Olympische Spiele

Gladbeckerin Annika Drazek sendet Grüße aus Pyeongchang

Annika Drazek ist in Pyeongchang angekommen. Das Bild zeigt die Gladbeckerin an der kürzlich erst enthüllten Mauer für Waffenruhe.

Annika Drazek ist in Pyeongchang angekommen. Das Bild zeigt die Gladbeckerin an der kürzlich erst enthüllten Mauer für Waffenruhe.

Foto: Dan Istitene/Getty Images

Pyeongchang/Gladbeck.   Die Olympischen Spiele von Pyeongchang sind eröffnet. Für die Gladbeckerin Annika Drazek geht ein Traum im Erfüllung. Welche Chancen sie hat.

„Greetings from the olympic village.“ Das schreibt die Gladbeckerin Annika Drazek auf Facebook. Sie belässt es nicht bei den Grüßen aus dem Olympischen Dorf von Pyeongchang, sondern teilt den Bobsportfans auch noch mit, dass das Team sicher in Südkorea eingetroffen sei. Dass sie, anders als andere deutsche Topsportler, trotz der Kälte an der Eröffnungsfeier der Spiele teilnahm, war Ehrensache. „Natürlich nehme ich daran teil“, hatte die 22-Jährige der WAZ vor ihrer Abreise verraten.

Am Freitagmittag bzw. in Südkorea am Abend sind die 23. Olympischen Spiele offiziell eröffnet worden. Zum ersten Male überhaupt ist die Sportstadt Gladbeck - Annika Drazek sei Dank - bei Winterspielen vertreten. Fachleute und Medien trauen der Anschieberin, die früher für den TV Gladbeck als Sprinterin national wie international erfolgreich war, und Pilotin Stephanie Schneider sogar den Gewinn einer Medaille zu. Hoffnung nährt die Weltcupsaison, auch wenn Annika Drazek erst verspätet eingestiegen ist.

Bundestrainer Rene Spies setzt auf Annika Drazek

Rene Spies ist der Bob-Bundestrainer. left Bundestrainer Rene Spies verzichtete nämlich zum Auftakt der Olympiasaison in Nordamerika auf die für den BSC Winterberg startende Weltklasse-Anschieberin. Begründung? „Bei den Olympischen Spielen benötigen wir eine Annika Drazek in Top-Form“, so Spies. Und deshalb habe er so entschieden. Dazu die Gladbeckerin: „Ich wäre gerne mitgefahren, aber am Ende geht es um eine Medaille im Februar – die Olympischen Spiele sind der einzige Maßstab in dieser Saison.“

Im Saisonverlauf präsentierte sich Annika Drazek konstant in Top-Form. Ingesamt fünf Weltcupstarts hat sie mit Stephanie Schneider, Mariama Jamanka und Anna Köhler Ende 2017/Anfang 2018 absolviert, fünfmal sprang ein Podiumsplatz heraus. Besonders wertvoll: die Siege in Innsbruck-Igls und bei der Olympia-Generalprobe am Königssee mit Stephanie Schneider. Außerdem landeten Jamanka/Drazek in St. Moritz auf Rang zwei und in Winterberg, bei Drazeks Saisonpremiere, auf dem dritten Platz. Und auch mit Anna Köhler kam die Gladbeckerin in Altenberg als Dritte ins Ziel.

Für Drazek sind Nordamerikanerinnen die Favoriten

In Pyeongchang geht Annika Drazek mit Stephanie Schneider ins Medaillenrennen. Ein Gespann, das zusammenpasst. Wie beschreibt die Rentforterin ihre Teamkollegin? „Die geht volle Pulle, man merkt sofort, die will, die hat Bock.“ Genauso könnte Drazek charakterisiert werden.

Ernst wird es für das Duo am Dienstag und Mittwoch, 20./21. Februar. Favoriten sind für Annika Drazek aber andere, vor allem natürlich Weltcupsiegerin Kaillie Humphries (Kanada) und Elana Meyers Taylor (USA).

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