FUSSBALL: WESTFALENLIGA

YEG kommt nicht gut aus der Pause

Erzielte kurz vor der Halbzeitpause das Tor für YEG Hassel, das aber nicht zum Punktgewinn reichte: Mesut Özkaya (links).

Erzielte kurz vor der Halbzeitpause das Tor für YEG Hassel, das aber nicht zum Punktgewinn reichte: Mesut Özkaya (links).

Foto: Heinrich Jung

Hassel.  1:2-Heimniederlage gegen die Spvgg. Erkenschwick. Trotz des Anschlusstreffers von Mesut Özkaya bäumt sich Hassel erst spät auf.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Auch Fußball-Westfalenligist YEG Hassel hat die Grippewelle erreicht. Zumindest den Trainer. Mit einem Taschentuch stand Hakan Karabal gegen die Spvgg. Erkenschwick an der Seitenlinie. Und nicht nur er, auch das Spiel seiner Mannschaft kränkelte ein wenig. Mit 1:2 verloren die Hasseler und vergeigten somit den Auftakt nach der Winterpause.

Verdient verloren habe seine Mannschaft nicht unbedingt, fand Hakan Karabal. „Der Gegner war heute einfach effektiver, hat seine Torchancen besser genutzt als wir.“ Zum ersten Mal in der 19. Minute. Timo Conde wurde im Strafraum freigespielt, der Erkenschwicker zog trocken ab - 1:0 für die Gäste. Das war zu diesem Zeitpunkt völlig verdient. Die Hasseler wirkten in der Anfangsphase noch so, als wären sie noch im Winterschlaf. Zwar hatte YEG mehr Ballbesitz, deutlich torgefährlicher präsentierten sich aber die Gäste aus dem nördlichen Ruhrgebiet.

Hakan Karabal reagierte und tauschte bereits in der 22. Minute. Mert Kilic kam für Ridvan Demircan, der defensive Mittelfeldspieler war nicht richtig drin im Spiel. „Das war heute nicht sein Tag, Ridvan hatte zu viele Ballverluste. Normalerweise bin ich kein Trainer, der so früh reagiert, wenn ein Spieler nicht in die Partie hineinfindet. Aber das Spiel heute war mir zu wichtig, um abzuwarten, bis er aus diesem Loch raus ist“, so Karabal.

Und der Wechsel zeigte tatsächlich Wirkung. Mesut Özkaya beschwor drei Minuten später ansatzweise so etwas wie Torgefahr herauf, eine Zeigerumdrehung darauf kam Faruk Gülgün freistehend im Strafraum zum Schuss, setzte den Ball aber flach links neben das Tor. Die größte Chance dieser Phase hatte aber Neuzugang Berhan Eren. Der Stürmer verpasste nach einer scharfen Hereingabe von Enes Demircan den Ball am zweiten Pfosten nur um Haaresbreite (30.).

YEG Hassel kam nun besser und besser ins Spiel, das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Kevin Lehmann drang über rechts in den Strafraum ein und schloss ab. Eigentlich kein Problem, doch YEG-Keeper Enes Kurt ließ den Ball in die Mitte abprallen. Dort reagierte David Sawatzki am schnellsten, behauptete sich gegen zwei Hasseler und bugsierte das Leder über die verwaiste Torlinie (37.). YEG schüttelte sich kurz, war dann aber sofort wieder da. Und kam noch vor der Pause zum wichtigen Anschlusstreffer. Mesut Özkaya spazierte durch das viel zu passive Mittelfeld der Gäste, nahm Maß und traf flach ins lange Eck zum 1:2 (43.).

Wer in der zweiten Halbzeit nun einen Hasseler Sturmlauf erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Die zweite Halbzeit war die kompletten 45 Minuten lang sehr zerfahren, „keiner hatte so richtig seine Ordnung“, so Karabal. Erst in der 84. Minute hatte Enes Demircan nach schönem Solo und Doppelpass eine gute Chance auf den Ausgleich, doch der Gästetorwart war zur Stelle. Hassels Savas Turhal rettete nochmal auf der Linie (88.), dann war Schluss. Karabal verzog die Miene und steckte sein Taschentuch ein. Nicht nur er hatte an diesem Tag etwas gekränkelt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben