Fußball-Westfalenliga

YEG Hassel ist in Lünen auf Wiedergutmachung aus

Faruk Gülgün ist aus dem Urlaub zurückgekehrt und könnte seiner Mannschaft im Spiel beim Lüner SV helfen.

Faruk Gülgün ist aus dem Urlaub zurückgekehrt und könnte seiner Mannschaft im Spiel beim Lüner SV helfen.

Foto: Oliver Mengedoht

Hassel.  Ali Durmaz, der Trainer des Fußball-Westfalenligisten YEG Hassel, fordert in der Partie beim Lüner SV vor allem ein besseres Zweikampfverhalten.

Wenn die Westfalenliga-Fußballer von YEG Hassel am Sonntag (15 Uhr) beim Lüner SV antreten, werden sie wieder ein Stück Fußballgeschichte hautnah miterleben. Gespielt wird in der altehrwürdigen Kampfbahn Schwansbell, in der LSV in den 60er-Jahren in der damals zweitklassigen Regionalliga Klubs wie Borussia Mönchengladbach oder Bayer Leverkusen empfing. Auch wenn es für die Lüner heute nicht mehr gegen die ganz Großen geht, erinnert das Stadion noch an die guten alten Fußballschlachten des Traditionsvereins.

Zumindest in Sachen Kampf könnten sich die Hasseler davon eine Scheibe abschneiden. Denn den – und noch viele weitere Tugenden – hatte Trainer Ali Durmaz bei der 1:6-Klatsche am vergangenen Sonntag gegen den BV Westfalia Wickede komplett vermisst. „Man darf sich nach einem 0:1 oder 0:2 nicht so hängenlassen, sondern muss weiter dagegenhalten, damit das Ergebnis einigermaßen im Rahmen bleibt“, sagt er. Da dies zuletzt nicht der Fall war, setzte er bei der Aufarbeitung im Training besonders auf das Zweikampfverhalten. „Wir müssen es dem Gegner dadurch so schwer wie möglich machen, vor unser Tor zu kommen“, fordert Ali Durmaz.

Faruk Gülgün ist aus dem Urlaub zurückgekehrt

Für die Mission Wiedergutmachung für die beiden Auftaktpleiten hätte YEG aber durchaus leichtere Kontrahenten erwischen können. Im Vergleich zu den Grün-Weißen erwischten die Lüner mit dem 1:0-Sieg gegen den SC Neheim und der darauffolgenden 2:3-Pleite gegen den starken TuS 05 Sinsen einen passablen Start in die neue Saison. „In Sinsen zwei Tore zu schießen, ist nicht einfach“, stellt Ali Durmaz anerkennend fest. Ein anderer Umstand könnte seinen eigentlich spielerisch starken Fußballern allerdings in die Karten spielen: „Die Lüner sind eines der spielstärksten Teams der Liga. Sie werden gegen uns also nicht nur hinten drinstehen. Das könnte uns entgegenkommen.“

Glücklicherweise kehrt bei YEG mit Faruk Gülgün wieder ein Hoffnungsträger für die Offensive zurück. Der Angreifer kam am Freitag aus dem Urlaub zurück und ist somit zumindest eine Alternative für die Bank. Yasin Ucan fällt dagegen noch verletzt aus. Unabhängig von Faruk Gülgüns Rückkehr müssen die Hasseler am Sonntag aber zunächst wieder mit Kampf und Leidenschaft überzeugen. Wo ginge das besser, als in der altehrwürdigen Kampfbahn Schwansbell?

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