften Spiel war perfekt.

„Ein Remis wäre verdient gewesen“, befand Klubchef Bernd Preußner, während Trainer Erzen seine Schützlinge lobte: „Ich kann meiner Mannschaft wirklich keinen Vorwurf machen“, sagte er - und räumte ein: „Finnentrop hat ein starkes Team und steht zurecht oben.“ Manchmal mit etwa Hilfe.

SV Hohenlimburg 1910 - SG Finnentrop/Bamenohl 1:2 (1:0)

SV Hohenlimburg 1910: Klur; Ulusoy, Kaya (67. Adbib), Schikora, Höltke, Vincenzo Porrello, Saffet Davulcu (76. Jacoby), Antonio Porrello (76. Eickelmann), Polo, Marcel Weiß, Ludwig. SG Finnentrop/Bamenohl: Klose; C. Hennes, T. Schrage (89. Kleppel), M. Schrage (90.+1 Tuncdemir), Gräwe (90.+3 Papadopoulos), Strotmann, Kümhof, P. Hennes, Dogrusöz, Stange, Herrmann (90.+2 Fischer)Torfolge: 1:0 Marcel Weiß (45+1), 1:1 Phillip Hennes (56.), 1:2 Christopher Hennes (86., Elfmeter). Zuschauer: 180 (im Hohenlimburger Kirchenberg-Stadion).

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