Handball

Besonderes Handball-Familienduell in der Bleichsteinhalle

Niklas Rust (hier am Ball gegen den VfL Brambauer) zeigt in der Landesliga-Saison bei der HSG Herdecke/Ende eine starke Leistung. Bitter für den ambitionierten Spieler; Wegen einer Verletzung am Sprunggelenk fällt er die nächsten Wochen aus.

Niklas Rust (hier am Ball gegen den VfL Brambauer) zeigt in der Landesliga-Saison bei der HSG Herdecke/Ende eine starke Leistung. Bitter für den ambitionierten Spieler; Wegen einer Verletzung am Sprunggelenk fällt er die nächsten Wochen aus.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Herdecke.  Premiere in der Bleichsteinhalle: Vater der HSG-Handballer Niklas und Max Rust trainiert Landesliga-Gegner. Partie endet für Niklas Rust bitter.

Für zwei Spieler der Herdecker Handballer war die Landesliga-Partie gegen den Wittener TV etwas besonders. Denn während Max und Niklas Rust für die HSG Herdecke/Ende in der Bleichsteinhalle gespielt haben, war ihr Vater Stefan Rust ebenfalls vor Ort, als Trainer des Gegners. „Das war schon ein komisches Gefühl, auf der anderen Seite zu stehen“, sagt Niklas Rust, der mit seinem Bruder schon in der Jugend für die Herdecker gespielt hat. „Damals war auch mein Vater hier Trainer“, sagt der Sportler.

Großes Thema in der Familie

Während Max in Herdecke geblieben ist, folgte Niklas seinem Vater nach Unna, der die Handballer in Massen zeitweise trainiert hat. „Vor drei Jahren bin ich aber wieder zurück nach Herdecke gekommen. Die HSG hatte eine gute A-Jugendmannschaft, die sogar in der Bundesliga gespielt hat. Einige davon sind dann zu den Herren gewechselt. Mit der Mannschaft wollte ich noch höher spielen und das hat bisher auch super geklappt“, sagt der Handballer. In der Familie Rust ist Handball eh schon ein großese Thema, aber vor dieser Partie besonders. „Wir sprechen zu Hause oft über Handball, meine Eltern haben früher beide aktiv gespielt“, sagt Niklas Rust.

Vor dem Heimspiel in der Bleichsteinhalle gab es dann noch mal zusätzlich Gesprächsstoff: „Es kam vor der Partie schon öfter vor, dass wir drüber gesprochen haben. Da gab es dann auch so kleine Sticheleien zwischendurch: ‘wie spielt ihr, was habt ihr vor’. Mein Vater guckt uns ja seit Jahren zu und weiß, was wir können“, sagt Max Rust. Er war es dann auch, der in der Partie gegen den Wittener TV den ersten Treffer für die HSG erzielte. Für Niklas Rust war das Familienduell dagegen bereits nach 40 Sekunden wegen einer Verletzung am Sprunggelenk beendet, für ihn besonders bitter: „Das ist natürlich ein Rückschlag. Ich hatte vorher schon länger eine Miniskusverletzung und falle jetzt wieder vier bis sechs Wochen aus. Aber es ist nichts Schlimmes zum Glück, von daher ist es schon ok“, betont Niklas Rust.

Starke Leistung

Insgesamt habe seine Mannschaft souverän von Anfang bis Ende gut gespielt. Die Hausherren kassierten durch die starke Abwehrarbeit bis zur 16. Minute lediglich drei Gegentreffer (9:3). Dazu trugen sich acht Torschützen allein im ersten Durchgang in die Liste ein. Nach dem Seitenwechsel blieb Herdecke auf dem Gas und setzte sich in der 49. Minute erstmalig auf zehn Tore ab. „Wir haben einen richtig guten Tag erwischt und den Wittener Rückraum früh unter Kontrolle gehabt. Kompliment an die Jungs, sie haben konzentriert abgeliefert“, sagt HSG-Trainer Stephan Hellwig. Im Hause Rust gibt es laut Niklas nach dem HSG-Sieg jedoch keine schlechte Stimmung: „Unser Vater nimmt das locker. Er hat auch immer gesagt, er können ja so oder so nur gewinnen.“

Für Trainer Stefan Rust war die Zeit vor der Landesliga-Partie eine besondere Erfahrung: „Normalerweise kenne ich das nur, dass ein Sohn zumindest in meiner Mannschaft spielt. Deswegen war es eine Premiere. Aber als angepfiffen wurde, war es aber wieder ein normales Spiel. Schade, dass sich Niklas relativ schnell verletzt hat“, sagt Rust und ergänzt: „Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die uns noch überlegen war. Sowohl vom Tempo her als auch von der Wurfkraft im Rückraum.“ Stefan Rust weiß um die Stärken und lässt sie laut Niklas hin und wieder wissen, dass in Witten noch zwei gute Spieler gebraucht werden könnten. „Ein Wechsel kommt für mich aber nicht in Frage. Wir wollen mit der Mannschaft noch viel erreichen“, betont Niklas.

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