3. Handball-Liga

Derbys sind Lieblingsübungen des VfL Eintracht Hagen

Im Testspiel trafen Lukas Kister (links) und Tilman Pröhl (rechts) mit dem VfL Eintracht schon auf den Mendener Milan Weißbach, am Freitag steht man sich im Drittliga-Derby gegenüber.

Im Testspiel trafen Lukas Kister (links) und Tilman Pröhl (rechts) mit dem VfL Eintracht schon auf den Mendener Milan Weißbach, am Freitag steht man sich im Drittliga-Derby gegenüber.

Foto: Dietmar Reker

Hagen.  Klare Siege, volle Ränge: Lokalderbys sind die Lieblingsübungen von Eintracht Hagen. Freitag kommt Menden zum dritten Nachbarschafts-Duell.

Zwei klare Siege, zweimal prallvolle Ränge mit 1400 Besuchern: An Lokalderbys hatte Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen in dieser Saison reichlich Freude. Schon am 13. Spieltag steht für das Team von Trainer Ulli Kriebel das dritte und letzte Duell gegen einen Nachbarn an, nach TuS Volmetal (28:16) und SG Schalksmühle-Halver Dragons (27:22) kommt Schlusslicht SG Menden Sauerland Wölfe am Freitag zum Ischeland. Ein Sieg ist trotz einigen Verletzungsausfällen Pflicht für den gastgebenden Tabellenzweiten, während der TuS Volmetal tags darauf beim Tabellendritten TuS Spenge vor der Allerheiligen-Pause klarer Außenseiter ist.

VfL Eintracht Hagen – SG Menden Sauerland Wölfe (Freitag, 19.30 Uhr, Krollmann-Arena). Ein kampfbetontes Spiel erwartet VfL-Trainer Ulli Kriebel, wenn am Freitagabend der Tabellenletzte Menden im Derby die Hagener herausfordert. „Wir freuen uns auf eine volle Halle und eine tolle Atmosphäre. Wir werden den Kampf annehmen“, ist Kriebel zuversichtlich. Die Favoritenrolle ist dabei klar auf Seiten des Tabellenzweiten. Aus der Vergangenheit weiß man beim VfL aber, dass vermeintlich schwächere Kontrahenten nicht zu unterschätzen sind, wenn man an die 29:30-Heimniederlage gegen den Leichlinger TV zurückdenkt. „Die Erfahrung, wie zum Beispiel aus diesem Spiel, müssen wir mit einbinden“, ist sich der Hagener Übungsleiter bewusst.

Gaubatz fällt bei Eintracht Hagen aus

Die Gäste werden alles daran setzen, den letzten Tabellenplatz schnellstmöglich wieder zu verlassen. Dass dies durchaus möglich ist bewiesen sie im vergangenen Auswärtsspiel, als man durch ein 29:29-Unentschieden in Aurich einen Punkt mitnehmen konnte. Dabei ragten die Rückraumspieler Moritz Eigenbrodt und Maximilian Klein mit jeweils acht Treffern heraus, Potenzial ist bei den Gästen also durchaus vorhanden. „Es wird kein schönes aber ein emotionales Spiel. Für uns gilt es, die Bereitschaft an den Tag zu legen“, so Kriebel. Dabei müssen die Hagener einen weiteren Ausfall kompensieren: Neben Tim Stefan und den Langzeitverletzten Julian Renninger und Daniel Mestrum fällt nun auch noch Jan-Lars Gaubatz aufgrund eines Fersensporns aus. Dies soll aber nichts an einem Derbysieg für den VfL ändern.

TuS Spenge – TuS Volmetal (Samstag, 19.15 Uhr, Realschule Spenge). Die Formkurve bei den Volmetalern geht deutlich nach unten: Nachdem man sich aus fünf Spielen insgesamt sieben Punkte erkämpfte, setzte es zuletzt zwei klare Niederlagen gegen die Bergischen Panther und Ahlen. Und der nächste Hochkaräter steht schon bevor: Der Tabellendritte TuS Spenge – punktgleich mit dem VfL Eintracht Hagen – präsentiert sich in dieser Saison bisher hervorragend und verlor daheim lediglich ein Spiel gegen den VfL Eintracht. „Das ist kein Gegner, mit dem wir uns messen können, aber durchaus wollen“, ist Volmetal-Trainer Marc Rode die Stärke der Gastgeber bekannt.

Sorgen bereiten dürfte den Volmetaler Fans das Auftreten der eigenen Mannschaft in der Fremde, da man auswärts bis auf beim Unentschieden bei den Rhein Vikings chancenlos blieb. Dennoch liegt der Druck beim Gastgeber und Favoriten, was die Volmestädter wie schon beim Heimsieg gegen Spitzenreiter Wilhelmshaven auszunutzen wussten. Mit 351 erzielten Treffern besitzt Spenge die zweitbeste Offensive, einzelne Spieler ragen aufgrund der Breite des Kaders nicht heraus. Bei einer stimmungsvollen Atmosphäre wollen die Volmetaler ihren Anhängern wieder eine gute Leistung zeigen. „Wir dürfen nur wenig Fehler machen, denn die werden schnell bestraft“, warnt Rode und betont, dass man wieder „auf den richtigen Weg finden“ will.

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